Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Alles über den Wiederaufbau und die Restaurierung eures Schmuckstücks.

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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Hinnerk » 07.12.2016, 21:35

'n abend zusammen,

Hurra, die Post ist da! Die ersten lang ersehnten Lieferungen aus den USA waren da. "Da" heisst in diesem Fall im Zoll, wo ich sie abholen und Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuer zahlen durfte. Ist so, das bin ich gewohnt. Mit den Damen und Herrren Zollbeamten bin ich mittlerweile per "Du".

Im Karton unter anderem: Das seltene und teure Rollenlager sowie das neue Schieberad für den 4. und 5. Gang.
Das Getriebe konnte nun wieder zusammengesetzt werden.

Bild
Rechts im Bild das zuvor erwähnte neue Schieberad. Mir ging es weniger um die vermackelte Verzahnung für die Koppelung des 5.Ganges, viel mehr um das nicht akzeptable radiale Spiel auf der Getriebewelle. Ein erster Test in ausgebautem Zustand: Top, keinerlei merkliches Spiel.

Bild
Die gleichen Räder nochmals, von der anderen Seite.

Bild
Und hier ist es, das ach-so-besondere Rollenlager. Obwohl man es von außen nicht erkennen kann, ganz sicher aus Gold und Platin gefertigt. Und Diamanten. Kann gar nicht anders sein, bei dem Preis...

Für die Monage erhielt die Getriebewelle ein neues Kugellager:
Bild

Es folgte das auffädeln der Zahnräder auf die Getriebewelle, was in diesem Fall in ausgebautem Zustand erfolgen konnte.
Bild
Das sah gut aus. Alles war schön sauber und liess sich ohne Spiel leicht auf der Welle verschieben. Vorne an der Welle ist das oben erwähnte Rollenlager zu sehen, welches ebenfalls bereits jetzt montiert wurde.

...und Zack!... rein damit!
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Auch nach dem Verspannen des hinteren Lagerflansches liess sich die Welle noch leicht und geräuschlos drehen. Prima.

Bild
Blick vom Motor auf den Getriebeingang. Es fehlte nun nur noch die Getriebeeingangswelle.

Bild
Auch diese bekam ein neues Lager spendiert. Man will ja nicht kleinlich sein...

Bild
Nachdem die Welle samt Lager eine Nacht in der Gefriertruhe schlummerte und das Gehäuse auf der Herdplatte schwitzte, flutschten beide Teile wie von selbst ineinander.

Bild
Natürlich gab's auch hier einen neuen Simmerring...

Bild
...und eine eigens geschnippelte Dichtung.

Bild
Einbaufertig!

Bild
Der Einbau ging erwartungsgemäß problemlos vonstatten. Die im Bild unten erkennbare Welle treibt die Hydraulikpumpe an. Auch hier wurde ein neues Lager und ein neuer Simmerring verbaut.

Als nächstes nehmen wir uns die Bremse vor...

Gruß, Hendrik
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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Hinnerk » 19.12.2016, 11:30

Moin zusammen,

so langsam vervollständigte sich das Getriebe des Farmalls. Das Innenleben war nun wieder sauber und technisch fit. Bevor nun der "Deckel" aufgesetzt werden konnte, machte ich mich über die aussen an der Differentialwelle angeordneten Bandbremsen her.

Doch zunächst wollten noch zwei Leder-Dichtringe im Getriebe gegen neue Simmerringe ausgetauscht werden:
Bild

Durch diese Bohrung, also direkt durchs Getriebegehäuse, wird die Pedalwelle für Kupplung und Bremse geführt. Eine Anbringung dieser Welle ausserhalb des Getriebegehäuses wäre konstruktiv natürlich weitaus einfacher gewesen, hätte aber Bodenfreiheit gekostet. Da Bodenfreiheit für einen RowCrop-Schlepper nun mal ein ganz wesentliches Kriterium ist, hatte man bei IH den Aufwand betrieben, die Welle durch das Getriebe laufen lassen.

Nun aber zu den Bremsen.
Hier der Fundzustand der Bandbremsen:
Bild
Die zweite sah genauso verölt aus. Jeweils noch reichlich Belag vorhanden, aber eben reichlich ölgetränkt.

