Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Alles über den Wiederaufbau und die Restaurierung eures Schmuckstücks.

Moderator: Traktorhof Team

Benutzeravatar
TheBigLL
Neuling
Neuling
Beiträge: 15
Registriert: 18.03.2017, 20:05

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon TheBigLL » 06.04.2017, 09:16

Hallo,
ich habe wieder ein paar Arbeiten am Bulldog erledigt.
Die Hydraulik ist mittlerweile an ihrem Platz und lackiert, die Schrauben und Gangschalthebel auch.
OBild

Die Teile aus der Motorinstandsetzung habe ich auch abgeholt, zum Glück waren Kurbelwelle und Pleuel gerade und rissfrei.
Der Zapfen wurde geschliffen, neue Kolbenbolzenbüchse angepasst, Pleuellager angepasst, Lagersitz an der Kurbelwelle aufgespritzt und der Zylinder geschliffen, sowie der Lagersitz der 2. Getriebewelle aufgespritzt. Die Lauffläche für die Büchsen der Kupplung sind zum Glück noch 100% in Ordnung, wahrscheinlich das einzige Teil was abgeschmiert wurde an dem Traktor :kratz:
OBildOBildOBild

Das neue Kurbelgehäuse mache ich jetzt auch fertig, also Stehbolzen reindrehen, Ölleitblech anschrauben und Zwischenrad einbauen, damit ich es bald anflanschen kann.
OBildOBild

Die Vorderräder habe ich auch auseinandergebaut, gerichtet und die Meißelspuren weggeschliffen. Sonst sind sie noch brauchbar, schlag- und rissfrei.
OBildOBild

Dann konnte ich endlich das Getriebe weiter zusammen bauen. Diverse Sicherungsringe wurden erneuert, da die alten starke Abnutzungsspuren hatten und nicht mehr die ausreichende Federkraft um in der Nut sitzen zu bleiben. Dichtungen für Kriechganggetriebe, und Deckel habe ich angefertigt und die Nötigen Schrauben für den Zusammenbau zusammen gestellt.
An der "neu" gekauften Getriebeölpumpe war die Keilnut des inneren Zahnrads ausgeschlagen, diese habe ich mit einem neuen Keil versehen und mit Loctite "Fügen Welle-Nabe" eingeklebt und die Pumpe wieder zusammen gebaut. Die Düsen der Druckleitung an der Ölpumpe sind auch wieder frei.
OBildOBildOBildOBildOBildOBild

Als nächstes wird das Getriebe komplettiert und das Kurbelgehäuse, sowie der Zylinder angeflanscht, dann kommt der Regler, die Ölleitungen und der Motor dran.

MfG Lukas
Google Werbung
Sponsor
Registriert: Mi 18. Juni 2003, 00:00
Wohnort: Internet

Werbung

Beitragvon Google Werbung » Automatisch

Benutzeravatar
TheBigLL
Neuling
Neuling
Beiträge: 15
Registriert: 18.03.2017, 20:05

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon TheBigLL » 13.04.2017, 21:06

Hier mal wieder ein kleines Update, was alles in der letzten Woche passiert ist:

Mittlerweile habe ich alle Bleche sauber und zum Teil wieder ausgebeult. Kotflügel und Stehwände kommen neue dran, weil die alten nicht mehr zu gebrauchen sind (krumm und ganz oft gerissen etc.)
OBild

Den Krümmer oben und unten, sowie denn oberen Teil des Auspuffs habe ich ausgebrannt und gesäubert.
1cm dick war dort die Öhlkohle, deswegen hat es ganze 20 Minuten gebrannt, bis alles Asche war.
OBildOBild

Beim Getriebe ging es auch weiter:
Die Getriebeölpumpe ist eingebaut und wieder ordnungsgemäß mit Draht gesichert. Öl habe ich mithilfe einer Spritze über die Öhlröhrchen eingefüllt, damit Öl aus dem Sumpf angesaugt werden kann.
OBildOBild

