Zahnrad aufschweißen

Alle Probleme und Fragen, die nicht in die anderen Werkstattforen passen bitte hier rein.

Moderator: Traktorhof Team

Benutzeravatar
Markus.
Monteur
Monteur
Beiträge: 676
Registriert: 25.08.2008, 20:10
Wohnort: Oberfranken

Zahnrad aufschweißen

Beitragvon Markus. » 08.02.2010, 23:06

Hallo,

ich wollte mal fragen, welche Elektroden ihr mir empfehlen würdet, um zwei Zähne des Tellerades vom Schwader aufzuschweißen? Es sind nämlich zwei ausgebrochen und ein neues lohnt sich nicht (509 (!) Euro)
Gruß

Markus
Google Werbung
Sponsor
Registriert: Mi 18. Juni 2003, 00:00
Wohnort: Internet

Werbung

Beitragvon Google Werbung » Automatisch

Benutzeravatar
ihcpower
Monteur
Monteur
Beiträge: 659
Registriert: 27.04.2006, 07:57
Wohnort: Baden Württenberg

Beitragvon ihcpower » 09.02.2010, 07:45

Hallo Markus

Das kannst du vergessen denn erstens verändert sich durch das Schweißen das Gefüge von den Zahnrädern.
Und zweitens so genau bringst du die Nähte nie verschliffen daß diese wieder sauber in einander laufen.
Drittens wirde die Oberfläche beim Schleifen mit dem Winkelschleifer nie die Qualität von einer Maschinen geschliffen Oberfläche haben und dadurch schneller wieder verschleißen.
Da kann ein Schlachtschwader günstiger sein, vorrausgesetzt dass die Räder noch einigermassen in Ordnung sind.

m.f.G.ihcpower
Ferguson35x
Aushilfsschlosser
Aushilfsschlosser
Beiträge: 236
Registriert: 15.07.2008, 18:33

Beitragvon Ferguson35x » 09.02.2010, 08:46

ihcpower hat geschrieben:Hallo Markus

Das kannst du vergessen denn erstens verändert sich durch das Schweißen das Gefüge von den Zahnrädern.
Und zweitens so genau bringst du die Nähte nie verschliffen daß diese wieder sauber in einander laufen.
Drittens wirde die Oberfläche beim Schleifen mit dem Winkelschleifer nie die Qualität von einer Maschinen geschliffen Oberfläche haben und dadurch schneller wieder verschleißen.
Da kann ein Schlachtschwader günstiger sein, vorrausgesetzt dass die Räder noch einigermassen in Ordnung sind.

m.f.G.ihcpower


Hast du ib obigen beitrag irgend was von einem winkelschleiffer gelesen ??also ich nicht!das mit der gefüge veränderung wurde letztens im thema um die achsschenkel besprochen!wenn du das teil nicht abschreckst sondern einfach auskühlen lässt passiert rein gar nichts!"
Benutzeravatar
Markus.
Monteur
Monteur
Beiträge: 676
Registriert: 25.08.2008, 20:10
Wohnort: Oberfranken

Beitragvon Markus. » 09.02.2010, 09:41

Dass sich das Gefüge verändert ist mir schon klar, dem kann man aber notfalls auch etwas mit vorwärmen und ganz langsam abkühlen entgegen wirken. Bearbeiten werd ich es eh mit der Feile, da bring ich das schon halbwegs genau hin.
Das Problem bei einem Schlachtschwader ist halt, dass die meistens genauaus dem Grund hergegeben werden, weil die Zahnräder kaputt sind.
Es ist ja auch nicht so, dass der noch jedes Jahr hunderte von Hektar schwaden muss...
Gruß



Markus
Google Werbung
Sponsor
Registriert: Mi 18. Juni 2003, 00:00
Wohnort: Internet

Werbung

Beitragvon Google Werbung » Automatisch

hans-im-glück
Kleinstbauer
Kleinstbauer
Beiträge: 104
Registriert: 11.09.2007, 13:26

Beitragvon hans-im-glück » 09.02.2010, 10:32

Ferguson35x hat geschrieben:das mit der gefüge veränderung wurde letztens im thema um die achsschenkel besprochen!wenn du das teil nicht abschreckst sondern einfach auskühlen lässt passiert rein gar nichts!"


