John Deere 1120

Alles über den Wiederaufbau und die Restaurierung eures Schmuckstücks.

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Re: John Deere 1120

Beitragvon schraube » 13.11.2013, 10:46

Naja, ich glaube das hängt auch noch ein klein wenig vom Zustand des Bodens ab.... auf leichtem Boden oder unter trockenen Bedingungen auf Lehm ist das kein Thema, da zieht der auch locker den 4 Schar Pflug, aber auf schwerem Lehm, wohlmöglich wie dieses Jahr verbunden mit Nässe kannst du es vergessen. Und da wir viel Lehmboden haben, und die Weizensaat nach Körnermais schon mal im November sein kann, kommt es nicht gerade selten vor, dass der Acker sehr nass ist. Da kann der Schlepper noch soviel PS haben, ohne zweite angetriebene Achse klappt das nicht. Dass der Pflug richtig eingestellt ist, davon kannst du ausgehen, wir betreiben Landwirtschaft schon etwas länger :wink:
Dazu kommt auch, dass ich mit den 650er Reifen nicht besonders gut in die Furche passe... bevor da jetzt ein Kommentar kommt, mein 25 Jahre alter Lemken Opal hat nun mal keinen Furchenräumer und wird auch keinen bekommen :wink:

Gruß
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Re: John Deere 1120

Beitragvon schraube » 13.11.2013, 10:50

Achja, GTfan, die 40er wurden bis zur Einführung der S-Version, 1982, mit Hydro. Allrad gebaut, der 4440 und 4640 sogar bis zur Einführung der 50er Baureihe.
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Re: John Deere 1120

Beitragvon Shockwave » 13.11.2013, 23:19

schraube hat geschrieben: bevor da jetzt ein Kommentar kommt, mein 25 Jahre alter Lemken Opal hat nun mal keinen Furchenräumer und wird auch keinen bekommen :wink:

Den Sechsender am Opal, da würde ich ja auch gerne mal Bilder von sehen :D

Mein Opal hat dieses Jahr die 30 Jahre voll gemacht und ist jetzt auch ein Oldtimer :mrgreen:
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Re: John Deere 1120

Beitragvon schraube » 08.12.2013, 11:08

Guten Tag,

lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen, jetzt gibt's aber wieder ein Update vom 1120:

Da nun die Vorderachse fertig montiert ist, konnte diese jetzt mit dem restlichen Traktor vereint werden. Dies gestalte sich als relativ unkompliziert, aber man sah (endlich :lol: ) einen großen optischen Fortschritt:

Bild
Bild
Bild

Jetzt kann es mit den Anbauteilen weitergehen.

Beginnen wir mit der Wasserpumpe. Die Einzelteile fielen mir beim Ausbau quasie schon entgegen. Grund war, dass das Flügelrad von der Welle abgeschert war, und die Wasserpumpe deshalb vermutlich schon länger nicht mehr richtig gepumpt hat. Dies ist ein bekanntes Problem der frühen 20er, da damals eine Zeit lang Flügelräder aus Kunststoff verbaut wurden, die keine lange Lebensdauer haben. In heutigen Reparatursätzen wird dagegen immer ein Flügelrad aus Guss geliefert - eindeutig stabiler.

Das Gehäuse, die Riemenscheibe und das Lüfterrad wurden natürlich gestrahlt und der üblichen, grünen Behandlung unterzogen:

Bild

Zur Montage musste das Dichtungspaket zuerst auf die Welle geschlagen werden. Dies geschieht mit dem von John Deere mitgelieferten Spezialwerkzeug, sogar eine Anleitung gab es dazu:

Bild
Bild

Jetzt die Welle mit den Lagern und dem Dichtungspaket ins Gehäuse eingebaut und zum Schluss das neue Flügelrad montiert. Rechts neben der Wasserpumpe erkennt man noch die Überreste des alten Flügelrades:

Bild

Zum Schluss noch die Riemenscheibe drauf und wie Wasserpumpe kann wieder an Ihren alten Platz.

Gruß
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Re: John Deere 1120

Beitragvon Hinnerk » 09.12.2013, 20:13

Hallo Lars,

Danke für die Bilder und den tollen Bericht. Schön zu lesen, wie andere arbeiten (und den gleichen Anspruch ans Detail haben wie man selbst). Dein Johnny wird super, da bin ich mir sicher.

