Hurth Getriebe G76 Einschätzung des Zustands

Alles zu diesen Bestandteilen des Schleppers hier rein

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Eddi
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Re: Hurth Getriebe G76 Einschätzung des Zustands

Beitragvon Eddi » 13.11.2017, 09:33

moin Eicher TU,
der Wellenstumpf sollte glatt sein, keine Einlaufstellen oder Rillen haben, denn der Teil sitzt in einem Nadellager.

Bild

Den siehst du, wenn du die Kuplungsglocke abgenommen hast, wie auf dem Bild. Die kannst du mit 2 Leuten abnehemen und tragen. Wenn du die 8 Muttern gelöst hast, kannst du die mit etwas wackeln abnehem. Zur Führung sind an der Glocke 2 Bolzen angebracht, welche dann im Getriebe sitzen. Die Glocke wiegt schätungsweise 70 kg. Das Getriebe allein wiegt ca 450 - 500 kg. Ich habe das Ganze alleine, auf einer Palette bewegt, unter die ich 2 Kanthölzer gesteckt habe. Anschließend vorn und hinten jeweils mit einem Querholz und dem Wagenheber angehoben, dann wieder mit Böcken + Holz unterbaut.
Genau so auch anders herum. Anheben Unterbau reduzieren und dann ablassen.

Bild

Ich hoffe, das kannst du auf dem Bild erkennen.
Was die Kuplungsglocke von Schlüter angeht kann ich dir leider nichts sagen, aber vielleicht 3085. Er kennt sich da ja auch gut aus. Deine alte Kuplungsglocke solltest du jedoch wieder verwenden können. Spricht ja nichts dagegen.
Wenn du die Ersatzteile aus dem 2. Getriebe gewinnen kannst, sollte das für eine Werkstatt eigentlich kein Problem sein, das Getriebe wieder auf Vordermann zu bringen. Ich denke mit Arbeitskosten von 1000,- € solltest duallerdings rechnen. Wenn du das machen lässt, bitte auch gleich die Wellendichtringe auswechseln und alles neu lagern lassen. Ein Lager kostet ca 10-20 €.
Gruß Frank

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3085
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Re: Hurth Getriebe G76 Einschätzung des Zustands

Beitragvon 3085 » 13.11.2017, 11:24

Also ich würde dir von deinem Vorhaben abraten. Es gibt etwa 2358 unterschiedliche Kegel/Tellerrad-Varianten. Gut, mag etwas übertrieben sein, aber fünf reichen sicher nicht. Zudem ist ein Schlachtgetriebe definitiv teurer als ein neuer Radsatz.
In deinen Schlepper gehört ein neues Kegel/Tellerrad, sowie ein kompletter Lagersatz. Obendrein würde ich das besagte Nadellager rauswerfen und gegen eine Buchse tauschen. Mit Schlachtgetrieben kannst du beim G76 schnell auf die Nase fallen, vor allem, wenn du mit der dort eingebauten Kegel/Tellerradkombination langsamer wirst...
Wenn ich du wäre:
Schau mal bei Eicher Ganacker (http://www.eicher-ersatzteile.eu), bzw. den Eicherfreunden Schwarzwald (http://www.eicherfreunde-schwarzwald.de) unter Händler/Werkstätten nach. Vielleicht ist was bei dir in der Nähe. Dort gibst du dein kaputtes Getriebe ab und lässt es richten. Die Schlachtgetriebe-Versuche würde ich an den Nagel hängen.

Edit: Deine Preisanfrage ist mir gerade erst aufgefallen. Rechne mal mindestens 1500 Euro für Lager, 1000 Euro Arbeitszeit und 2000 Euro für Teile (Kegel/Tellerrad, Bremsen, Sonstiges).
Ohne Eicher?? Ohne mich.