Hallo,
ich verrat dir was: DU bist auf dem Holzweg !
Schweißen verursacht immer eine Gefügeveränderung.

Ganz sicher verursacht schweißen eine Gefügeveränderung bei gehärteten, somit auch bei Oberflächen gehärteten Zahnrädern.

Selbst wenn du wüsstest aus welchem Material das Zahnrad ist, ob nun ein Einsatzstahl oder ein Nitrierstahl oder etc... verwendet wurde,
selbst wenn du dementsprechend mit der gleichen Materialgüte auf schweißen würdest, ein Gefüge Veränderung gibt es immer und du bekommst niemals die gleiche Härtegüte auf dein Schweißgut wie das Zahnrad selbst auf weißt.
Je mehr Wärme Energie du in das Werkstück eingibst, umso mehr verändert sich das Gefüge.
Als Grobe Faustregel gilt, alle Bereiche die über ca. 180-200 Grad warm werden ( ab 180 Grad befindet man sich in der Zone der Anlasstemperaturen ) werden durch das Schweißen einer Gefügeveränderung ausgesetzt und sind nach dem schweißen weicher als vorher.



Mach dich erst mal Sachkundig,
besuche vorher Lehrgänge / Seminare über Werkstofftechnik, bzw. über Reparaturschweißtechniken,
bevor du irgendwem hier was völlig haltloses erzählst!
hans-im-glück
Kleinstbauer
Kleinstbauer
Beiträge: 104
Registriert: 11.09.2007, 13:26

Re: Zahnrad aufschweißen

Beitragvon hans-im-glück » 09.02.2010, 10:39

Markus. hat geschrieben:Hallo,

ich wollte mal fragen, welche Elektroden ihr mir empfehlen würdet, um zwei Zähne des Tellerades vom Schwader aufzuschweißen? Es sind nämlich zwei ausgebrochen und ein neues lohnt sich nicht (509 (!) Euro)


Ich frag mich wie man auf solche Ideen kommt.

Hast du dich jemals mit der Frage beschäftigt warum ein Zahnrad so aussieht, bzw. warum sich diese Form der Evolvente als häufigste Zahnform vorzufinden ist und nicht mehr diese Zahnräder verbaut sind, wie man sie zum Teil noch in Windmühlen vorfindet ?
http://www.jswis.de/Foehr/blog/images/2 ... rixum1.jpg

Wenn ja, dann hättest du diese Frage nie gestellt !

Abgesehen von der bereits zuvor beschriebenen Problematik der Materialbeschaffenheit, stellt sich dann die Frage wie du diese komplizierte Form der Evolvente auf deinen geschweißten Zahn in der für Zahntriebe notwendigen Genauigkeit wieder aufbringen möchtest ?

Hast du etwa eine Handgeführte bzw. optische überwachte Profilschleifmaschine?
Oder hast du sogar eine CNC-gesteuerte Profilschleifmaschine ?
Zuletzt geändert von hans-im-glück am 09.02.2010, 10:48, insgesamt 1-mal geändert.
pastorius
Sehr Interessierter
Sehr Interessierter
Beiträge: 56
Registriert: 21.10.2007, 18:16
Wohnort: westerwald

Beitragvon pastorius » 09.02.2010, 10:46

ich stimme meinem vorredner zu man kann sich da was hinproffen aber das wird niemals so gut wie orginal. der aufwand wäre vie zu gross.
aber nur so nebenbei, stahl gilt als schweissbar bis 0,22% kohlenstoff härtbar erst ab 0,2% kohlenstoff also schliesst sich schon rein logisch ein aufschweissen aus.
klas gibt es mittel und möglichkeiten das zu machen aber dann kannst du dir das bauteil neu kaufen.
Ingo_H
Sehr Interessierter
Sehr Interessierter
Beiträge: 54
Registriert: 18.08.2007, 18:52
Wohnort: Korschenbroich

Beitragvon Ingo_H » 09.02.2010, 14:33

Hm bin gerade am Rätseln warum hier alle so negativ denken..