Die Lenkwelle ist wieder mit neuen Sicherungsblechen und Draht gesichert, zusätzlich noch mit Loctite an der unteren Mutter, sicher ist sicher, falls sich die Nase vom Blech lösen sollte.
OBild

Dann konnte ich das Kreichganggetriebe und den Zapfwellenantrieb zusammen bauen, nachdem ich das Axialspiel der 2. Getriebewelle mit neuen Scheiben eingestellt habe.
OBildOBildOBildOBildOBild
Auf dem letzten Bild sieht man den herausstehenden Bolzen vom Zwischenrad, womit man die Lager einstellen kann, vorher war dieser bis zum Gehäuse angezogen und das Rad kam an dem Gussgehäuse an (1.Bild) . Beide Lageraußenringe gingen im Zahnrad rund und wurden jetzt eingeklebt, das sollte mit frischem Öl wieder alles laufen. Die Zapfwellenschaltung wurde ausgebüchst und mit einem Simmering neu abgedichtet.
Damit ist das Getriebe jetzt, abgesehen von der Lammellenkupplung fertig.
Diese ist so stark beansprucht worden, dass die Scheiben starke Spuren im gehärtetem(!) Korb hinterließen:
OBild
Die tiefen Riefen müssen noch begradigt werden, damit die Kupplung ausrücken kann. Auf der Kupplung selber wurde mit dicken Hammer ein Quast drauf gehauen den ich erstmal wegschleifen musste, damit man die Scheiben ab bekommt. Die Steege an den Scheiben sind auch nur noch 75% vorhanden, ein eindeutiges Zeichen mit den ganzen verschlissenen Zahnungen auf den Wellen, dass dieser Bulldog sehr sehr viel geleistet hat.

MfG Lukas
Benutzeravatar
TheBigLL
Neuling
Neuling
Beiträge: 15
Registriert: 18.03.2017, 20:05

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon TheBigLL » 03.05.2017, 06:12

Hallo,
in den letzten Wochen wurden der Motor, sowie das Kurbelgehäuse vorbereitet und angeflanscht.
OBildOBildOBild

Das Zwischenrad ist auch mit einer neuen Scheibe eingestellt worden, 2mm Luft sind jetzt wieder zum nachstellen. Die Fettleitung wurde gründlich von ihrem alten Dreck gereinigt und mit frischem Fett versorgt.
OBild

In der Zwischenzeit habe ich auch den neuen Sitz angepasst, für ein etwas bequemeres fahren. Die alte Sitzschale war leider auch durchgerostet.
OBildOBild

Dann habe ich die Kurbelwelle mit neuen Lagern eingebaut, exakt die Lager eingestellt und den Regler wieder zusammen gebaut. Alle Leitungen werden erneuert, da die alten teilweise komplett verstopft waren.
OBildOBild

Mittlerweile ist der Kühleraufbau wieder drauf und wartet auf das lackieren. In nächster Zeit muss ich mich dann mal den Blechen und dem Tank widmen, welcher voll mit Dreck (Steine, Äste, Erde) ist...
OBild

MfG Lukas
Benutzeravatar
TheBigLL
Neuling
Neuling
Beiträge: 15
Registriert: 18.03.2017, 20:05

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon TheBigLL » 15.05.2017, 22:31

Hallo, wieder mal ein kleines Update:

Die Kotflügel sind absoluter Schrott, verzogen, gerissen, zusammengebraten, hier kann man ohne Riesenaufwand nichts dran reparieren. Deswegen hole ich dann neue.
OBild

Die Unterlenker habe ich auch mal von den Hubstreben getrennt, letztere sind auch Schrott, da die Gewinde alle kaputt sind und sie sich von selbst längen. Die Unterlenker (Wahrscheinlich von einer schweren Raupe o.Ä.) werde ich aufarbeiten und mit neuen Kugeln und Fanghaken Kat.2 versehen.
OBildOBild

Weiter ging es auch beim Lanz selber. Kolben und Pleuel sind eingebaut:
OBildOBild