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Re: Hurth Getriebe G76 Einschätzung des Zustands

Beitragvon EicherTu » 10.12.2017, 18:24

Hallo,
vielen Dank für eure Hinweise.
Ja die Telleradkombinationen sind unterschiedlich. Da mein Eicher 32er-Reifen fährt, wird er mit anderen als seiner Original-Kombination immer schneller. Ich hätte am liebsten wieder die Originalübersetzung. Die nachgebauten Ritzel/Telleradsätze sind die schnellsten überhaupt.
Gegen was für eine Buchse kann man das Nadellager tauschen, verstehe ich nicht ganz? Ich habe aber auch keinen Ersatz für das Nadellager im Netz gefunden.

Inzwischen habe ich für meinen Eicher ED16II (Bj 1954) das zweite G76-Getriebe aus einem Schlüter (Bj. 1955) besorgt, das vor Kurzem noch gelaufen ist.
Nun fragt sich, inwieweit sich das gegen das bisherige Getriebe einfach austauschen lässt. Das Schaltgeriebe des Schlüter (Zahnräder, Nuten der Schaltgabeln) sehen im Schlütergetriebe eher besser aus, als beim Eicher. Gerade deswegen, ob es nun sinnvoller scheint, die Getriebe gegeneinander auszutauschen, oder das bisherige Getriebe im Eicher zu belassen und nur Ritzel/Tellerrad zu wechseln (und kann dann das Ritzel/Tellerad aus dem Schlüter rein, oder muss ein neues her?)
Leider habe ich hier Reutlingen/Tübingen keinen Traktorschrauber zur Hand, so dass ich die Reparatur wohl in einer gewöhnlichen Landmaschinenwerkstatt machen lassen muss. Da sollten alle Details möglichst vorab geklärt sein. Kann man sich darauf verlassen, dass eine gewöhnliche gute Landmaschinenwerksatt das alles hinbekommt? Sonst müsste ich den Traktor wohl von weiter her abholen lassen. Wäre vielleicht auch sinnvoll.
Das Getriebe im Eicher ist nicht ausgebaut, deswegen lässt sich für mich einiges nicht direkt vergleichen. Zur Versionsunterscheidung hilft vielleicht: Bei meinem bisherigen Getriebe (Eicher) ist für die Ölung eine Rinne am Getriebedeckel befestigt, beim "neuen" Getriebe (Schlüter) ist eine Rinne im Getriebe montiert.

Wie kann ich sehen, ob das Tellerad noch in Ordnung ist? Die Sicherungsmutter auf dem Antriebsritzel sitzt lose und das Nadellager der Antriebswelle ist beim Ausbau auseinandergefallen (wo kann man das herbekommen, ich finds nicht). Wenn ich Touschierpaste auftrage, scheinen mir die Flächen zwischen Ritzel und Tellerrad viel Spiel zu haben, aber kann man das überhaupt so testen, wenn die Achstrichter fehlen und dadurch alles recht lose ist.
Kann zumindest ein Profi das schnell erkennen? So rein nach Augenschein, sieht es grundsätzlich noch brauchbar aus.
Wie kann man die Sicherungsmutter wieder festmachen? Muss man dazu auf jedem Fall das Anrtriebsritzel ganz ausbauen?

Der Flansch für die Achstrichter scheint gleich zu sein. Passt dann auch der Rest? Die Differentialsperre ist ausgebrochen, aber das ist ja wohl eher normal. Die Teile auf der Tellerradwelle sehen etwas unterschiedlich aus und ihre Lager sind innen im Gehäuse gekapselt, während man die Lager beim Eicher-Getriebe offen sieht. Bei einem kompletten Austausch der beiden Getriebe sollte das nicht stören, aber stört das, wenn man aus den zwei Getrieben eines machen wollte, bzw. doch einen Tellerradnachbau einsetzen will?

Passt notfalls die Antriebswelle aus dem Schlüter auch in den Eicher? Die Kupplungsglocken sehen ja unterschiedlich aus.

Verstehe ich es richtig, dass das Antriebsritzel nach hinten aus dem Schaltgeriebe gezogen wird, es also gewechselt werden kann, ohne, dass der Traktor getrennt wird?

Wie immer, vielen Dank für euren guten Rat.
Grüße.

P.S. Ich habe auch Fotos, aber ich verzweifele gerade bei der Suche, wo man eine neue Galerie erstellt. Obwohl ich das schon mal gemacht habe.

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