Bei moderenen Zahnrädern mit geringen
Toleranzen bzw hohen geschwindigkeiten kann man das aufschweißen vergessen das ganz klar.
Dennoch sollte es beim Schwader durchaus machbar sein 1 oder Zwei Zähne aufzuschweißen da hier wohl kaum Toleranzen im Hunderstel Bereich sind.
Elektroden gibt es auch, es gibt zu fast jedem werkstoff die Passende Elektrode.

http://www.weldit.de/pdf/7.pdf

Hier mal eine Anleitung war der erste link bei Googel :)

Auf der Home gibt es sogar einen Shop um Elektroden zu kaufen.
Benutzeravatar
Markus.
Monteur
Monteur
Beiträge: 676
Registriert: 25.08.2008, 20:10
Wohnort: Oberfranken

Beitragvon Markus. » 09.02.2010, 14:43

Ja, genau den Link kenn ich, aber um Guss handelt es sich nicht. Und Gusseisen kann man auch schweißen (obwohl Gusseisen einen C-Gehalt von über 2,06% hat.) und das hält auch...
Ich tippe mal drauf, dass es sich um einen Einsatzstahl handelt.
Im übrigen wollte ich keine Diskussion über den Sinn der Aktion lostreten, sondern wissen, welche Elektroden ihr empfehlen würdet.
Dass man durch das Schweißen das Gefüge verändert weiß ich, dass das Zahnrad auch nicht mehr die Festigkeit hat wie ein neues ist auch klar. Außerdem wird es sicherlich auch keine Genauigkeit im 100stel Bereich haben. Das spielt aber bei einem Schwader keine Rolle. Es handelt sich dabei ja nicht um ein Hochpräzesionsgerät.
Gruß



Markus
Benutzeravatar
normag1970
Monteur
Monteur
Beiträge: 502
Registriert: 21.12.2004, 11:45
Wohnort: Edewecht

Beitragvon normag1970 » 09.02.2010, 15:50

Im übrigen wollte ich keine Diskussion über den Sinn der Aktion lostreten, sondern wissen, welche Elektroden ihr empfehlen würdet.

Hallo Markus dann solltes du auch nicht solche Fragen stellen.
Weil so eine Frage kann man am PC nicht beantworten.
hans-im-glück
Kleinstbauer
Kleinstbauer
Beiträge: 104
Registriert: 11.09.2007, 13:26

Beitragvon hans-im-glück » 09.02.2010, 17:30

pastorius hat geschrieben: man kann sich da was hinproffen aber das wird niemals so gut wie orginal.


Ich füge noch hinzu, welche Qualifikation hat denn der Schlosser der das aufbruzzelt und den Zahn anschließend nachfriemelt ?


Mir fällt bei diesem Thema ein Sprichwort ein:
Glücklich sind die dummen !

Das heißt nicht das ich behaupte das hier jemand dumm ist, sondern das sich mangels Erfahrung erst überhaupt nicht genügend Respekt vor dieser Zahnradtechnik einstellt.
Wer weiß wie ein Zahnradprofil funktioniert, der zieht eine solche Zahnradschweißreparatur erst überhaupt nicht in Betracht.

Der genannte Beitrag aus der Zeitschrift Profi ist doch der Gipfel an Unverfrohrenheit. Mit einer Pappschablone das Zahnprofil auf Verwendbarkeit überprüfen, lächerlich !

Was man am Ende davon hat lesen wie hier:
Es wird bei einem Schwader für noch möglich gehalten, weil es ein langsam laufendes Getriebe ist.

Da frag ich doch mal in die Runde bzw. gerade den Themenstarter:

Wo ist den definiert was ein Langsamlaufendes und was ein Schnelllaufendes Getriebe ist ?
Ist ein Zahnrad mit Ø300 und 100/min ein Langsamläufer
und ein Zahnrad mit Ø50 und 600/min ein Schnellläufer ?
Benutzeravatar
Traktorsammler
Ingenieur
Ingenieur
Beiträge: 905
Registriert: 08.01.2010, 13:57
Wohnort: Im schönen Bodenseekreis

Beitragvon Traktorsammler » 09.02.2010, 17:41

Hallo,

es kommt drauf an ob es gegossen ist oder nicht, wenn es nicht gegossen ist reicht eine normale Elektrode, sonst eine spezielle Gusselektrode. Wenn du es richtig machst hebt das geschweißte Zahnrad lange.
Hat ein Bekannter bei seinem Fendt 203 V auch gemacht als ein Zahn vom Gangrad im Gertriebe abgebrochen ist.
Hatt natürlich gleich ein neues bestellt aber noch nicht eingebaut da geschweißte bis heute hält, und er benutzt den Schlepper jeden Tag für seinen Obst und Hopfen Betrieb. :wink:
Unsere Fahrzeuge:
IHC 423
IHC 644
IHC 1246
MAN 4S1
MAN 4N2
Allgaier A 22
Eicher ES 400
Eicher EM 235 S
Hanomag R 19
Bungartz T 5
Lanz D 2816
Ford 5000
Holder B 10
Unimog U 1200
Hanomag-Henschel/Mercedes L307



Und, und, und
maxe
Schlosser-Experte
Schlosser-Experte
Beiträge: 469
Registriert: 29.08.2009, 14:20
Wohnort: Hatten

Beitragvon maxe » 09.02.2010, 17:53

Moin!
Sag mal "Hans-im-Glück" in welchem gläsernen Ingenieurs-Turm lebst Du eigendlich?? Mach mal ein paar Wochen Praktikum in einer normalen Landmaschinenwerkstatt! Ich glaube da werden Dir die Augen ausfallen :o
Schonmal was von "landwirtschaftlicher Luft" gehört? So eine Zahnradpaarung bei nem Schwader, zumal bei so einem alten Hund, ist in der Regel mit genügen Luft ausgestattet, dass man es behutsam nacharbeiten kann.
Das heißt nicht das ich behaupte das hier jemand dumm ist, sondern das sich mangels Erfahrung erst überhaupt nicht genügend Respekt vor dieser Zahnradtechnik einstellt.
Wer weiß wie ein Zahnradprofil funktioniert, der zieht eine solche Zahnradschweißreparatur erst überhaupt nicht in Betracht.


Hää? Was glaubst Du wohl, wenn da so ein alter Bauer kommt und Ich dem sage, ja das muss alles neu, weil sonst das Zahnradprofil nicht mehr funktioniert! Der kommt nie wieder!! Und deswegen musst Du nicht behaupten, dass solche Schlosser (mich eingeschlossen), die sowas flicken,weniger qualifiziert sind wie Ihre teiletauschenden Kollegen!


Ich würde eine normale günstige Stahlelektrode nehmen.

MfG Maxe
"Do wat du wullt, de Luet snakt doch"
Benutzeravatar
Traktorsammler
Ingenieur
Ingenieur
Beiträge: 905
Registriert: 08.01.2010, 13:57
Wohnort: Im schönen Bodenseekreis

Beitragvon Traktorsammler » 09.02.2010, 17:59

Hallo maxe,

Bin ganz deiner Meinung :D
Unsere Fahrzeuge:
IHC 423
IHC 644
IHC 1246
MAN 4S1
MAN 4N2
Allgaier A 22
Eicher ES 400
Eicher EM 235 S
Hanomag R 19
Bungartz T 5
Lanz D 2816
Ford 5000
Holder B 10
Unimog U 1200
Hanomag-Henschel/Mercedes L307



Und, und, und
Benutzeravatar
Kermit
Monteur
Monteur
Beiträge: 624
Registriert: 25.12.2006, 15:06
Wohnort: 38368
Kontaktdaten:

Beitragvon Kermit » 09.02.2010, 20:03

Nabend,
Ich bin auch Maxes Meinung, wenn das kein Guss ist dann Schweiß das auf und Feil es zurecht. Einfach Schweißraupe auf Schweißraupe, langsam auskühlen lassen und dann mit der Feile ran. Klar, ein gefrästes Ersatzteil läuft wesentlich besser aber das darfst du bei dieser Art von Reparatur nicht erwarten - Für ein neues Teil kann man sich bald einen ganzen Heuwender kaufen.
Einen Versuch ist es allemal Wert.
Gruß,
Alex

Eicher fahren, Kraftstoff sparen! Trink dafür, noch ein Bier!

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste