Kurze Vorstellung D-326

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Kurze Vorstellung D-326

Beitragvon D-326 » 22.12.2018, 22:17

Hallo zusammen, mein Name ist Flo und ich komme aus der Metropolregion Rhein-Neckar. 2011 haben wir einen bereits "restaurierten" McCormick D-326 angeschafft.
Er hat im November 1962 die Werkshallen in Neuss verlassen und wurde nach Brechen im Landkreis Limburg an seinen Erstbesitzer ausgeliefert, der ihn dann im Dezember 1962 zuließ. Dort blieb er bis Mitte September 2007 und wurde dann am 15.08.2008 von seinem neuen Besitzer in der Nähe von Alzey wieder zugelassen.
Im Gegensatz zu den meisten anderen D-326 hat er keine exact-Regelhydraulik, sondern nur den serienmäßigen Zugrahmen, und auch kein Agriomatic-Getriebe, sondern nur das normale 6-Gang-Getriebe.
Der Traktor hat aber folgende Sonderausstattungen, laut "Handbuch für den Schlepperfahrer":
- Plattform für Zugrahmen
- Rechter Beifahrersitz (nachträglich)
- Senkrechter Auspuff (Endschalldämpfer nicht mehr original)
- Traktormeter

Seit 2011 hat sich einiges am Schlepper getan. Ich habe vor dafür einen eigenen Restaurierungsbericht anzulegen und zeige hier deswegen nur ein Bild des aktuellen Stands:
Bild
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und zwei vom Sommer, in dem sich der Schlepper nur in einem kleinen Detail vom jetzigen Stand unterscheidet:
Bild
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Re: Kurze Vorstellung D-326

Beitragvon Deutz 4006 » 23.12.2018, 10:46

Hallo,

Erst mal herzlich willkommen hier im Forum mit deinem Mc Cormick.

Schöner Traktor. Er hat in diesem Fall auch den D-111 Motor, den mein Manitou-Geländestapler hat (der hat einen IHC-Antriebsstrang), und das Getriebe müsste ähnlich oder gleich sein (3-Gang + Rückwärts x 2 durch Acker/Straße, Rückwärts beim Stapler aber gesperrt da es über separate Wendeschaltung geschalten wird). Die Abschlussplatte über dem Getriebe hab ich auch (Stapler haben natürlich keinen Kraftheber).
Viele Grüße

Simon


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Re: Kurze Vorstellung D-326

Beitragvon D-326 » 23.12.2018, 11:43

Hallo Simon,
ja genau, meiner hat auch den DD-111. Beim Getriebe gab es beim D-326 nur 6+R und 4+R x2, wobei das letztere das Agriomatic-Getriebe ist. Der Manitou wird wohl eine für Stapler zurechtgemachte Version davon bekommen haben. Kannst du mit deinem Stapler auch ohne Kupplung mit dem Agriomatic-Hebel (der Hebel für Acker/Straße, bei dir müsste er rechts neben dem Fahrersitz sein) anfahren, oder werden die Gruppen bei dir anders geschaltet?
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Re: Kurze Vorstellung D-326

Beitragvon Deutz 4006 » 23.12.2018, 17:51

Hallo,

Der Hebel ist, wie du sagst, rechts neben dem Fahrersitz (der Stapler hat den Sitz in die andere Richtung wie ein Traktor, man sitzt mit dem Rücken zum Motor). Ich habe jedoch den Acker/Straße Hebel bisher nur im Stand geschaltet, nie während der Fahrt (kenne das so von meinen Deutz, wo die Gruppen ausschließlich im Stand geschaltet werden dürfen). Allerdings fühlt sich der Hebel beim Schalten nicht wie bei den Deutz an wo Zahnräder ineinander geschoben werden.

Handelt es sich in diesem Fall um ein Agriomatic-Getriebe? Der Hebel ist aus Flacheisen (anders als beim Traktor) und mit dem Kreuz markiert

Bild

Das eigentliche Getriebe hab ich nicht geöffnet, da es einwandfrei funktioniert. Den Deckel überm Differential hatte ich weg, hier war (was gerne passiert) eine Schraube der Befestigung des großen Zahnrads abgebrochen.
Viele Grüße

Simon


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Re: Kurze Vorstellung D-326

Beitragvon D-326 » 24.12.2018, 11:48

An der Stelle würde zumidest auch der Agriomatic-Hebel am Getriebe sein. Er hat natürlich ne etwas andere Form wie du bereits gesagt hast.

Im IHC-Forum findet man die Info, dass der MC20 komplett auf dem IHC 323, bzw. dem Vorgänger D-324/D-326, basiert, inklusive Agriomatic-Getriebe (4+R x2), und man ihn in Frankreich getriebeseitig noch mit einem Wendegetriebe ausrüstete, so kann man alle Gänge des Agriomatic-Getriebes in beide Richtungen fahren kann.
Dieses Getriebe hat eigentlich noch Rückwärtsgänge, diese entfallen ja durch das Wendegetriebe und wurden, wie von dir gesagt, gesperrt. Aber eigentlich gab es auch noch einen 4. bzw. 8. Gang. Warum diese Gänge nicht schaltbar sind, weiß ich auch nicht. Mir ist auch nicht bekannt, wie sich die Umbauten der Franzosen auf die Agriomatic-Funktion auswirken.
Da MC20 und MC25 auf der gleichen Basis aufbauen, würde ich schwer davon ausgehen, dass das bei deinem genau so ist.