Bemerkenswert übrigens auch das Bild der zerlegten Wasserpumpe. Die dort zu sehende Dichtungs-Lagereinheit ist offenbar die gleiche, wie sie auch in meinem Oliver verbaut ist. Interessant, sie mal "in natura" und in neu zu sehen.

Viel Spaß weiterhin... lass' krachen!

Gruß, Hendrik
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Re: John Deere 1120

Beitragvon schraube » 29.12.2013, 12:21

Hallo,

weiter geht's:

Lange stellte sich die Frage, was mache ich mit den Kotflügeln? Leider waren die originalen "kaputtrepariert", der Vorbesitzer hatte bereits großflächig "Reparaturbleche" eingeschweißt... teils in 5mm Stärke.
Also musste ich mir was Anderes einfallen lassen. Andere gebrauchte Kotflügel waren schwer zu bekommen und oftmals auch stark reparaturanfällig, außerdem wollte ich meinen 1120 etwas von der "Masse abheben". Also besorgte ich mit die Kotflügel der US-Ausführung, die es in den Staaten zu recht günstigen Preisen zu kaufen gibt. Es gibt zwar noch einiges anzupassen, aber bei der Ersten "Anprobe" sahen diese schon recht gut aus:

Bild
Bild

Auf das Anpassen der Kotflügel werde ich zu einem späteren Zeitpunkt genauer eingehen.

Nun konnte ich mit der Montage des Traktors fortfahren. Das Steuergerät ist montiert, jetzt muss ich die (im Laufe der Zeit verbastelte) Hydraulikanlage in Ordnung bringen. Leider fehlten mit zu viele Teile, um die Anlage in den Originalzustand zu versetzen. Jetzt muss ich etwas improvisieren, auch in Hinblick darauf, dass der Trecker noch ein wenig arbeiten soll :wink: . Ich habe ein DW und ein EW Steuergerät zur Verfügung, außerdem ist ein Druckloser Rücklauf geplant, der zwar nicht original ist, aber ganz nützlich zum Antrieb von Ölmötoren.

Also, zuerst einen passenden Halter gebaut:

Bild

Dann die Leitungen und Abreisskupplungen angepasst. Vorher habe ich passende Adapter Löten lassen, um von dem "John Deere System" auf normale 12L Verschraubungen zu kommen. Das macht vieles Leichter. Man will es nicht meinen, aber für das Anpassen der Leitungen gingen einige Stunden drauf:

Bild
Bild

Nun das Ganze wieder Zerlegen und in Grün Lackieren. Bilder davon reiche ich noch nach :wink:

Gruß
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Re: John Deere 1120

Beitragvon Rohölzünder » 29.12.2013, 13:16

Hallo,

Jetzt machst Du Dir soviel Mühe mit dem Schlepper und dann diese Kotflügel?

Gruß Gordon
Oldtimer restaurieren ist ein dreckiger und undankbarer Job, aber irgendjemand muß es ja machen.
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Re: John Deere 1120

Beitragvon Bautz-Johnnyfahrer » 29.12.2013, 13:26

Hallo Lars,

wow, sehr schön die Bilder, wusste gar nicht das, damals das Steuergerät so viel schon hergab.
Mal was anderes, hast du dein Lenkgetriebe auch ausgebaut gehabt? Weißt du zufällig ob es da irgendwo unter der Lenksäule eine Stelle gibt wo Öl austreten kann (mal abgesehen wo der Lenkhebel raus kommt)? Ich hab nämlich das Problem bei mir steigt kein Öl Pegel in der Lenksäule, hab da schon mal 1-1,5 L aufgefüllt, aber ich sehe immer noch kein Öl. Ich hab´s dann aufgegeben, ich dachte mir dann, nicht das da das Öl auf die Kupplung runter läuft. Hatte deine Lenkspindel großartig Spiel?
Vielleicht kannst du mir da weiter helfen.

Gruß
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Re: John Deere 1120

Beitragvon Siegfried » 29.12.2013, 16:40

Die Idee mit den Kotflügeln finde ich klasse. Der Schlepper wird sich aber nicht nur deswegen von der Masse abheben.
Die aufwändige Restaurierung wird bei vielen auffallen.
Bin mal gespannt, wie Du die Lichtanlage lösen wirst.
Weiter so, klasse.
.............so lang es noch Diesel gibt!!!
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Re: John Deere 1120

Beitragvon Shockwave » 29.12.2013, 16:59

Also der Restaurationsfortschritt wird in jeglicher Hinsicht auch durch mich bewundert, aber die Stehbleche werden dir in Mitteleuropa, bei diesen Klimabedingungen und Bodenverhältnissen, sicherlich keinen guten und zweckmäßigen Dienst erweisen.

