Hanomag R16 Leistungsproblem

Alle eure Probleme mit dem Motor eures Schleppers könnt ihr hier loswerden

Moderator: Traktorhof Team

Benutzeravatar
marcel.arold
Interessierter
Interessierter
Beiträge: 46
Registriert: 10.05.2015, 18:09

Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon marcel.arold » 12.08.2017, 18:55

Hallo Leute.....
Bin echt am Verzweifeln mit meinem kleinen Hanomag R16. Mir ist aufgefallen, dass es dem kleinen deutlich an Leistung fehlt. Hab den dann zum Mech gebracht. Der meinte die Vorkammern sein verstopft. Hab die also auswechseln lassen und ne neue Unterdruckmembran ist auch noch rein gekommen. Zudem sind neue Einspritzdüsen drin. Der kleine springt super an. Doch er raucht zu stark und ich kann im 5. Gang nicht anfahren oder komme auch keinen Hang rauf. Am Berg unter Last habe ich bemerkt, dass Flammen aus dem Auspuff kommen. Also hab ich das Ventilspiel überprüft. Da passt aber alles. Ich weiß echt nicht mehr weiter und habe auch keine große Lust bzw das nötige Kleingeld den jetzt nochmal zum Mech zu bringen. Allein die Kammern und die Membran haben schon 400Euro gekostet und nichts gebracht.

Danke für jeden Tipp :cry:
Hanomag R16
Bj 1951 :trecker1:
Google Werbung
Sponsor
Registriert: Mi 18. Juni 2003, 00:00
Wohnort: Internet

Werbung

Beitragvon Google Werbung » Automatisch

Benutzeravatar
F20GH
Oldie-Lohnunternehmer
Oldie-Lohnunternehmer
Beiträge: 2199
Registriert: 04.12.2007, 12:48
Wohnort: Bergisches Land (NRW)

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon F20GH » 12.08.2017, 21:43

Hallo Marcel,

also das mit den Flammen über dem Auspuff und einem hohen "Grobstaub"-Ausstoß kenne ich von dem R16 eines Bekannten, der zieht dann am Armaturenbrett ein Hebelchen, oder legt den um. Wenn er dann noch gleichzeitig Vollgas fährt qualmt der erst wie Sau, und wenn er richtig Druck bekommt, beispielsweise an einer Steigung, dann hat der dauerhaft ne schöne orangefarbene Flamme überm Auspuff stehen.
Aber von Leistungsverlust weiß ich dabei nichts.
Naja, und dass der kleine Zweizylinder nicht unbedingt immer im fünften Gang anfahren mag, wundert mich nicht.

Gruß, F20GH.
Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fendt F15G6 1955; Fahr D90H 1956
Benutzeravatar
HanoSchlüter
Schlosser-Experte
Schlosser-Experte
Beiträge: 483
Registriert: 08.02.2012, 14:52
Wohnort: Ostalb (Württ.)
Kontaktdaten:

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon HanoSchlüter » 12.08.2017, 23:46

Die kleinen Hanomags haben gern mehr als die Nennleistung. Mit denen kannst gut was anfangen. Aber die Erwartung im 5. anfahren zu können, ist etwas übertrieben. Im 4. Gang anfahren sollte genügen.
Wie ist denn die Kompression von dem Motor? Hast die Pumpe schon mal prüfen lassen? Das wäre in dem Fall auch interessant zu wissen.
Gruß Julian

Schlüter: Super 1500 TVL EZ 1972
HANOMAG: Robust 901-S EZ 1971; Granit 501E-S EZ 1971; Brillant 601-S EZ 1968
Kramer: KLS140 EZ 1959

Videos unter: https://www.youtube.com/channel/UCU4rnQ ... subscriber
Benutzeravatar
marcel.arold
Interessierter
Interessierter
Beiträge: 46
Registriert: 10.05.2015, 18:09

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon marcel.arold » 13.08.2017, 07:30

Das mit dem im 5. anfahren kenne ich von nanderen R16. Bei dennen ist das garkein Problem. Die Pumpe passt soweit. Habe ich vom Mech beim Einspritzzeitpunkt einstellen gleich mit machen lassen. Kompression ist laut dem wohl auch gut, da der wirklich 1a anspringt. Das mit den Flammen habe ich vorher noch nie gesehen. Schließlich müsste das doch heißen, dass das Auslassventil noch während der Zündung öffnet....

