Bitte um Schadensbeurteilung

Alles zu diesen Bestandteilen des Schleppers hier rein

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Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon wink » 11.08.2017, 00:06

Servus,

nachdem ich beim Öl ablassen im Schlamm des Getriebes meines Eicher Panther ein kleine Metallteil gefunden habe, hab ich heute mal mein Getriebe zerlegt und den Schaden gesucht.

Leider hat es das kleine Kegelrad des Differentials erwischt.
Bei einem Zahn ist ca. 1/3 des Zahns abgebrochen.
Warum weiß ich nicht.

Jetzt würde ich gerne mal euren Rat hören, ob ich das einfach so wieder einbauen soll, oder ob ich in den sauren Apfel beißen muss, und einen neuen (gebrauchten) Triebsatz brauche. Bei Neuteilen bin ich - wenn überhaupt noch verfügbar - sicher vierstellig dabei. Plus die ganze Einstellerei.

Noch zur Info:
Das Getriebe lief bis zum Ausbau recht geräuschlos, wenn man von einem defekten Lager absieht.
Alles lies sich von Hand leicht drehen und es war nur das Rauschen des einen Lagers zu hören, kein periodisches klacken oder so.

Bilder:
Bild
Bild

Die anderen Zähne des Kegelrads haben leichte bis mittlere Narben, vermutlich weils da die Trümmer mit durchgezogen hat, das große Kegelrad ist unbeschädigt.
Bild

Was meint ihr so?
MfG
Christoph
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon fahrer380 » 11.08.2017, 01:01

Äh was soll man da meinen dazu, das ist alles Schrott. Besorg dir gute gebrauchte Teile und bau das ordentlich !!! zusammen - wenn das mit dem Einstellen nicht kannst lass lieber die Finger davon sonst ist alles umsonst.
Gut vorgeglüht ist halb Angelassen!
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon wink » 11.08.2017, 07:16

Juhe.
Leider ist der Markt dermaßen mit günstigen Gebrauchtteilen überschwemmt, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, welches ich nehme...

Btw: Ich hab nirgends geschrieben, dass ich das einstellen von zwei Kegelrädern aufeinander nicht kann. Es ist nur eine Arbeit die ich nicht gerne mache.
Hat mich bei der Fräse schon genervt.
MfG
Christoph
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon Uwestraktor » 11.08.2017, 09:15

Moin,

so wie es auf den Bildern aussieht, ist der Schaden leider recht groß. Die Anderen Zähne haben auch etwas abbekommen und ich denke das Tellerrad ist ebenfalls beschädigt. Da gibt es leider nicht viel Optionen. Gebraucht: schau Dich mal im Netz um, Du kannst sicherlich auch von anderen Herstellern ein Satz Zahnräder verwenden, vorausgesetzt, die Übersetzung passt. Dann gibt es noch, auch wenn jetzt einige aufschreien, die Möglichkeit die Zähne instand zu setzen. Tja und die letzte Möglichkeit wäre ein neues Paar...
Vom wiedereinbau würde ich Dir abraten. Auch wenn Du "nur" ein bischen herumfährst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden sich vergrößert sehr hoch.

Grüße aus dem nassen Norden
Uwe
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon wink » 11.08.2017, 10:44

Servus,

das Tellerrad ist interessanterweise unbeschädigt. Allerdings ist das auch deutlich härter als das kleine Zahnrad.
Ein erstes Angebot für (nachgefertigte) Neuteile liegt bei gut 1000 plus Steuer. Leider mehr als ich für den Schlepper bezahlt hab.
Das günstigste Gebrauchtteile dass ich bisher gefunden habe ist ein komplette Getriebe für 1000,- mit derzeit fraglichem Zustand der Kegelräder

Leider finde ich bisher keine Informationen darüber, wo das Getriebe (ZF A6/6) noch verbaut wurde.
Dann könnte ich noch nach alternativen Schlachtschleppern suchen.

Aufschweißen überzeugt mich nicht so.
Das wurde bei meiner Drehbank vom Vorbesitzer gemacht. Die Haltbarkeit war nicht so überragend.
Außerdem ist das Zahnrad bogenverzahnt, das kriegt man ohne die passende Fräsmaschine nicht mehr wirklich hin.

Für mich gibts gerade zwei Optionen:
Neuteil oder den Schlepper komplett schlachten und in Einzelteilen verkaufen.
Ich werde versuchen, übers Wochenende den Motor soweit zu zerlegen, dass ich da eventuelle Schäden begutachten kann, dann entscheide ich mich.
MfG
Christoph
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon fahrer380 » 11.08.2017, 23:52

wink hat geschrieben: Es ist nur eine Arbeit die ich nicht gerne mache.
Hat mich bei der Fräse schon genervt.


