Restauration Güldner G45AS

Alles über den Wiederaufbau und die Restaurierung eures Schmuckstücks.

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Markus.
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 12.12.2012, 20:56

@ Seby, ja, das hat mein Instandsetzer auch gemeint...

Mittlerweile hab ich mal wieder ein neues Problem, das ich aber schon fast befürchtet habe, mit dem was ich schon über die VA-Einspritzpumpen gehört habe:

Wir hatten die Pumpe mal auf dem Prüfstand. Unter Last gibt es keine Probleme, da läuft sie wunderbar, nur die Startmenge bringt sie nicht mehr richtig. Das heißt, da ist wohl der Verteilerkörper verschlissen. Etz gibt es mehrere Möglichkeiten, die ich habe:

- Erst mal nichts machen und schauen, wie er so anspringt.
- Austauschpumpe kaufen -> sauteuer, hab ich also nicht vor
- Pumpe reparieren lassen -> es gibt wohl einige Firmen, die das können, auch nicht ganz billig
- eine gute gebrauchte auftreiben (was zahlt man für sowas ungefähr?)
- Auf Reiheneinspritzpumpe umbauen (Stirnraddeckel mit Regler hätte ich von einem 3L79 Motor da, Pumpe könnte ich auch bekommen, aber da weiß ich auch nicht, wie sie ist.
Achja, drin ist eine EP/VA 4/100H1000R112. Mal schauen, vielleicht hat ja jemand von euch schon Erfahrung, welche Möglichkeit die günstigste ist...
Gruß

Markus
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güldner-g45s
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon güldner-g45s » 13.12.2012, 17:09

ich hab einen guten bekannten der früher beim bosch dienst gearbeitet hat und nun in rente ist.
der hat nen prüfstand etc. zuhause.

bei interesse schick mir einfach eine PN
schreckgespennst für korrintenkacker :-)

ich hab nichts übrig für unbefriedigte jammerlappen ;-)
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 30.12.2012, 21:07

So, endlich komm ich mal wieder dazu zu berichten, was sich in letzter Zeit getan hat:
Mittlerweile hab ich meine Teile wieder vom Motoreninstandsetzer zurück und bin am zusammenbauen. Leider brauch ich noch ein paar Ausgleichsscheiben zum Einstellen des Spaltmaßes, deswegen konnte ich bisher nur "untenrum" arbeiten:

Bild
So, Nockenwelle und Kurbelwelle sind drin.

Das Zwischenrad wurde auch gleich mit neu gelagert:

Bild

Erstmal musste ich mir Dichtungen für die Ölwanne und die Räderverschalung schneiden. Dazu hab ich erstmal die Umrisse aufgezeichnet und ausgeschnitten, danach hab ich die Dichtfläche mit Öl bestrichen und auf das ausgeschnittene Papier gelegt. Jetzt kann man die innere Begrenzung ausschneiden und die Löcher ausstanzen. Meistens sind die Löcher dann auch da, wo sie sein sollen...

Bild
Umriss Räderverschalung

Bild
Fertig und mit etwas Dichtungsmasse angeklebt, damit man das ganze leichter montieren kann.

Bild
Dichtung Ölwanne

Bild
Die Stirnräder sind richtig eingestellt, die Ölpumpe montiert, jetzt kann die Räderverschalung (Mit neuem Kugellager für die Nockenwelle und Wedi) montiert werden:

Bild

Bild
Die Stösselstangenschutzrohre hab ich mit Hochhitzelack lackiert und die neuen O-Ringe aufgezogen.

Nebenbei hab ich die Plusgrade und den Sonnenschein genutzt, um die Vorderachse und den Vorderachsbock zu lackieren:
Bild
Gruß



Markus
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 07.01.2013, 22:59

So, es hat sich wieder mal was getan:

Bild
Die gehohnten Büchsen mit neuen O-ringen

Bild
Die neuen Kolben, rechts das Kolbenringspannband. Wir haben die Kolben zunächst auf der Werkbank in die Zylinder eingeführt und dann komplett in den Block eingesetzt.

Bild
Dazu haben wir den Block auf die Seite gelegt, da kann man schön von oben und von unten arbeiten.

Bild
So komplett. Die Kupplungsglocke ist auch dran, jetzt muss nur noch das Spaltmaß überprüft werden, dann können auch schon die Stösselstangen und die Kipphebel montiert werden, damit ich die Ventile einstellen kann.

Bild
Außerdem haben wir die Vorderräder von den Felgen gezogen und ich hab die Felgen schon mal grundiert.
Jetzt muss ich mir langsam Gedanken machen, welche Reifen ich drauf mache, Radial- oder Diagonalreifen und vor allem von welchem Hersteller. Von den Radialreifen wären für hinten die 14.9R28 von Mitas recht günstig, ist halt die Frage, ob die was taugen.

Außerdem muss natürlich der Abrollumfang von vorne und hinten auch zur Getriebeübersetzung passen, da gibts ja stellenweise ganz schöne Unterschiede von Hersteller zu Hersteller. Weiß jemand zufällig das Allradübersetzungsverhältnis vom G45AS, da hab ich leider nichts gefunden.
Gruß



Markus
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Sierra » 08.01.2013, 07:45

Tipp: Runde Löcher für Bohrungen in Dichtungen kriegt man, indem man alte Kugellager killt und die ungefähr passende Kugel auf die Dichtung übers Loch legt und mit dem Hämmerchen mit Gefühl auf die Kugel haut. Das stanzt die Bohrung aus.

Gruß
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon 3085 » 08.01.2013, 15:50

Zum Übersetzungsverhältnis:
Im Regelfall haben die alten Schlepper genug Vorlauf, da brauchst du dir um Reifenkombinationen keine Gedanken machen. Habe das bei anderen Größen schonmal nachgerechnet, da kam ich auf Abweichungen von ca. 0,25%. Kannst du also getrost vernachlässigen.
Schonmal daran gedacht breiter zu Bereifen? Auf dem Schlepper kannst du vorne 280er fahren, sieht echt gut aus!

Zur Reifenmarke: Mitas ist kein schlechter Reifen, hab aber mit BKT deutlich bessere Erfahrungen gemacht, zu nennen ist da Verschleiß und Fahrkomfort. Preislich sind da geringe Unterschiede.
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 08.01.2013, 16:59

@Michael, danke für den Tip, aber die unrunden Löcher hatten 16mm Durchmesser, da hab ich nix passenderes gefunden außer einer Nagelschere. Die anderen Löcher hab ich mit dem Locheisen gestanzt.

@3085: Alles klar, dann brauch ich da praktisch keine Angst haben. Ein Übersetzungsverhältnis wäre nur gut fürs Gewissen ;-)
Für vorne wurden wurden mir Kleber 250/80R18 angeboten, die wären ja auch ein bisschen breiter. Brauch ich für die 280er nicht eine andere Felge auch?
Vorne ein bisschen breiter wäre schon nicht schlecht, aber nicht mehr orginal...
Ich tendiere auf jeden Fall eher zu Gürtelreifen als zu Radialreifen.
Gruß



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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon 3085 » 08.01.2013, 21:04

Gürtelreifen und Radialreifen sind das gleiche... :wink:
Kannst du mir die originale Größe der Reifen auf der Vorderachse geben? Ich kann dir die Umschlüsseln. Wichtig ist, dass du den Abrollumfang nicht radikal veränderst. Solange du dich aber innerhalb einer Standartgröße bewegst ist das nicht schlimm.

Es gibt verschiedene Querschnitte, der "normale" Querschnitt, also von einem Reifen mit alter Größenbezeichnung ist 85, mir bekannt ist noch 75, 70, 65 und 60. Der Querschnitt gibt das prozentuale Verhältnis zwischen Breite und Flankenhöhe an, also ein 420/85R38 (16.9R38) hat also 420mm Breite, und 85% der 420mm als Flankenhöhe. Breitere Varianten davon wären z.B. 480/70R38 oder 520/65R38. Die Höhe bleibt aber (annähernd) gleich.
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 08.01.2013, 21:29

Ja, sowas blödes, ich meinte natürlich Gürtelreifen/Radialreifen statt Diagonalreifen...
Was die Bezeichnungen bedeuten weiß ich schon, aber dass der normale Querschnitt 85 ist, wusste ich noch nicht, scheint aber logisch, schließlich werden die am häufigsten angeboten...
Jetzt sind vorne 7.50-18 drauf, das dürfte 210/85R18 entsprechen. Die 250/80R18 von Kleber wären demnäch ein bisschen breiter, aber vom Abrollumfang her sinds nur ein paar Millimeter die sich ändern.
Gruß



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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon 3085 » 09.01.2013, 23:16

Also laut meiner Tabelle sind 260/70R18, 280/70R18 und 320/65R18 möglich. Warum sich bei den ersten beiden der Querschnitt nicht ändert?? Scheint nicht viel Unterschied zu sein.

250er Dimension kenn ich garnicht.

Ein Vereinskollege hat seinen Königstiger Allrad vorne mit 280/70R18 bereift, sieht sehr gut aus!
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Ponchen » 10.01.2013, 01:24

Sehr schön dein 45er! Ich bin zuversichtlich das mein Getriebe nächste woche komplett fertig wird. Habe bis auf ein Zahnrad alles beisammen seit gestern. Liege bloß diese Woche flach mit Bronchitis! :weinen:

Was die Reifen angeht, da habe ich auch überlegt. Bin aber zu dem Schluss gekommen das andere Räder irgendwie nicht zum Trecker passen. Deswegen werde ich die originalen wieder drauf machen. Das einzige was mir dabei nicht gefällt sind die vorderen Felgen. Die sehen so nach "Schüssel" aus. Vielleicht steck ich sie einfach auf "breit" um, oder hole mir welche mit andere Einpresstiefe.

Was für Kolben hast du verbaut, bzw. woher sind die Ersatzteile für deinen Motor? Original oder Nachbau?


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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 10.01.2013, 22:33

Die Reifen heißen Kleber Super Vigne und haben sich wohl vor allem im Weinbau bewährt. Wir haben doch viel Hänge, da sind etwas bessere Reifen schon von Vorteil.
Ich glaub schon, dass die 280er auch gut ausschauen würden, aber soweit wollte ich eigentlich von der originalen Bereifung nicht weg.

Aja, schön zu hören mit dem Getriebe. Ich hoffe du stellst auch wieder ein paar Bilder ein. Ich glaub ich schau meins gar nicht groß an, bei der Probefahrt ist mir nichts außergewöhnliches aufgefallen.
Die Kolben hat mir mein Instandsetzer besorgt, es steht HGM drauf, mal schauen, ob die auch 8000 Stunden halten. Die Pleuellager waren jedenfalls von Granit. Ich verlass mich da mal auf den Instandsetzer, wenn man im Internet kauft, weiß man ja auch nicht, was man kriegt.
Original wird man wohl nichts mehr kriegen. Die die drin waren hatten noch das Güldner "G" drauf.
Gruß



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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Ponchen » 10.01.2013, 22:45

Hmm, HGM sagt mir nichts. Ja, sei schlau und lass das Getriebe zu! :roll:

Hab die letzte Zeit mit den Einstelldichtungen vom Allradabtrieb gekämpft. Das sind die Blechdichtungen zwischen den beiden Gehäuse. Die sahen wild aus, und sie sind nicht mehr lieferbar. Also hieß es klopfen und schleifen.... Ganz tolle Arbeit. Aber ich will ja das die Gehäuse plan aufeinander liegen und auch das Zahnrad ungefähr das richtige Spiel hat. Ist zwar nicht so schön wie neue und perfekt glatte Dichtungen, aber vorher sahen die noch wilder aus, und es hat Jahre so gehalten. Wahrscheinlich hab ich das wieder zu genau genommen...

Wenn ich mir nur nicht immer solche Sorgen machen würde! :mrgreen: :weinen:

Das Problem mit den Reifen kenne ich. Und bei mir wäre auch 280/65R18 vorne das nächst breitere. Da zwischen gibt es wohl nichts. Oder du musst einfach mal zum Reifenspezi fahren.

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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 10.01.2013, 23:01

Sagt mir eigentlich auch nix, aber die haben gemeint, dass sie damit keine schlechten Erfahrungen gemacht haben, naja, wird sich zeigen.

Ja, das mit dem zuviele Gedanken machen kenn ich. Ich hab jetzt das Zahnrad mit der Hohlwelle von der Zapfwelle vorne am Getriebe neu gelagert, weil mir da das Spiel ein bisschen groß erschien. Innen drin ist da noch ein Nadellager, das die Getriebeeingangswelle lagert und da sieht die Lauffläche in der Hohlwelle nicht mehr so super aus. Sieht aus wie Abdrücke von den Nadeln. Da werd ich mir wohl eine Büchse oder so reinbasteln müssen.
Dann reicht es aber hoffentlich auch ;-)
Bei den anderen Lagern konte ich jetzt kein merkliches Spiel ausmachen.
Gruß



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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Ponchen » 10.01.2013, 23:07

Tja man macht sich so seine Gedanken. Das kommt daher das Ersatzteile für die Allradler fast garnicht mehr vorhanden sind. Zahnräder kann man immer nachbauen lassen, aber wenn es die Vorderachse oder das Getriebegehäuse erwischt... :o

Ja, den Fehler, den du beschreibst, kenne ich! :wink:

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