Beim Schlepper befinden sich die Straßengänge in der Position zum Fahrer hin (bei dir dann bis Anschlag in Fahrtrichtung), die Ackergänge ganz vom Fahrer weg. Dazwischen ist eine Mittelstellung. Steht der Hebel in dieser Mittelstellung kann ein Gang eingelegt werden. Wenn man nun von der Kupplung geht, bleibt der Schlepper erstmal stehen. Jetzt kann man den Agriomatic-Hebel ohne die Kupplung zu betätigen in die Ackergruppe drücken und der Schlepper fährt los. Kannst ja mal testen ob das geht.

https://youtu.be/Ggmu7CVlMn0?t=64
Da sieht man den Vorgang des Anfahrens ohne Kupplung.

Aber Achtung! Von Acker- in Straßengruppe schalten und umgekehrt geht nur im Stillstand und mit Kupplung, genauso wie von Straßengruppe in Mittelstellung. Lediglich von Mittelstellung in Ackergruppe und zurück geht ohne Kupplung und während sich der Schlepper bewegt oder steht.
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Re: Kurze Vorstellung D-326

Beitragvon Deutz 4006 » 24.12.2018, 13:03

Hallo,

das muss ich mal bei Gelegenheit ausprobieren.

Was mich wundert ist dass das Getriebe nur 3 Gänge hat, keine 4 + (den gesperrten) Rückwärtsgang. Allerdings würde ich nicht ausschließen dass Teile gegenüber der Traktorausführung vom 323 weggelassen wurden, beispielsweise ist die Handbremse anders ausgeführt (geht beim Stapler über ein Gestänge auf die normale Gierling-Bremse), beim 323 geht diese (STVO-Konform) auf die Bandbremse auf dem Differential. Der MC 25 hat die Bandbremse gar nicht verbaut. Ebenso fehlen beim MC 25 sämtliche Zapfwellen-Komponenten, die hier auch nicht gebraucht würden.

Mein Getriebe hat von den Lagern her Ähnlichkeit zu den 423 Getrieben, diese sind meine ich fast identisch mit den 323 er Getrieben, haben aber ein paar Lager stärker ausgeführt (die ich selbst gesehen habe) und die Bremse ist auch die mit dem größeren Durchmesser. Der Motor ist aber eindeutig der 111, welcher bei 4,8 t Leergewicht aber auch ziemlich am Anschlag ist, vor allem in der Straßengruppe. Heutige Stapler in dieser Gewichtsklasse haben alle um die 50 PS, auch wegen höherer Hydraulikleistung.

EDIT: Hab grad ein Youtube Video gesehen wo jemand einen 323 hat, und ihn vorführt, und er hebt den Ganghebel an um den 1. Gang (und den RW Gang) einzulegen. Das muss ich bei Gelegenheit auch mal ausprobieren, so was (mit demn Anheben) gibts bei Deutz nicht.
Viele Grüße

Simon


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Re: Kurze Vorstellung D-326

Beitragvon D-326 » 24.12.2018, 16:06

Das mit dem Anheben ist auch bei dem 6-Gang-Getriebe der Fall. Die Gänge 3-6 gehen ganz normal rein, für die Gänge 1, 2 und R muss man den Schalthebel nach oben ziehen und dann in die entsprechende Position bringen. Sie liegen jeweils ganz links und R ganz rechts.
Bei der Agriomatic im D-324, D-326 und 323 sind es entsprechend dann die Gänge R1, R2 (oben) und 1, 5 (unten). Also die Gänge die ganz links liegen.

Vor dem McCormick stand ein Deutz D30S in der Scheune, da gab es kein Anheben, sondern einfach nur 4 Gänge + Rückwärtsgang.

Ja der Motor ist definitiv der DD-111, wobei man sagen muss, dass er ziemlich lange verbaut wurde und dann im 323 (damit auch in den Manitou) als Vorkammerdiesel schon nicht mehr auf dem Stand der Dinge war, wenn man ihn mit den anderen Motoren der CM-Serie vergleicht. Außerdem war er eigentlich für einen ca. 1400kg schweren Traktor gedacht. Da ist klar, dass er mit einem Stapler mit 4,8t zu kämpfen hat. Dafür ist er, zumindest meiner Erfahrung nach, extrem robust.
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Re: Kurze Vorstellung D-326

Beitragvon Deutz 4006 » 24.12.2018, 16:48

Hallo,

Der Manitou ist Bj. 74, das letzte Baujahr in dem die 111 gebaut wurden. Ab 75 gab es ein Nachfolgemodell des Staplers.

Mein 4006 ist von 71, hat aber schon ein synchronisiertes Getriebe und die 912er Deutz Motoren damals hatten schon Direkteinspritzung.
Viele Grüße

Simon


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Re: Kurze Vorstellung D-326

Beitragvon Deutz 4006 » 25.12.2018, 07:21

Hallo,

@ D 326, danke für die Infos.

Eigentlich war es nicht meine Absicht das Thema zu ,,entführen'' , da es ja um deinen Traktor gehen sollte. Wie bist du zu dem D-326 gekommen? Optisch sehen die finde ich sehr gut aus, und vom Motorlauf sind sie etwas ruhiger (durch Wasserkühlung) als die luftgekühlten Deutz die etwas härter nageln.
Viele Grüße

Simon


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Re: Kurze Vorstellung D-326

Beitragvon D-326 » 25.12.2018, 13:54

Ich habe mich als kleines Kind schon mit der "Seuche" durch ein Siku-Modell angesteckt :D Beim Urlaub auf dem Bauernhof entdeckte ich einen Eicher mit Allrad (es war ein EA 400, ich habe alte Bilder gefunden). Den fand ich wohl sehr faszinierend und wollte ab diesem Zeitpunkt einen eigenen Schlepper.
In der Scheune meiner Oma war ein Deutz D30S untergestellt und als der 2011 verkauft worden war, machten wir uns auf die Suche nach etwas eigenem. Zur Wahl standen Deutz (D-Serie) und IHC/McCormick (D-Serie). Einfach weil sie aus dem Umfeld als zuverlässige, aber auch erschwingliche Schlepper bekannt waren.
Erstmal wurde natürlich in der Näheren Umgebung gesucht. Bis auf überteuerten Kernschrott und Traktoren, die unverkäuflich sind, war leider nichts dabei.
Also wurde die Suche online ausgeweitet und mein Vater fand den D-326 Freitag abends auf ebay. Samstag morgens ging es dann mit dem Auto ca. 100km bis zum Verkäufer um den Traktor probezufahren und eventuell zu kaufen. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass irgendwer den "Sofortkauf-Button" bei ebay anklickt und uns den Traktor vor der Nase wegschnappt.
Der Traktor sprang ohne Probleme an, lief ordentlich, alle Gänge ließen sich sauber schalten, Lenkung war ohne Spiel. Die Felgen waren zwar etwas zu hell überlackiert und etwas verkratzt, hatten aber komplett neue Reifen drauf. Der Rest vom Traktor war rostfrei und der Lack in Ordnung. Und vor allem hatte er keinen Ölverlust. Ob das aber an der Restauration des Vorbesitzers lag oder einfach daran, dass er erst ca. 5700h runter hat, weiß ich nicht.
Also haben wir den Traktor mit frischem TÜV gekauft.


Eigentlich wollte ich einen Thread über meinen Teil der Restauration aufmachen, da das Forum ja aber leider schließt, hier die Kurzfassung:
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die elektrische Anlage mehr als mangelhaft war und es auch noch andere Baustellen am Schlepper gab, die auf den ersten Blick nicht zu sehen waren. TÜV hätte es so auf jeden Fall nicht geben dürfen. Deswegen wurden, neben den ganz normalen Dingen wie Ölwechsel usw., gemacht:
- Elektrische Anlage komplett neu
- Bremsen neue Beläge + Bremsautomaten überholt
- Rückholfedern der Pedale erneuert
- fehlende Feder im Handgasgestänge eingebaut
- Kühlkreislauf gespült + neue Schläuche + neues Thermostat
- Vorderachse beidseitig neu gelagert + neue Volkollanpuffer
Das alles konnte ich glücklicherweise, bis auf die elektrische Anlage, vor allem in Eigenleistung beheben.

Außerdem sind dazu noch mehrere "Kleinigkeiten" gekommen, wobei gerade die letzten 2 nicht unbedingt in diese Kategorie fallen.
- grauenhaftes Eigenbau-Verdeck runtergenommen
- neue Haubenhalter
- Felgen in Originalfarbe lackiert (RAL 9001, cremeweiß)
- Auspuff neu lackiert, sah nicht mehr schön aus
- Beifahrersitz rechts
- kleiner Rückspiegel angebaut
- neuer Schaltknauf
- Originallenkrad aus den 60ern restauriert und angebaut
- originalen Hupenknopf restauriert und angebaut

Das Getriebe und der Motor laufen aber nach wie vor, ohne weitere Arbeiten, vorbildlich. Auch beim Ölverlust hat sich nichts getan. Außer ein paar Tropfen Getriebeöl die zwischen zwischen Motor und Getriebe im warmen Zustand ab und an raustropfen, ist er trocken. Aber ich glaube das ist im Rahmen ;) Auch die Lenkung ist einwandfrei.

Jetzt muss im Frühjahr, beim nächsten Ölwechsel, nur noch der Ölfilterflansch vom 323 angebaut werden. So kann ich dann Einweg-Filterpatronen benutzen, denen eine bessere Reinigungseigenschaft zugeschrieben wird.

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