So einen Hebel hat meiner nicht. Ist ein Bj. 51. Der hat nur ein Handgashebel
Hanomag R16
Bj 1951 :trecker1:
Google Werbung
Sponsor
Registriert: Mi 18. Juni 2003, 00:00
Wohnort: Internet

Werbung

Beitragvon Google Werbung » Automatisch

Benutzeravatar
F20GH
Oldie-Lohnunternehmer
Oldie-Lohnunternehmer
Beiträge: 2199
Registriert: 04.12.2007, 12:48
Wohnort: Bergisches Land (NRW)

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon F20GH » 13.08.2017, 10:17

Schließlich müsste das doch heißen, dass das Auslassventil noch während der Zündung öffnet....


Naja, das ist immer so. Das Auslassventil öffnet bereits, bevor der Kolben in UT ist, sonst bleibt nicht genug
Zeit für einen "ordentlichen" Gaswechsel im Zylinder.

Gruß, F20GH.
Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fendt F15G6 1955; Fahr D90H 1956
Raphael
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 88
Registriert: 26.01.2015, 18:07
Wohnort: Bergkamen

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon Raphael » 13.08.2017, 10:20

Hi,

ich habe den D14 Motor im r217s, im fünften Gang ohne Anhänger anfahren sollte eigentlich gehen, ist aber nicht so dolle für die Kupplung.

Du schreibst, dass deiner viel raucht, wenig Leistung hat und auch mit den Flammen - für mich klingt es als sei der Einspritzzeitpunkt verstellt. Das sollte mal jemand überprüfen der sich damit gut auskennt.
Feineinstellungen kann und sollte man bei laufendem Motor machen - die 4 Schrauben am Flansch lösen und dann kann die E Pumpe leicht verdreht werden in Richtung früher oder späterer Einspritzung.
Viele Grüße
Simon- Raphael

Macht der Bauer einmal schlapp, braucht er einen Hanomag

R217S mit Mähwerk, Kabine und Hydraulik - fertig
R442 Brillant - fertig, aber noch nicht eingefahren :wink:

Pflegebeteiligung an nem MF35

Krone ZK 80
Benutzeravatar
Eicher-Diesel-13
Konstrukteur
Konstrukteur
Beiträge: 1044
Registriert: 07.09.2007, 15:15
Wohnort: Bayern / 86xxx

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon Eicher-Diesel-13 » 13.08.2017, 12:03

Klingt schwer nach "verstelltem" Förderbeginn.

Ich meine vom D14 gab es doch drei Typen, oder? Evtl. wurde ja der FB-Wert von der falschen Motorversion hergenommen?

1.Version:

Einstellung der Einspritzpumpe
Förderbeginn 31—32 mm am Umfang der 148mm Riemenscheibe gemessen vor O. T. 1 Markierung = 24—25° Kurbelwinkel vor O. T. 1 = 6—6,5 mm unter oberer Totpunktlage des Kolbens.


2.Version:

Einstellung der Einspritzpumpe
FB-Markierung am Schwungrad & Zeiger am Schwungradgehäuse müssen fluchten

3. Version:

Einstellung der Einspritzpumpe
Förderbeginn 39 mm am Umfang der 195 mm Riemenscheibe gemessen vor O.T.
1 = 24° Kurbelwinkel vor O.T.
1 = 5,9 mm unter oberer Totpunktlage des Kolbens.

Mfg Tobi
„Der Bauer träumt – wenn doch oh Herr, mein Fendt ein guter Eicher wär!“
Benutzeravatar
marcel.arold
Interessierter
Interessierter
Beiträge: 46
Registriert: 10.05.2015, 18:09

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon marcel.arold » 13.08.2017, 17:48

Der Einspritzzeitpunkt wurde schon korrekt mit den 31mm eingestellt. Das ist es definitiv nich.... Leider. Ich dachte auch schon dass da evtl jemand an der Menge rumgedreht hat. Hab das grad mal bei laufendem Motor probiert. Hat aber leider auch nichts gebracht
Hanomag R16
Bj 1951 :trecker1:
Benutzeravatar
marcel.arold
Interessierter
Interessierter
Beiträge: 46
Registriert: 10.05.2015, 18:09

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon marcel.arold » 14.08.2017, 19:03

Hab grad noch etwas herausgefunden... Hab den mal grad ohne Krümmer laufen lassen. Die Flammen und der dunkle Rauch kommen nur aus dem 2ten Zylinder. Der erste scheint soweit zu passen
Hanomag R16
Bj 1951 :trecker1:
Benutzeravatar
GTfan
Moderator
Moderator
Beiträge: 3030
Registriert: 17.04.2009, 13:45

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon GTfan » 14.08.2017, 20:55

marcel.arold hat geschrieben: Kompression ist laut dem wohl auch gut, da der wirklich 1a anspringt.