To do -Liste: Alles reinigen, neue Bremsbänder montieren, Bremsräder abdrehen. Neue Simmerringe getriebeseitig hatte ich bereits eingesetzt.
Die hierfür benötigten Teile hatte ich bei meiner großen Getriebeersatzteile-Bestellung bereits mitgeordert, ich brauchte jetzt also nur noch ins Regal greifen.

Bei der Reinigung der Teile fiel mir auf, dass sich die beiden Bremsräder voneinander unterschieden. Beide Räder haben die gleichen Abmessungen, sie unterscheiden sich lediglich in der Optik.
Bild
Das rechte wurde vor langer Zeit mal ersetzt. Der eingegossene Buchstabe "A" bedeutet, dass das Teil 1955 hergestellt wurde. Was allerdings an einem solchen Rad kaputtgehen kann, ist mir bis heute schleierhaft. Egal.

Die Umfänge an den Dichtflächen der Bremsräder hatte sich über die Jahrzehnte eingelaufen. Hier zog ich Speedi-Sleeves auf.
Bild

Fertig für die Montage:
Bild

Zwischen Befestigungsschraube und Bremsrad saß eine Art Dichtscheibe aus unbestimmbarem Material:
Bild
Ich fertigte zwei neue Scheiben aus einem Pappe-Leder-Material an. (Musterkarte für Auto-Lederinnenaustattungen... zu schade zum wegschmeißen!).

Bild
Bremsräder auf die Wellenenden schieben und fixieren. Fertig. Fehlten nur noch die neuen Bremsbänder.

Bild
Links das alte, rechts das neue. Das ganze ist gewissermaßen Plug & Play, da es komplette neue Bremsbänder für 'nen schmalen Dollar gibt- das Neubelegen lohnt sich nicht.

Bild
Zuletzt entrostete ich die Innenseiten der Bremsabdeckungen, in denen auch die Bremsbänder gelagert sind. Ein wenig Zink-Alus-Spray schützt vor neuem Rost. Auch diese Teile waren nun montagefertig. Die Montage konnte allerdings erst erfolgen, nachdem der große Getriebedeckel wieder auf dem Getriebe saß.

Der wird das nächste Thema sein.

Gruß, Hendrik
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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Hinnerk » 18.01.2017, 15:10

Moin,

die nächsten Arbeiten erfolgten am Getriebedeckel. Dieser ist beim Farmall H recht groß und aus Guß, was die (De-)Montage zu einem Kraftakt werden ließ. Hinzukommt, dass die Schaltgabeln direkt am Getriebedeckel befestigt sind.

Wie alle anderen Oberflächen in meinem Getriebe, war auch die Innenseite des Deckels von dieser zähen, teerigen Ölmompe überzogen.
Also, erstmal Fleißarbeit:
Bild

Links im Bild, neben dem Spachtel, kann man erkennen, wo die drei Schaltgabeln geführt werden. Erwartungsgemäß ließen diese sich nur schwer bewegen... also raus damit, ab ins Bremsenreiniger-Tauchbad.

Nach deren Reinigung stellte ich fest, dass alle Schaltgabeln am Angriffspunkt des Schaltfingers verschlissen waren.
Bild
Durch WIG-Schweißen und planfeilen konnte ich die verschlissenen Kanten nachmodellieren.

Hier die drei gereinigten und fertig bearbeiteten Schaltgabeln:
Bild

Vor der Montage der Schaltgabeln an den Getriebedeckel müssen vier Arretierungskugeln und -federn eingesetzt werden.
Doch halt...
Bild
...so nicht. Eine der vier Federn hatte sich wohl schon vor Jahren in Wohlgefallen aufgelöst. Ein passende Ersatzfeder konnte ich zum Glück aus meiner Federn-Wühlkiste herausfinden. Für einen Zufallsfund passt sie ziemlich gut... :wink:

Nun denn, mit reichlich Fett eingeschmiert wanderten die Teile zurück an den Deckel:
Bild
Klack-klack, schmatz-schmatz... erste Funktionsprobe bestanden. Hörte sich sehr gut an, soll wohl wieder funktionieren.