Da kann dir leider keiner helfen, drum rumkommen wirst du so oder so nicht egal welche Teile du verbaust. Vielleicht mal über nen Hobbywechsel nachgedacht? :mrgreen: Mir jedenfalls machen Getriebearbeiten sehr viel Spaß und wenn man das mit den Tragbildern erstmal verinnerlicht hat und die Zusammenhänge verstanden hat geht das auch alles gut von der Hand.
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon Eicher-Diesel-13 » 13.08.2017, 11:10

Also so würde ichs definitiv nichtmehr einbauen, auch wenn der Schlepper nur 1x im Jahr laufen würde. Das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Ersatz gibt es, wenn auch nicht gerade günstig.

Denke der Schaden kommt von einer unsachgemäßen Getriebereperatur, meines erachtens lief der Triebling zunahe am Tellerrad, wenn man das erkennbare Tragbild mal so grob anschaut auf deinem Foto.

Falls du den Schlepper "schlachtest" melde dich bitte.

Mfg Tobi
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon wink » 13.08.2017, 15:59

Servus,

die Würfel sind gefallen.
Ich reparier das Getriebe und bau den Panther wieder auf.
Alles weitere dann wieder hier
MfG
Christoph
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon Bungi81 » 13.08.2017, 20:44

Hallo Christoph,

Glückwunsch zu der Entscheidung. Hätte ich auch gemacht.
Gruß, Stefan

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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon 3085 » 14.08.2017, 14:17

Bitte bei der Getriebeinstandsetzung unbedingt die Kundendienstmitteilung beachten, ein Lager wird gegen eine Buchse getauscht. Da dies bei fast allen Schleppern nicht gemacht wurde, gibt es häufiger Getriebeschäden an dieser Baureihe. Ich rate dir daher ausdrücklich zu Neuteilen (warum gibt es die wohl?!).
Die erwähne Buchse gibt es bei Eicher Ganacker.
Ohne Eicher?? Ohne mich.

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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon GTfan » 14.08.2017, 20:48

Moin moin,

wink hat geschrieben:Ein erstes Angebot für (nachgefertigte) Neuteile liegt bei gut 1000 plus Steuer. Leider mehr als ich für den Schlepper bezahlt hab.


das klingt nach einem wirklich guten Angebot, über einen Erfahrungsbericht über Ablauf und Passigkeit sowie den allgemeinen Eindruck würde ich mich freuen! Ein Freund durfte bei einem Kleinseriengetriebe letztens wesentlich mehr für die gleichen Teile zahlen...

MfG
Fabian
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon Eicher-driver » 14.08.2017, 21:36

Hallo,

ich hab noch Teile für dieses Getriebe liegen, bei Interesse bitte PN oder an Eicher-Fan@(ööt)web.de mailen.

Gruß
Restaurationsbericht --> viewtopic.php?t=8352

Meine Eicher :
Eicher Tiger 2 EM 235 mit FL (restauriert)
Königstiger 2 (3015) in Restauration
Eicher 3072 TURBO im Original Zustand
Eicher G 400


Eicher war gut, ist gut ,
und bleibt weiterhin gut !
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon wink » 14.08.2017, 23:42

Servus,

das mit der Buchse: du meinst die Getriebeeingangswelle? Oder werden da noch andere getauscht?
Für die Eingangawelle hab ich die Buchse schon da liegen. Wird getauscht.

Wegen den Zahnrädern: Nachdem Eicher (und ZF sowieso) sich tot stellt hab ich die beiden Teile vom Joachim Schmieder. Der hat die Mal nachfertigen lassen.
Gebrauchtteile waren mir zu heikel.
Ablauf: ich war heute eh auf dem Weg vorbei (fast) und hab die Teile abgeholt.
Zur Passform kann ich denke ich die nächsten Tage was sagen. War heute noch nicht beim Bulldog in der Halle.
Auf den ersten Blick schauen sie gleich aus. :D
MfG
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon wink » 11.09.2017, 08:10

wink hat geschrieben:Zur Passform kann ich denke ich die nächsten Tage was sagen. War heute noch nicht beim Bulldog in der Halle.


Tjoa, dann hole ich das mal nach:

Fazit: meine Teile sind für mich bzw. dieses Getriebe unbrauchbar (wie das bei anderen Teilen vom selben Händler ist kann und will ich nicht beurteilen).
Wie komme ich zu der Aussage:

    Das Keilwellenprofil geht nicht weit genug Richtung Kegelrad, wenn man im Lieferzustand alles montieren möchte, passt das Schieberad von Gang 1/2 nicht mahr drauf. Eine Anfrage per Mail mit Bildern der Situation blieb unbeantwortet. Auf telefonische Nachfrage wurde mir dann beschieden, ich hätte mich verschaut und solle doch erstmal alles zusammenbauen bzw. das Tragbild einstellen. Da ich dies bereits versucht hatte bzw. erledigt hatte blieb ich hartnäckig und beharrte auf Lösungsvorschlägen seitens des Herrn Schmieder.
    Nach mehreren Anrufen kam dann von ihm die Aussage, die Welle sei für eine spätere verstärkte Version des Getriebes.
    Wo da was verstärkt werden sollte ist mir zwar ein Rätsel, da so hauptsächlich Komponenten geschwächt werden. Was aber sein kann, dass die Änderung andere konstruktive Gründe seitens ZF hatte. Es kann aber auch sein, dass die Teile fehlerhaft gefertigt wurden. Was zutrifft kann ich jedoch nicht beurteilen, ich kenne mich in der Historie des Getriebes nicht aus.
    Als Lösung für mein Problem bekam ich dann den "Tipp" ich solle doch das Zahnrad so abdrehen, dass es passt, bzw. er hätte auch passend angefertigte für diese Version des Kegelrads. Da ich an den passenden Zahnrädern Interesse hatte versprach mir Herr Schmieder nach einem solchen Zahnrad zu schauen und mir ein Bild zu schicken. Nachdem ich dann zwei-drei Tage nichts gehört habe, rief ich erneut an. Herr Schmieder hatte dann plötzlich keine passenden Zahnräder mehr, sondern nur noch welche, die eine ca. 3mm Vertiefung hatten, wie mein Zahnrad. Ich solle halt das Zahnrad abdrehen. Ich bat ihn daraufhin, die Teile zurückzunehmen, da sie so nicht verwendbar waren und mangelhaft sind (=sie eignen sich mangels anderer Vereinbarung beim Kauf nicht für die übliche Verwendung, nämlich den Einbau in einem ZF Getriebe A6/6 von 1962, siehe auch §434 BGB). Dies lehnte Herr Schmieder ab mit dem Hinweis ich hätte ja bereits mit dem Einbau begonnen und die Teile sind damit nicht mehr neu.

Inzwischen habe ich noch zwei weitere Fehler/Mängel entdeckt:

    Das Keilprofil der Welle ist weich. Laut meinem Mechaniker kann ich das so nicht mal mit angepasstem Zahnrad verbauen, da sich die Gangräder in das Keilprofil quasi sofort (bei jedem Lastwechsel) einarbeiten würden und ich dann recht zeitnah nicht mehr sauber schalten könnte bzw. im ungünstigsten Fall durch die Kerben eine Sollbruchstelle entsteht die zum Verssagen der Welle (=abreißen derselben) und damit zu einem kapitalen Getriebeschaden führen kann.

    Der Lagersitz ist minimal zu groß, das Wälzlager wird zu stark vorgespannt was zu einem erhöhtem Verschleiß und vorzeitigem Ausfall des Wälzlagers führt.

Alle drei oben angeführten Mängel kann ich im Zweifel durch entsprechende Messungen belegen.
Bei zwei der Telefonate war außerdem zufällig ein Zeuge anwesend und das Handy auf laut, da ich im Auto unterwegs war.

Wie Eingangs bereits erwähnt, ich kann hier nur meine persönliche Erfahrungen mit diesem konkreten Einzelfall schildern, eine pauschale Aussage zur Teilequalität bzw. zum Geschäftsgebaren allgemein des besagten Händlers lässt sich hierdurch nicht treffen.

Joa, das ist der Stand der Dinge bisher. Momentan bin ich an Gebrauchtteilen aus dem Forum dran.
Wenn ich die gebrauchten Teile da habe und die montiert sind, mache ich nochmal Fotos die vor allem das Problem mit der Keilwelle verdeutlichen.
MfG
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Re: Bitte um Schadensbeurteilung

Beitragvon Eicher-Diesel-13 » 11.09.2017, 17:59

Hmmm komisch das binnen 3 Wochen hier 4 Leute im Forum auf die Schnauze gefallen sind mit besagtem Händler..... aber egal.

Wenn du fürs Getriebe noch was benötigst kannst dich melden, hab auch noch einiges hier liegen davon.


Mfg Tobi
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