Alle Luftklappen wurden erneuert und die Schrauben mit Körner und Loctite gesichert.
OBild

Dann habe ich die Kupplungsteile und die Halterung für die Vorderachse monitert:
OBildOBildOBild

Das Bocklager für die neue gefederte Achse ist auch montiert und der Sieb für das Rücklauföl wurde auf eine M12er Hohlschraube umgebaut, damit die 8mm Leitung mit den Ringstücken passt. Die Achse wurde aufgrund von ovalen Löchern und Fahrkomfort getauscht.
OBildOBild

Vor zwei Tagen habe ich den Zylinderkopf, welcher eine unebene Dichtfläche hatte und nachgearbeitet wurde, mit einer 1,7mm Kopfdichtung und neuer Düsenplatte montiert.
OBild

Danach folgte das Grundieren und Lackieren, nachdem die Überlaufleitung für den Wasserkasten angebracht wurde und die letzten Ölleitungen hartgelötet waren.
OBildOBildOBildOBild

Diverse Einzelteile, wie Dieselfilter, Anhängermaul und Spritzblech wurden mit lackiert:
OBild

Es folgt das aufschneiden des Tanks, welcher voller Quarzsand ist und gründlichst gereinigt werden muss, da es ohne öffnen nicht herausgespült werden kann. Der Benzintank ist voller Erde, davon ist nichts mehr zu retten, ich werde ihn einfach so lassen...
Die nächste größere Baustelle sind die Vorderachse, die Bleche und die Hydraulikanlage.


MfG Lukas
Google Werbung
Sponsor
Registriert: Mi 18. Juni 2003, 00:00
Wohnort: Internet

Werbung

Beitragvon Google Werbung » Automatisch

Benutzeravatar
RobertB
Sehr Interessierter
Sehr Interessierter
Beiträge: 64
Registriert: 29.06.2015, 13:32

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon RobertB » 16.05.2017, 11:07

Du machst echt super Fortschritte :o , da wirst du bis ende des Sommers schon die ersten Runden drehen können. :D
Benutzeravatar
TheBigLL
Neuling
Neuling
Beiträge: 15
Registriert: 18.03.2017, 20:05

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon TheBigLL » 05.06.2017, 20:24

Mal wieder ein kleines Update:
Die Kühlerjalousie ist eingebaut und das Ablaufrohr auch angefertigt (Fehlte vorher komplett):
OBildOBild

DIe Kupplung ist wieder ordnungsgemäss zusammengebaut und wieder am Traktor. Diese werde ich, da sie noch neue Beläge drauf hat erst später komplett überholen (ausstechen, neue Bolzen etc.) Deswegen ist sie auch nicht lackiert. An die Kupplungsstange musste eine neue M16er Gewindestange angeschweißt werden und alles musste gerichtet werden. Das Gestänge einzustellen war auch gar nicht so einfach, da die Einstellschrauben mit den Zapfen verschlissen waren und ich sie verlängern musste. Jetzt passt aber alles, der Kupplungsweg ist in Ordnung und man sollte Gefühl beim auskuppeln haben.
OBildOBild

Dann ging es mit dem Tank weiter, welcher nun mit Kaltreiniger mehrmals entfettet wurde, was den Sand löste und ich ihn so einfach ausspülen konnte. Jetzt ist alles raus (Stöcke, Steine, etc.) und es verunreinigt nichts mehr den Diesel.
Es erfolgte das Lackieren und schließlich der Anbau von Tank, sowie das Löten der restlichen Leitungen.
OBildOBildOBildOBildOBild

Ich habe auch schon das Regleröl eingefüllt, sowie Motoröl gefüllt und die Leitungen alle entlüftet, theoretisch müsste nur noch Diesel rein, dann wäre der Bulldog laufbereit. Vorher erledige ich aber die restlichen arbeiten am Traktor, welche wären:
- Vorderachse (Stütze anpassen, neue Achsschenkel besorgen)
- Bleche instandsetzen
- Anbau der hinteren Stehwände und Kotflügel (Müssen auch neu gekauft werden)
- Lackieren der Felgen und aufziehen der neuen Reifen
- Anbau der kupplungsunabhängigen Hydraulikpumpe
- Zusammenbau der Lammellenkupplung

MfG Lukas
Benutzeravatar
TheBigLL
Neuling
Neuling
Beiträge: 15
Registriert: 18.03.2017, 20:05

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon TheBigLL » 02.07.2017, 14:30

In den letzten Wochen habe ich mich größtenteils um die Vorderachse und die Bleche gekümmert. Die große Wirbelkammer mit Ölabscheider vom Auspuff ist jetzt auch ausgebrannt (Ganze 1 1/2 Stunden hat es gebrannt). Krümmer und Stopfbuchse sind nun auch wieder frei von jeglicher Öhlkohle. Alle Auspuffteile habe ich mit hitzefestem Lack gestrichen.
OBildOBildOBild

Die Vorderachse hat einen höheren Holzklotz aus echter Eiche bekommen (Der vorherige war aus Bankirai) und ich habe diese Genau gerade ausgerichtet montiert. Die Vorderachsstütze wird aus Dickwandigem 40er Rohr gefertigt. Die Halterungen dafür sind aus dickem Flacheisen und nach der Ersatzteilliste befestigt (Drei Stützen mit jeweils zwei Schrauben, außen die M20er Paßschrauben).
OBildOBild

Der Korb von der Lammellenkupplung ist auch ausgefräst worden und wurde mit Loctite "Fügen-Welle-Narbe" auf der Welle mit neuer Paßfeder montiert, da alles auf der Welle gearbeitet hat (nach mangelnder Pflege und mehr als 20000 Betreibsstunden.) Jetzt ist wieder alles fest, die Kupplung vorgespannt und es muss noch die Gabel zum ausrücken verlängert werden (Stammte aus einem D4016 und ist genau 10mm zu kurz).
OBildOBild

Die neuen Stehbleche habe ich auch gebohrt und passe sie derzeit an, genau wie die neuen Kotflügel. Da dieser Lanz einen Überrollbügel bekommt (BG-Vorschrift) muss hinten die Halterung neu gebaut werden. Die langen Flacheisen, welche die Stehbleche hielten, waren auch in alle Himmelsrichtungen gedreht, also musste ich das vordere linke neu anfertigen und das rechte habe ich soweit wieder gerichtet.
OBild

Weiter geht es an den Blechen, der Vorderachse und demnächst beginne ich auch mit der Elektrik.

MfG Lukas
Benutzeravatar
TheBigLL
Neuling
Neuling
Beiträge: 15
Registriert: 18.03.2017, 20:05

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon TheBigLL » 20.08.2017, 21:00

Nach längerer Zeit mal wieder ein Update.
Die Vorderachse hat neue Achsschenkel mit neuen Bolzen und Steuerhebel bekommen und die habe ich auch wieder eingestellt. Die M20er Zapfenschrauben habe ich selbst gedreht.
OBild

Die Vorderachsstütze musste komplett neu angefertigt werden. Sie wurde nach der letzten Ausführung von Lanz mit drei Streben angefertigt. Wichtig dabei ist, dass der Achskörper nicht verdreht, genau waagerecht und auf beiden Seiten den selben Abstand zu den Hinterrädern hat. Nur so ist ein richtiger Geradeauslauf des Bulldogs möglich. Die Stütze muss auch komplett spannungsfrei montiert werden können, ansonsten entstehen hohe Kräfte, die auf die Büchsen und Befestigungen wirken und eventuell zu einem Bruch der Stütze führen.
OBildOBildOBild

Danach habe ich die Achse und Strebe lackiert und wieder befestigt.
OBildOBild

Die Radgewichte vorne habe ich auch lackiert und montiert, sowie die Vorderreifen auf die bereits lackierten Felgen montiert.
Auch habe ich den Riemenschutz vom Lüfter und das Schwungrad aufgesetzt.
OBildOBild

Die Passung vom Reglerschwungrad ist noch stramm und ich musste es mit Hilfe eines 5kg Hammers und einem Holzklotz auf die Welle mit ein paar Schlägen aufteiben (Mit Keil drin, damit die Nut übereinstimmt) . Die Kupplungsseite hingegen passt genau auf die Welle, man kann es ohne kippeln zu können, hin und her drehen, hier werde ich das Schwungrad wahrscheinlich zusätzlich mit Loctite festkleben müssen.