Als Schönwetterfahrzeug bestimmt eine optisch gute Sache, wobei ich hier zu bedenken gebe, dass der Gesetzgeber (StVZO) ab 20 km/h eine vollständige Radabdeckung fordert, aber als Nutzfahrzeug würde ich mir nun ständig Gedanken machen, wie ich welcher Matschpfütze ausweiche.... :mrgreen:

Ist nur meine Meinung. Freue mich über weitere Bilder und Erklärungen, denn die Güte deiner Arbeit betrachtet nehme ich an, du hast dir sicherlich schon Gedanken um diesen Umstand gemacht. :wink:
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Re: John Deere 1120

Beitragvon schraube » 29.12.2013, 19:31

Nunja, bei den Kotflügeln scheiden sich die Geister, das weiß ich... entweder man mag sie oder man hasst sie. Aber da es sich bei dem 1120 wohl eher um einen "Schönwettertrecker" handeln wird, kann ich die mangelnde Schutzwirkung gegen Schmutz noch so gerade hinnehmen...Sonst müsste ich meinem Oliver ja auch "Dachkotflügel" verpassen :lol:

Dass ich ab 20 Km/h eine 2/3 Abdeckung benötige ist mir bekannt, das habe ich bereits (leider...) bei meinem 4240 zu spüren bekommen. Dem durfte ich wieder die ollen Plastikverbreiterungen verpassen. Im Brief vom 1120 sind aber nur 18 Km/h als Höchstgeschwindigkeit eingetragen :wink:

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Re: John Deere 1120

Beitragvon schraube » 05.01.2014, 11:34

Moin,

nächstes Update: Die Felgen

Zum Glück gab es zu dem Trecker noch die original Räder, 7.5-16 vorne und 14.9-30 hinten. Die Reifengröße werde ich auch beibehalten. Allerdings waren die Reifen nichtmehr zu gebrauchen, und die Felgen waren zwar nicht durch, aber von innen bereits stark angerostet.

Doch zunächst mussten die Zwillingsreifenkuppler aus den Hinterrädern heraus, zwar habe ich die Zwillingsräder ebenfalls dazu bekommen-doch montieren werde ich sie eh nie wieder:

Bild
Bild

Danach wurde alles gesandstrahlt und der üblichen "Schönheitskur" unterzogen: grundieren, kleine Kratzer zuspachteln, schleifen, grundieren, schleifen und mehrfach lackieren....
So schön gelbe Felgen ja aussehen, gelb lackieren ist echt aufwendig:

Bild
Bild
Bild

Und zum Schluss die neu besohlten Vorderräder:

Bild

Die Hinterradfelgen müssen noch der "neuen" Spurweite entsprechend zusammengeschraubt werden. Dies ist aber bisher noch nicht geschehen.

Gruß
Lars
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Re: John Deere 1120

Beitragvon Sierra » 05.01.2014, 12:10

Hallo Lars,

ja, gelb lackieren ist übel.

Tu Dir den Gefallen und befreie alle Schraubenauflagen und -löcher vom Lack. Du hast sonst sehr lange immer wieder lockere Radschrauben.

Gruß
Michael
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(Terry Pratchett in "Maskerade")
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Re: John Deere 1120

Beitragvon Shockwave » 05.01.2014, 21:29

Jaja, die gelben Felgen sind echt immer übel :mrgreen: .....also zum Lackieren :wink:

Aber man freut sich schon aufs Gesamtwerk 1120!

Ich habe heute einen 1120 angeboten bekommen, mit original 1000 Stunden, jedoch mit defekter Pumpe. Der steht bei Donau-Eschingen.
An sich wäre es mir zu weit und zudem suche ich eher sowas wie 820/920.
Gruß, Falko
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Re: John Deere 1120

Beitragvon schraube » 06.01.2014, 19:37

1000 Stunden, das ist wirklich nicht viel. Hast du zufällig Bilder, würde mich mal interessieren wir der aussieht.
Aber an und für sich ist das Angebot an 820/920/1020/1120 ja recht groß und die Schlepper sind auch noch bezahlbar. Nur leider ist der Großteil davon recht runtergewirtschaftet..... :roll:

Gruß
Lars

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