Der Deckel konnte nun wieder montiert werden.
Wie eingangs schon erwähnt, musste dies von oben absolut senkrecht geschehen, damit sich die Schaltgabeln nicht verkeilen und im schlimmsten Fall brechen.
Bild
Mit viel Geduld, Hoftrac, Wasserwaage und Zollstock klappte das gut.

Es folgten ein paar kleinere Restarbeiten am Getriebe:
Bild
Hier sitzt der Winkeltrieb für die Flachriemenscheibe. Sein Schieberad greift von oben in das Gegenrad der Getriebe-Eingangswelle.

Den Winkeltrieb hatte ich ja schon zuvor komplett instandgesetzt. Mit neuer Dichtung konnte dieser nun auf den Getriebedeckel gesetzt werden:
Bild

Zum Feierabend nun noch den süßen Schalthebel der Zapfwelle wieder montieren...
Bild
...und fertig für heute. Getriebe ist fertig!

Gruß, Hendrik
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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Bungi81 » 18.01.2017, 15:22

Hallo Hendrik,

ganz tolle Arbeit! Daumen hoch, wie man so schön sagt ;-)
Gruß, Stefan

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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Hinnerk » 18.01.2017, 16:07

Danke, Stefan! :D

Gruß, Hendrik
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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Deutz 4006 » 18.01.2017, 20:54

Hallo,

der Grundaufbau deines Getriebes ist ähnlich wie das neuere IHC-Getriebe im meinem Manitou (ist von einem 423), die Bremsen sind ebenfalls seitlich (bei mir aber schon Scheiben mit Automaten) und der Endantrieb inkl. Differential und Steckachsen ist vom Aufbau her auch gleich.

Nur die schwarze Masse war bei mir nicht drin, sondern noch richtiges Öl (wenn auch sehr altes Öl)
Viele Grüße

Simon


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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon tigerhamburg » 19.01.2017, 07:07

Moin,
Deine Instandsetzung gefällt mir sehr gut, keine Kompromisse bei der Technik, aber die Patina erhalten, super!
Weiter so
Gruß Holger
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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Hinnerk » 19.01.2017, 10:32

Deutz 4006 hat geschrieben:Hallo,

der Grundaufbau deines Getriebes ist ähnlich wie das neuere IHC-Getriebe im meinem Manitou (ist von einem 423), die Bremsen sind ebenfalls seitlich (bei mir aber schon Scheiben mit Automaten) und der Endantrieb inkl. Differential und Steckachsen ist vom Aufbau her auch gleich.

Nur die schwarze Masse war bei mir nicht drin, sondern noch richtiges Öl (wenn auch sehr altes Öl)


Hallo Simon,
du hast recht, diese Verwandtschaft mit den "deutschen" Getrieben ist mir auch schon aufgefallen, speziell DED3. Da gab es sicherlich klare Vorgaben aus Chicago, wie die Neusser Ingenieure die Getriebe zu konstruieren hatten.

Die Scheibenbremsen, die du ansprichst und die wohl die meisten IHC- Besitzer kennen, gab es auch schon bei diesem Farmall H. Sie wurden 1949/50 eingeführt und lösten die hier gezeigten Bandbremsen ab.

Gruß, Hendrik
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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Raphael » 19.01.2017, 21:36

Hallo Hendrik,

deinem Bericht folge ich aufmerksam und wirklich gerne. Du beschreibst vieles im Detail, wo man sich den einen oder anderen Kniff abschauen kann.

Besonders interessant fand ich hier jetzt die Speedi Sleeves, kannte ich nicht. Habe mir gerade auf der Homepage von SKF durchgelesen was die Teilchen können und bin begeistert. :)

http://www.skf.com/de/products/seals/in ... index.html

--> ich hoffe der Link ist ok. Eventuell kennen andere dieses tolle Teil auch nicht.
Viele Grüße
Simon- Raphael

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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Eicher-Diesel-13 » 20.01.2017, 12:45

Hallo Hendrik & Raphael!

Schön zu sehen, wie der Farmall wieder Form annimmt, ich lese deine Restaurationen immer mit Vorliebe, detailreicher und besser beschrieben geht fast nicht!

@ Raphael: Ich verwende Speedysleeves schon seit längerer Zeit, hab bisher nur positive Erfahrungen damit gemacht!

Mfg Tobi
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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Hinnerk » 20.01.2017, 20:20

Hallo Tobi und Raphael,

Danke für eure Kommentare, das motiviert ungemein. Ich freue mich sehr, dass ich mit meinen Thread sogar etwas helfen konnte!

Schöne Grüße,
Hendrik
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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Hinnerk » 06.02.2017, 17:34

Moin,

bevor nun die überholten Bandbremsen montiert werden, gibt's einen kleinen Blick zurück.

Eine der beiden Haltestreben der Ackerschiene bzw. des Anbaurahmens war verbogen:
Bild
Da ist Billy Bob wohl mal schwungvoll irgendwo gegengefahren. Wer weiß...

Bild
Ein wenig auf dem Amboß geradegekloppt... sieht schon besser aus. Kann so bleiben.

Als nächstes, auf den Bildern oben kann man es schon sehen, war das Zugpendel dran.
Bild
Das rechte Ende wird unterhalb des Getriebes, weit vor der Hinterachse, drehbar gelagert. Das "Pendel" wurde hier wortwörtlich gemeint. Links ist eine eiserne Rolle zu sehen, die frei auf der "Ackerschiene" von links nach rechts rollen kann. Dadurch sollte auch bei Zugarbeiten in Kurven ein spurtreues Arbeiten ohne Zugkraftverlust garantiert werden.

Bild
Durch Aufschweißen und bohren beseitigte ich den Veschleiss an der Bohrung im Zugpendel.
Den Lagerbolzen fertigte ich neu an, als Material diente mir eine ausgediente Kolbenstange eines Hydraulikzylinders. Der alte Bolzen war nicht etwa verschlissen, er fehlte komplett. Irgendwann vor vielen Jahren muss er wohl während einer Leerfahrt sein Sicherungsblech verloren haben und dann nach unten aus der Bohrung gefallen sein...

Bild
Die Rolle war erwartungsgemäß festgerostet, da sie in den letzten sieben Jahrzehnten häufig gebraucht wurde und werksseitig keine Schmiermöglichkeit vorgesehen war. Mit einigem Aufwand und bösen Flüchen konnte ich sie zerlegen, reinigen und großzügig neu geschmiert wieder zusammensetzen.

Bild
Ich stehe zwar sehr auf Patina und "Kampfspuren", aber das hässliche Langloch hinten am Zugpendel hat mich dann doch zu sehr gestört. Auch hier habe ich kurzerhand aufgeschweisst und neugebohrt. Fertig montiert war ich dann positiv überrascht, die ganze Chose rollt leicht von links nach rechts, und das vollkommen klapper- und spielfrei.

Nun wieder zu den Bremsen...
Bild
Das ausgeschlagene Kupplungspedal erhielt eine neue Buchse (vorher gab's keine!). Nun konnte alles montiert werden.

Bild
Die provisorisch montierte und eingestellte linke Bremsmechanik.

Bild
Das gleiche auf der rechten Seite. Eine Feststellbremse hat der Farmall H auch, hierzu werden die Pedale in der niedergetrenen Position mit einer Blechlasche fixiert. Auf diesem Bild glänzt gerade alles ein bisschen, da ich die Oberflächen hier frisch mit Leinöl behandelt hatte.

Gruß, Hendrik
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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Shockwave » 07.02.2017, 20:28

Mensch, läuft ja. Da wird im Sommer der große R wieder aus der Halle dürfen, richtig? :D
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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon D!esel » 10.02.2017, 14:11

Ich war eine Zeit nicht mehr aktiv im Traktorhof aber Hinnerk, Sie waren doch wieder fleißig an der Arbeit..!
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Re: Farmall H von 1943: Wiederbelebung eines RowCrops

Beitragvon Lanzturm » 10.02.2017, 14:56

Guten Tag,

So gehört sich das ja auch. Von nichts kommt nichts! :D
Sie dürfen hier aber ruhig "Du" sagen. Alle locker flockig drauf hier.... :wink:

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