Die Kotflügel hinten sind auch befestigt, die Stützen wurden alle angepasst, gerichtet und neu verschweißt. Das Zapfwellengestänge und den Hebel zur Kriechgangbetätigung habe ich auch angepasst und befestigt, damit nach dem Lackieren nicht noch irgendwelche Löcher neu gebohrt werden müssen.
OBildOBildOBild

Dann erhält dieser Schlepper einen Überrollbügel (Pflicht in Land- und Forstwirtschaft), dieser ist auch, bis auf zwei Halterungen mittlerweile befestigt.
OBildOBild

In der Zwischenzeit bin ich dabei die Halterung für die Hydraulikpumpe (Tandempumpe) (kupplungsunabhängig über Keilriemen) zu bauen und den Öltank, der Platz dort findet, wo der Werkzeugkasten mal war, zu befestigen. Der Schlepper erhält zwei Doppelwirkende Steuerventile mit Schwimmstellung und einem Rücklauf, damit man sämtliche landwirtschaftliche Geräte benutzen kann. Auch wird sie für die hydraulische Lenkunterstützung benötigt. Die alte Lenkstange ist so oft geschweißt worden, dass man diese jetzt nicht mehr benutzen kann. Eine neue Stange zu kaufen/bauen ist fast mehr Aufwand, als die Servolenkung nachzurüsten. Außerdem lässts sich dann auch bequemer beim Arbeiten lenken.
Die Hinterradfelgen sind auch ausgebeult und lackiert und werden in den nächsten Wochen mit neuen Firestone 18.4-30ern (460/85 R30) bezogen.
OBild

Sobald ich die Kotflügel und den Bügel fertig angepasst habe wird alles lackiert und dann kann ich die Plattform soweit komplettieren und den Bulldog das erste mal wieder auf die Beine Stellen.

Zu machen sind noch:
- Elektrik
- Hydraulikanlage
- Schweißen der Gabel von der Lammellenkupplung
- Instandsetzen der Bleche und Abdeckungen

MfG Lukas
Benutzeravatar
TheBigLL
Neuling
Neuling
Beiträge: 15
Registriert: 18.03.2017, 20:05

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon TheBigLL » 02.10.2017, 21:07

Nach längerer Zeit wohl eins der letzten Updates dieses Berichts. Die Restauration naht sich so langsam dem Ende...

Der Hydrauliköltank, Batteriekasten und der Hydraulikölfilter wurden an der Bodenplatte probeweise montiert:
OBild

Danach erfolgte das lackieren der Kotflügel, der Halterungen und des Überrrollbügels.
OBildOBildOBildOBild

Und alles wieder am Schlepper montiert:
OBildOBild

Nun begann auch die Anpassung der Front und der Motorhaube...
OBildOBild

Die Lammellenkupplung hatte dem Vorbesitzer in Spanien das Gehäuse mit der Wellenmutter gesprengt, dieses wurde aber damals schon geschweißt und scheint auch soweit dicht zu sein. Das Schild darauf fehlt natürlich, die Schweißnähte sehen auch eher zweckmäßig aus, aber Hauptsache es ist dicht, denn Teile dafür gibt es fast keine mehr, da diese Kupplung für die Zapfwelle selten verbaut war (Serienmäßig nur an den großen 16er Modellen und an manchen 06ern und Glühköpfen nach Wunsch)
Ich habe bei der Firma Delegro ein original neues Messinglager bekommen, leider nur eine Gabel eines 4016, die angeblich passen sollte, aber diese ist genau 10mm zu kurz, was ich aber leider erst später herausgefunden habe... Also habe ich eine Führung gebaut, damit alles zentriert bleibt, dann habe ich mit der dünnen Eisensäge beide Augen abgetrennt und ein 10mm dickes Flacheisen verschweißt. Damit sollte die Gabel auf jeden Fall halten. Funktioniert auch wunderbar, testweise am Schlepper.
OBildOBildOBildOBildOBildOBild

Auch das zweifache Doppelwirkende Steuerventil und die Halterung für die Steuergeräte von den Anhängern und Maschinen fanden ihren Platz auf der rechten Seite.
OBild

Dann waren auch nach 5 Wochen endlich die Hinterreifen da und wurden auf die lackierten Felgen aufgezogen, nun steht der Bulldog das erste Mal wieder auf eigenen Beinen. Auch habe ich auch die Lenkstange wieder gerichtet, diese kam, wenn die Achse ganz nach rechts geneigt ist an das Kurbelgehäuse.
OBildOBildOBildOBild

Die Halterung für die kupplungsunabhängige Hydraulikpumpe habe ich auch fertig gebaut, so hat er jetzt eine Tandempumpe mit 25+20ccm. Ein Kreislauf ist für die zwei Steuerventile und der andere für die Blockhydraulik und die hydraulische Lenkhilfe. Der Riemenschutz ist noch in Arbeit.
OBildOBildOBildOBild

In der Zwischenzeit habe ich auch die komplette Elektrik gemacht. Lampen angebracht, Kabel verlegt und Lichtmaschine instandgesetzt und angebaut. Der Pendelanlasser stammt aus unserem 20er, der aus dem 60er muss noch bei Zeit überholt werden, aber den 20er bekomme ich ohne auch gut an, wo das ja bei dem 60er schon schwieriger ist...
OBildOBildOBild

Noch zu machen sind die hydraulische Anlage, also Schläuche und die Servolenkung, da der Schlepper viel landwirtschaftlich eingesetzt wird. Deswegen auch die ganzen Umbauten, wie Bügel und Hydraulik und Arbeitsscheinwerfer...
Die Bleche, also Front und Haube müssen geschweißt werden, aber im Moment bekomme ich da noch keinen dran, weil ich selbst kein Schutzgas Schweißgerät habe.
Dann folgt auch wahrscheinlich noch der Anbau eines Fritzmeier Verdecks, damit man auch mal bei nicht so gutem Wetter fahren kann.

Die Kühlelemente von Bausch machen einen sehr guten Eindruck und haben die originale Struktur der Lammellen. Nach sechs 10 Liter Gieskannen war auch alles noch schön dicht. Den Auspuff und den Luftfilter habe ich dann auch für den ersten Lauf angebaut.
OBildOBild
Er sprang direkt an, lief etwas unrund bis die restliche Luft aus der Leitung war, aber nach einer Minute gleichmäßig und ruhig. Einzig die Kupplung klackert in der Zahnung stark, deswegen habe ich erstmal noch die Beläge in zwei geteilt, damit diese durch die Fliehkraft in die Zahnung gedrückt werden. Der zweite Probelauf startet in den nächsten Tagen.
https://www.youtube.com/watch?v=kTBhJ4yQMGY

MfG Lukas
Benutzeravatar
RobertB
Sehr Interessierter
Sehr Interessierter
Beiträge: 64
Registriert: 29.06.2015, 13:32

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon RobertB » 03.10.2017, 16:00

:o sehr gut gemacht, sieht auch sehr gut aus :thumbs:
Benutzeravatar
Yilo
Kleinbauer
Kleinbauer
Beiträge: 131
Registriert: 06.04.2014, 12:14
Wohnort: Oberpfalz

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon Yilo » 03.10.2017, 17:51

Sehr sehr schöner Bericht und Hut ab für die Ausdauer und Mühen die du da reingesteckt hast!
Jochen V
Neuling
Neuling
Beiträge: 1
Registriert: 08.10.2017, 17:15

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon Jochen V » 10.10.2017, 18:08

Dieser Restaurationsbericht über den Lanz 6516 Iberica ist in seiner Vollständigkeit und den vielen Bildern wohl kaum zu übertreffen und war für mich der Anlass, dem Forum vor 2 Tagen beizutreten.
Ich selbst habe genau diesen Schlepper neben einem fertigen Unimog 411 und einem in der Restauration befindlichem Lanz D 9506 bei mir stehen. Der 6516 gehört allerdings nicht mir, sondern einem guten Bekannten, der sich diesen Schlepper ohne eigene Ahnung in Belgien für viel Geld gekauft hatte, was sich dann als Fehlkauf herausstellte. Um den 6516 technisch instand zu setzen, fand mein Bekannter im Ort jemanden, der sich in der Lage sah, Motor und Getriebe zu überholen und die große Gruppe zu verlängern. Das geschah dann auch, bis der Retter sich selbstständig machte und aus dem Grunde keine Zeit noch Lust mehr hatte, das letzte Drittel der Arbeit zu vollenden. So stand der 6516 mehr als 5 Jahre vor sich hin oder wurde hin und her geschoben und alle Versprechen, weiterzumachen gingen ins Leere. In dieser Not versuchte mein Bekannter nun, mich zu überreden, das Werk zu vollenden. Eine schwierige Entscheidung, wenn man die Teile einfach dahingestellt bekommt, die man selbst nicht abgebaut hat und die Vollständigkeit nach der langen Zeit in Frage steht. Vor 3 Wochen zog ich dann doch den Lanz mit meinem Unimog zu mir, wohl wissend, auf was ich mich da eingelassen habe und das Puzzle- Spiel begann. Inzwischen ist er soweit fertig, allerdings bereiten mir die vielen Leitungen vom Regler, Öler und vor allem der Ölrückführung noch Probleme, die zum großen Teil abgebaut waren und von mir anhand der Form und der Biegung angeschraubt wurden. Eine große Hilfe dabei waren die beiden Bilder mit dem entfernten Wespennest. Dort sehe ich auf dem Bild, welches den Regler von unten zeigt 3 Leitungen, die weiter nach unten gehen, wohl möglich durch das Loch zu der Sammelstelle für das Öl. An dieser Sammelstelle endet bei mir die lange Leitung, die vom Zylinder von vorne kommt und eine weitere Leitung, die dünnere der drei, die von oben herunter kommt. Wo sollen die beiden Leitungen angeschlossen werden ? Auch fehlt bei mir die Rückführleitung oben zum Tank. Nicht, dass ich sie nicht nachfertigen könnte, aber ich hätte auf Grund ihrer Biegung herausfinden können, an welcher Stelle sie unten angeschlossen wird. Zudem habe ich drei kurze Leitungen über. Sie haben alle auf einer Seite ein starres Gewinde oder eine Starre Gewinde- Hülse. Irgendetwas ist noch faul !
Bild
Bild "001rmua6.jpg" anzeigen.

Bild
Bild "002pgus5.jpg" anzeigen.

Bild
Bild "003rvui9.jpg" anzeigen.
Benutzeravatar
TheBigLL
Neuling
Neuling
Beiträge: 15
Registriert: 18.03.2017, 20:05

Re: Lanz Bulldog D6516 (Iberica)

Beitragvon TheBigLL » 12.10.2017, 17:41

Die Leitungen zur Zylinderschmierung und zum rechten Krubelwellenlager sind original zweigeteilt, das werden die dünneren mit starrer Hülse sein.
Vom Bocklager unten kommen zwei Leitungen, eine Entluftungsleitung und eine Ölrückführleitung, die mit der Leitung vom Zylinder zusammen an einer Schraube ist.
In der Ersatzteilliste steht das alles genau drin, du kannst mir eine PN mit deiner Email schreiben, dann kann ich die dir schicken, falls du die nicht hast.
MfG

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 1 Gast