Gemessen oder nur am Startverhalten "diagnostiziert"?
1. Kompression messen
2. Druckverlustprüfung
dann Ergebnisse angucken und beurteilen. Irgendwo in dem Bereich dürfte sich ein Schaden verstecken.

HanoSchlüter hat geschrieben:Die kleinen Hanomags haben gern mehr als die Nennleistung. Mit denen kannst gut was anfangen.

Ach daher kommen dann die arg krepierten D14-Motoren, von einer abgescherten Kurbelwelle über heftig gefressene Kolben bis hin zu ziemlich krummen Pleueln hab ich da schon vieles gesehen. Manches Mal sollte der Schlepper zuvor "ein kleines bisschen schneller fahren"...

MfG
Fabian
Benutzeravatar
marcel.arold
Interessierter
Interessierter
Beiträge: 46
Registriert: 10.05.2015, 18:09

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon marcel.arold » 18.08.2017, 21:20

Ok dann besorge ich mir mal ein Kompressionsmesgerät. Hab noch keins. Kann es evtl auch sein, dass die Einspritzdüsen nachtropfen? Ein Freund meinte, dass das sein könnte aber die Düsen sind ja neu...
Hanomag R16
Bj 1951 :trecker1:
Benutzeravatar
Eicher-Diesel-13
Konstrukteur
Konstrukteur
Beiträge: 1044
Registriert: 07.09.2007, 15:15
Wohnort: Bayern / 86xxx

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon Eicher-Diesel-13 » 19.08.2017, 09:06

Würdest du aber am Laufverhalten spüren, da der Motor dann ggf. "schießen" würde

Mfg Tobi
„Der Bauer träumt – wenn doch oh Herr, mein Fendt ein guter Eicher wär!“
Benutzeravatar
GTfan
Moderator
Moderator
Beiträge: 3030
Registriert: 17.04.2009, 13:45

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon GTfan » 19.08.2017, 09:38

Moin,

du sagst der spuckt Feuer auf einem Zylinder. Dann tausch doch mal die Einspritzdüsen untereinander aus und guck ob sich was ändert. Ich gehe aber nicht davon aus, dass es an den Düsen liegt, die Symptome wären untypisch. Da eine Kontrolle jedoch nicht wirklich aufwändig ist, führ sie doch einfach mal durch, besser eine Möglichkeit mehr ausschließen als eine zu wenig.

mfG
Fabian
Benutzeravatar
marcel.arold
Interessierter
Interessierter
Beiträge: 46
Registriert: 10.05.2015, 18:09

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon marcel.arold » 19.08.2017, 16:58

Ok hab die Düsen gerade getauscht. Keine Verbesserung. Ich sehe zwar momentan keine Flammen mehr, doch er raucht immernoch auf dem gleichen Zylinder. Und der andere raucht auch etwas viel. Bevor ich da jetzt noch lange rumsuche bringe ich den R16 nächste Woche zum Motorenbauer in Buchenberg. Der wird mir das dann hoffentlich alles in allem machen. Danke für die Tipps. Ich schreibe die Lösung des Problems dann hier mit rein.
Hanomag R16
Bj 1951 :trecker1:
Benutzeravatar
Sierra
Moderator
Moderator
Beiträge: 4264
Registriert: 02.10.2008, 16:53
Wohnort: Allgäu

Re: Hanomag R16 Leistungsproblem

Beitragvon Sierra » 19.08.2017, 17:51

Ist doch wie immer. Der Motor ist platt. Rechne mit 4k. Machst Du nicht alles, ist alles Murks und kostet hinterher umso mehr.
Glaubste nicht? Lies die Beiträge hier im Forum durch.

Kontaktiere andere Oldtimerbesitzer am Ort und frag Dich durch, zu welcher Werkstatt die gehen. Um Automechaniker oder gar Mechatroniker machst Du einen weiten Bogen. Ein "normaler" Motorenbauer für PKW ist nicht der richtige. Du brauchst einen "alten" Spezialisten.

Gruß
Michael
"'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
someone who wears his underpants on his head.'"
(Terry Pratchett in "Maskerade")

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste