Restauration Güldner G45AS

Alles über den Wiederaufbau und die Restaurierung eures Schmuckstücks.

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Markus.
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 14.01.2013, 22:41

So, viel hat sich noch nicht getan, da zur Zeit optimales Wald-Wetter ist, aber zumindest sind vom Hinterteil mal die Kotflügel und die Räder runter gekommen:

Bild

Bild

Das Getriebe hab ich auch mal aufgemacht:
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Was mir gar nicht gefällt: Zwei, drei Zähne der Schaltzahnräder sind rostig, da war wohl mal Wasser im Spiel. Mit ganz feinem Nasschleifpapier lässt sich zwar der oberflächliche Rost entfernen, aber es haben sich schon feine Grübchen gebildet. Jetzt stellt sich halt die Frage, nur vorsichtig den Rost entfernen, oder schauen, dass man andere Zahnräder bekommt?
Grübchen können ja der Anfang von Zahnbrüchen sein...
Gruß

Markus
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Sierra
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Sierra » 15.01.2013, 07:25

Ich würd mir da keine Gedanken machen und auch nur den oberflächlichen Rost entfernen. Wenn Du ihn künftig nicht zu lange stehen lässt, sollte da nix passieren.

Gruß
Michael
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Eicher-Diesel-13 » 15.01.2013, 12:39

Hallo Markus!

Bezüglich deines Getriebes;

Wie mein Vorredner Sierra (Michael) schon geschrieben hat, würde ich mir an deiner Stelle über die leichten Rostansätze keine Gedanken machen. Feines Schleifpapier und gut ist`s. Solange keine Lager mit Rost / Rostansatz befallen sind dürfte dir da nichts in die Quere kommen!


Mfg Tobi
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Eicherfreund » 15.01.2013, 19:10

Hallo!

Ich bin derelben Meinung! 1. Laufen die Räder gegeneinander mit ungleichem Verhältnis (kein Zahn läuft immer auf dem gleichen Gegenzahn) und 2. ist die Korrosion minimal.

Ich würde das Getriebe mit gutem Gewissen wieder zusammensetzen!

Gruß Markus
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 15.01.2013, 22:27

Alles klar, hab ioch mir auch so gedacht. Ich hatte nur ein bisschen Bedenken, dass mir evtl irgendwann ein Zahn durchwandert und das Allradgetriebe zerstört... Das wäre ja nicht so einfach aufzutreiben. Ansonsten gibts ja A210-Getriebe fast wie Sand ma Meer, also sollte man auch Teile oder ein Schlachtgetriebe dafür bekommen.

Für das Zahnrad der Hohlwelle hab ich jetzt evtl auch eine Lösung gefunden:
Es ist ein Nadellager 25x31x24 drin, die Lauffläche dafür die im Zahnrad ist sieht nicht sehr schön aus (siehe Beitrag von Ponchen). Jetzt gibt es eine Nadelhülse HK2524-2RS von INA, die ist außen 32mm, das heißt den Sitz auf 32N6 ausdrehen lassen und Hülse rein, dann sollte das auch gut sein, denke ich. Dem Zahnrad an sich fehlt ja nichts.
Gruß



Markus
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 18.01.2013, 14:47

So, ich hab mir mal Gedanken gemacht, dass ich die Hydraulikanlage auch ein bisschen "aufmotzen" will. Folgende Dinge hab ich vor:
- Hydraulikpumpe mit mehr Volumenstrom
- DW-Kipperanschluss
- Kreuzsteuerhebel für Frontlader
Jetzt stellt sich mal die Frage, wie groß, dass ich die Hydraulikpumpe wählen kann, ohne dass das Öl zu warm wird o.ä. Hat da jemand Erfahrung, was da geht (Durchfluss durch die Wegeventile usw.)?

Weiß jemand, was ein Bosch DW-Stuergerät für die SB7- Hydraulik kostet? Von einem Nachbau für 80Euro hab ich bisher eigentlich nur schlechtes gehört, ich will eigentlich nicht, dass das dann nach einem halben Jahr undicht ist.

Kann irgendjemand einen Steuerblock, der mit Bowdenzügen von einem Kreuzsteuerhebel bedient wird empfehlen? An unserm Jonny 5620 ist einer von Walvoid, der kostet aber über 1000 Euro, wenns geht wollte ich nicht soviel ausgeben. Außerdem soll der wohl nicht liegend verbaut werden, ich hätte ihn aber gerne unter das rechte Trittbrett montiert, wenn das geht. Erstens brauch ich dann keinen langen Schlauch, sondern kann gleich von der Pumpe in den Block, von da aus weiter zu den anderen Steuergeräten und zweitens fällt er da nicht so auf...

Hier mal ein Bild von der Hydraulikpumpe:
Bild
Gruß



Markus
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Altmeister » 18.01.2013, 16:47

Hallo,

es macht richtig Spaß Deine Beiträge zu lesen.

Es grüßt Dich
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Nils_Heinen » 18.01.2013, 19:47

Sierra hat geschrieben:Tipp: Runde Löcher für Bohrungen in Dichtungen kriegt man, indem man alte Kugellager killt und die ungefähr passende Kugel auf die Dichtung übers Loch legt und mit dem Hämmerchen mit Gefühl auf die Kugel haut. Das stanzt die Bohrung aus.

Gruß
Michael


alternativ auch mit der passenden Schraube fürs Loch. So hab ich das bei selbstgeschnittenen Getriebedichtungen gemacht. Durch den Schaft der Schraube kann man die auch gut festhalten. :D
Bzw. ginge auch ein kleiner Kugelhammer, dann aber gerade bei den Gussteilen nur wenn man das nötige Gefühl dafür besitzt :wink:
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Eicher-driver » 18.01.2013, 19:52

Hallo,

Wie viel ccm hat die Hydraulikpumpe denn ab Werk ?

Ich würde keine größere Hydraulikpumpe als 16 ccm nehmen.

Schau dir den Hydraulikpumpenantrieb mal gut an, da ist meisten die Welle auf dem 2 Nadellager laufen total angegriffen :x von den Nadellagern ganz zu schweigen ...

Das mit den Bosch SB 7 Steuergeräten ist so ne Sache ! Nachbauten sollen nix taugen hab ich gehört , ich hab bei meinem Eicher nen originales DW Steuergerät von Bosch eingebaut (gebraucht, mittlerweile auch schon ganz schön teuer) .

Gruß Markus
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 18.01.2013, 20:00

@Nils_Heinen: Muss man da keine Angst haben, dass das Dichtungspapier reißt wo es nicht soll?
@eicher-Driver: Original war eine mit 8ccm oder 11ccm drin. Die die jetzt drin ist ist jedenfalls keine Bosch sondern eine made in Italy...
Wie die ausschaut muss ich mir erst noch anschauen, ich hab sie noch nicht ausgebaut.
ja, mit 16ccm könnt ich mich anfreunden, das müssten dann ca 38l die Minute sein. Weiß jemand, welche Strömungsgeschwindigkeit man in den Rohren anstreben sollte? Daraus lässt sich ja dann der erforderliche Rohrdurchmesser ausrechnen.
Ich bin auch auf der Suche nach einem gebrauchten Bosch-Steuergerät, aber ich hab auch noch nichts gefunden. Dichtungssätze usw. bekommt man ja da ohne weiteres.
Gruß



Markus
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Eicher-driver » 18.01.2013, 20:12

Hallo,

ich könnte dir ne Adresse nennen wo Du nen Steuergerät für 250 eur bekommen könntest, falls er noch welche auf Lager hat .
Hydraulikpumpe aus Italien hab ich auf anraten auch eingebaut, da eine Bosch über das Doppelte teurer war , und die aus Italien genauso gut sein soll, die Marke fällt mir aber grad ned ein ...

Gruß Markus
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Nils_Heinen » 18.01.2013, 20:26

Markus. hat geschrieben:@Nils_Heinen: Muss man da keine Angst haben, dass das Dichtungspapier reißt wo es nicht soll?


Habe ich bisher noch nicht gehabt. Das Prinzip ist ja das gleiche wie von Sierra beschrieben. Der Gegenstand (Kugel oder Schraube bzw. Hammer) drückt das Papier an der Kante der Bohrung oder Getriebegehäuse (hier wird bei dieser Methode natürlich der Hammer genommen, wobei da ein normaler reicht, aber natürlich wieder mit Gefühl) dünner und "stanzt" es somit aus. Versuchs mal :)
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon LamborghiniR3 » 19.01.2013, 12:02

Der wird noch Super der Güldner...

Darf er dann nach der Restauration hoffentlich wieder was schaffen??
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon 12-2008 » 20.01.2013, 00:35

Eicher-driver hat geschrieben:Hallo,


Das mit den Bosch SB 7 Steuergeräten ist so ne Sache ! Nachbauten sollen nix taugen hab ich gehört , ich hab bei meinem Eicher nen originales DW Steuergerät von Bosch eingebaut (gebraucht, mittlerweile auch schon ganz schön teuer) .

Gruß Markus


Wie kann man vom "Hören Sagen" so etwas behaupten, wenn man es selbst nicht überprüft hat ?

Ich habe schon seit 5 Jahren 2 Nachbausteuergeräte eingebaut und niemals damit ein Problem festgestellt.
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Re: Restauration Güldner G45AS

Beitragvon Markus. » 20.01.2013, 14:48

Ja, wäre super, wenn du mir mal die Adresse geben könntest.
Bei den Nachbau-Teilen gibt es sicher solche und solche. Das Problem ist halt, das man da oft keine Ersatzteile bekommt. Wir hatten mal einen Nachbau-Anlasser, an dem war dann auch mal irgendwas, da haben wir keine Teile herbekommen. Bei Bosch bin ich mir halt sicher, dass ich auch in ein paar Jahren noch Dichtungen bekommen werde.

Das mit den Dichtungen werd ich mal ausprobieren, ich muss mir noch die zwischen Kupplungsglocke und Getriebe schneiden...

Ja, wenn er fertig ist, soll er schon arbeiten auch. Nur zum Spazierenfahren hätt ich ja keinen Allrad gebraucht....
Gruß



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