Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Alle Anbauteile sowie die Bereifung des Traktors kommen hier hin.

Moderator: Traktorhof Team

eicher16freund
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Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon eicher16freund » 17.04.2018, 08:19

Hallo,
ich habe zwei Räder die sich nicht mehr drehen lassen.
Dazu habe ich mir einen Lösungsversuch ausgedacht - siehe Foto:
Eine Eisenstange läuft durch eine Öffnung in der aufmontierten Felge als Hebel über die Nabe der Achse. Am längeren Ende wird sie mit dem Wagenheber angehoben.
Meine Frage: Kann ich die Nabe so belasten, oder muss man fürchten, dass dabei etwas beschädigt wird?
Herzlichen Dank für jeden Hinweis.

eicher16freund
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BremstrommelLoesen.JPG
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon F20GH » 17.04.2018, 09:24

Hallo eicher16freund,

es ist zwar recht unwahrscheinlich, dass Du Dir mit dieser Konstruktion den Nabenhals abbrichst, aber theoretisch möglich ist es natürlich schon!
Um ehrlich zu sein finde ich Deinen Lösungsansatz GUT! Kann funktionieren, muss aber nicht.
Erfahrungsgemäß ist ein gezielter kräftiger Hammerschlag aufs Felgenhorn (mit Holzunterlage) oder auf die Flanke des Reifens auch zielführend.
Hatte regelmäßig das Problem bei meinem "alten" Pferdeanhänger. Den konnte ich mit festgebackener Bremse durchs halbe Dorf ziehen, das nützt gar nichts.
Vom Prinzip her leitest Du ja die Kraft in gleicher Richtung ein, als würdest Du den Anhänger einfach ziehen wollen, damit sich die Bremse löst - kann
funktionieren, glaube ich aber ehr nicht.
Leg mal ein Kantholz von außen gegen Reifen und / oder Felge, nimm den 10 kg Meinungsverstärker ....

Gruß, Jörg.
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon jweitzel » 17.04.2018, 12:20

Sorry, ich tippe eher, dass Du den ganzen Wagen an dieser Stelle einfach hochhebst. Die Kraft, die Du bei dieser Konstruktion aufbringen kannst, kann nicht mehr sein, als der Wagen auf dieses Rad lastet.

Grüße von Johannes
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon F20GH » 17.04.2018, 12:33

Die Kraft, die Du bei dieser Konstruktion aufbringen kannst, kann nicht mehr sein, als der Wagen auf dieses Rad lastet.


Stimmt, und das muss ja auch gar nicht sein!
Die Gewichtskraft des Wagens wirkt ja nur senkrecht nach unten, und eicher16freund lässt hier ein Drehmoment wirken - wie schon vorhin geschrieben: guter Ansatz!

Gruß, Jörg.
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon Deutz 4006 » 17.04.2018, 18:09

Falls es den Wagen hebt kann man ihn ja zusätzlich mit etwas Ladung beschweren.
Viele Grüße

Simon


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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon schlütersim » 20.04.2018, 00:03

So ein ähnliches Problem hatte ich auch.

Hier hab ich gepumpt und gepumpt... bis ich mal sah, dass ich den ganzen Bock knapp 10cm hochgedrückt habe:
Bild



Auf diese Weise Nabe blockiert und dreimal mit dem kurzen Dicken auf die 12 und die Mutter hat sich gelöst:

Bild
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon eicher16freund » 22.04.2018, 07:25

Hallo,
bis jetzt hat sich nichts bewegt. Nicht mit hämmern, nicht mit erhitzen und nicht mit hebeln.
Beim Hebeln habe ich nochmal etwas umgebaut, so dass ich die Nabe nicht belaste. Es hat den Wagen hochgehoben, der immerhin 3 Tonnen wiegt. Auch wenn nur ein Teil dieses Gewichts auf das Rad wirkt, war das schon ziemlich viel Kraft.
jetzt weiß ich nicht mehr weiter. Mir ist auch gar nicht klar, wie die Trommel dann abgezogen würde.
Habt ihr noch eine Idee?
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TrommelInnen.JPG
Trommel innen
TrommelAussen.JPG
Trommel außen
Hebel.JPG
Hebel durch die Felge
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon F20GH » 22.04.2018, 09:55

Hallo eicher16freund,

such doch auf der Achse mal nach dem Typenschild, dann registrierst Du Dich bei BPW für den Agrarbereich, und bekommst Zugang zu den
verfügbaren Ersatzteillisten sowie Explosionszeichnungen. Mit etwas Glück ist Dein Typ dort gelistet und Du hast alle Informationen, Die Du benötigst.

Was mich wundert ist, dass in der Trommel keine Gewindebohrungen zu sehen sind, mit deren Hilfe man die Trommel abdrücken könnte.

Gruß, F20GH.
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon PD108 » 22.04.2018, 10:59

Hallo,
wenn ich mir Bild 2 (der letzten 3) anschaue, sieht es fast so aus als ob die Radbolzen an der Nabe befestigt sind :roll: :?:
Dann wird das natürlich so wie in Bild 3 nichts, da die Radmuttern die Trommel halten.

mfg
Andreas
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon F20GH » 22.04.2018, 16:32

Äh, Andreas,
wo sollen denn die Radbolzen sonst befestigt sein, wenn nicht an der Radnabe?
Etwa an der Bremstrommel...?
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon eicher16freund » 22.04.2018, 16:43

Hallo,
ich blicke jetzt gerade auch nicht mehr ganz durch.
Mir ist nach wie vor nicht klar, wie man diese Bremstrommel abzieht, selbst wenn sie lose wäre.
Sie hat keinerlei Ansatzpunkt. Von hinten Klopfen geht nicht, weil die Abdeckung darüber ragt.
Kann ich noch versuchen am Bremsgestänge zu zerren, damit sich etwas löst?
BPW ist nur für Gewerbetreibende, oder?

mfg, eicher16freund
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon F20GH » 22.04.2018, 18:25

BPW ist nur für Gewerbetreibende, oder?


Ja, so steht es geschrieben, aber Du bekommst dennoch einen Zugang - es fragt Dich
keiner nach Deiner Umsatzsteuer-Nr ... .
(Habe mich dort schon vor längerer Zeit registriert, der Account funktioniert nach wie vor,
obwohl ich auch kein Gewerbe angemeldet habe)

Gruß, F20GH.
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon +Matthes+ » 22.04.2018, 19:13

Da jibbet nur eins, rohe Gewalt.
Erst mal Bremsgestänge abbauen und sicherstellen, daß das lose (nicht betätigt) ist. Funktioniert auf Zug, oder?
Kann man auf dem Bild nicht erkennen. Eventuell Gestänge mal vorsichtigt an der Ankerplatte rein schlagen.
Dann Staubkappe runter und vorderes Radlager raus. Aus Flacheisen zwischen je 2 Radschrauben "Brücken" anfertigen.
Am besten 3 Stück. Nun kannst du schon mal versuchen durch einen ordentlichen Hebel und Manpower unter einer dieser Brücken die Trommel
inkl. Nabe auf der Achse zu "verkanten".Von oben nach unten, denn hier liegen anhand der Betätigung die Bremsbacken. Dabei nicht zu zaghafte Hammerschläge auf den Umfang der Bremstrommel, oben und unten. Dann sollten sich die Backen von der Trommel lösen.
Anschließend kannst du unter einer hydraulischen Presse Trommel und Nabe trennen.
Probier das mal aus.
Viel Erfolg
Gruß +Matthes+
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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon Deutz 4006 » 22.04.2018, 21:36

Hallo,

F20GH hat geschrieben:Äh, Andreas,
wo sollen denn die Radbolzen sonst befestigt sein, wenn nicht an der Radnabe?
Etwa an der Bremstrommel...?


Es gibt auch Achsen, bei denen die Bremstrommel zusammen mit der Radnabe eine Einheit bildet, und man diese mit der Nabe abnimmt. Das ist bei den PKW-Anhängerachsen oft so, aber auch mein Kipper mit 3,2 t Achsen (Achsen von Peitz Bj. 80) hat die Trommeln als Einheit mit der Nabe. Da könnte man die Kronenmutter lösen und über die Felge mit dem Vorschlaghammer (mit Kantholz als Schutz) versuchen die Trommel runterzubringen. Diese BPW-Achse ist aber dem Bild nach nicht so, da geht die Trommel unabhängig von der Radnabe ab, wie beim Deutz 4006. Allerdings müsste es trotzdem gehen, wenn man die Kronenmutter löst und dann über (die dann montierte) Felge und Reifen mit dem großen Hammer etwas nachhilft. Evtl. kann man noch versuchen vorher mit ein paar Schlägen auf die Trommel die festgerosteten Beläge zu lösen.
Viele Grüße

Simon


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Re: Bremstrommel lösen mit Wagenheber

Beitragvon Bungi81 » 23.04.2018, 07:08

Moin,

mein Ansatz wäre: Alles, was sich lösen lässt, lösen... Im schlimmsten (oder besten) Fall kommt alles als Paket runter. Dann kann man aber mit einer hydraulischen Presse arbeiten bzw. vorher alles in ein rostlösendes Medium einlegen.
Je nach Konstruktion bekommst du vermutlich auch die Möglichkeit, die Bremstrommel gegenüber der Ankerplatte (wenn die so heißt - ich meine die Scheibe, an der die Bremsbacken fixiert sind und die wiederum an der Achse angeschraubt ist) zu verschieben, was zum Lösen beitragen kann.
Also zuerst die Staubkappe ab und dann die Kronenmutter lösen. Wenn sich jetzt noch nichts bewegt, würde ich rückseitig das Bremsgestänge lösen und eben die "Ankerplatte" lösen - irgendwas wird sich dann bewegen!
Gruß, Stefan

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