D-Check EKL15/II

Alles über den Wiederaufbau und die Restaurierung eures Schmuckstücks.

Moderator: Traktorhof Team

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Sam67
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 05.04.2018, 14:04

...hätte da schnell ein Foto des Zylinderkopfes meines kleinen Eicher aufgetrieben.
Bild

Da sieht man bei der oberen Schraube (ohne Krone) leicht den Beginn des Zugankers. Somit steht der Gewindeteil fast zwei Muttern hoch über die untere Schraube drüber. Das kommt mir viel vor. Da wird es oben dann auch für den Ansatz einer Nuss eng.

Liebe Grüße,
sam
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3085
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon 3085 » 05.04.2018, 14:38

Also... so gehörts definitiv nicht. Da hilft wohl nur ausbauen und nachmessen.
Die Zuganker sind im Motorgehäuse gekontert, da solltest sowieso auch mal bei schauen.
Ohne Eicher?? Ohne mich.

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RobertB
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon RobertB » 05.04.2018, 17:25

Ihr habt natürlich recht :wink: , ich will da auch nicht wiedersprechen wie es gehört, :?
aber ich meine halt der "Murks-"Zylinderkopf mit der Nut hat sicher schon Jahre gehalten.
Wenn man den Zylinderkopf zum Aufarbeitet schickt ist es wohl besser gleich einen anderen zu nehmen.

Bei der Montage des Zylinderkopfes ist auch gemurkst worden, du hast mein vollstes Mitleid. :o
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Sam67
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 05.04.2018, 21:51

Hallo Robert,
...wahrscheinlich das Resultat vieler Jahre Improvisation im Osten.
Aber das birgt andererseits auch wieder den Reiz, das Ding wieder sauber hinzubekommen. 8)

Mittlerweile habe ich die Zuganker vermessen.
Die haben eine Gesamtlänge von 435mm.
Bild

Das untere Gewinde hat eine Länge von ein wenig über 50mm.
Bild

Sind das normale Maße?

So sieht die Pleuellagerhälfte aus...
Bild

Liebe Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon jweitzel » 06.04.2018, 13:25

Ich mach mal ein Scherzla:

Im letzten Bild unten links sieht man die Sicherheitsschuhe! Aber meine Frau schimpft mich auch immer schwer, wenn ich mit Filzkloben mal schnell auf die Leiter steige, um die Blätter aus dem Dachrinnenabfluss zu kratzen. Dabei war ihr der Holzkloben aus dem Spalter gekippt und ihr auf die Wanderschuhe gefallen!

:lol:
Johannes (mittlerweile ja der x-te hier im Forum)
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Eicher-Diesel-13 » 06.04.2018, 18:53

Hallo Sam!

Mit den Zugankern kann ich dir leider nicht weiterhelfen, da hab ich keine Längenangabe gefunden in meinen Unterlagen. Aber das Pleuellager hats definitiv hinter sich. Überprüf bitte auch die Kurbelwelle, den Riefen im Pleuellager zu Urteilen wird der nicht viel besser aussehen.


Um nochmal kurz eure Zylinderkopfdiskussion anzuschneiden... ED planen, EDK Nut, EDL Scheibe nur beilegen. Hatte mal nen Speziallisten, der hat in nen ED-Kopf nen Nut gedreht.... weil das muss ja so bei Eicher. Pfiffkäse, die Kiste hatte ich 4 Monate Später mit defektem, verzogenen Kopf da stehen, die ED Köpfe sind vom Material her wesentlich dünner als die EDK Köpfe. Es hat auch seine Gründe, weshalb EDL Köpfe keine eingedrehte Nut haben :wink:

Mfg Tobi
„Der Bauer träumt – wenn doch oh Herr, mein Fendt ein guter Eicher wär!“
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 08.04.2018, 16:40

Hallo Johannes,
bitte keine Scherze über meine Entrostungs- und Fotografierschlapfen. Die waren nach getaner Arbeit immer noch am leichtesten zu reinigen. :lol:

@Tobi
Habe mir gestern mit meinem Freund ausgemacht, dass er kommendes Wochenende die nötigen Messwerkzeuge für Kurbelwelle und Zylinder mitnimmt (er arbeitet bei Rotax). Dann wissen wir, was da noch alles zu tun ist.

Gestern habe ich das Steuergehäuse abgebaut und den Lurch der Jahrzehnte rausgeholt. Gut war's, dass ich das gemacht habe. Da lag unten am Boden schon ein richtiges Knäuel aus allerlei Materialien. Nichts, was man später im Ölkreislauf drinnen haben möchte.

Danach habe ich die Reglermuffe von der Kurbelwelle runtergezogen. Das Lager da drauf ist der nächste Ersetzungskandidat.
Wie ich den Reglerflansch von der Kurbelwelle runter bekomme hat sich mir noch nicht erschlossen. Wird das einfach mit einem Abzieher gemacht?
Bild

Weiter oben bei der Nockenwelle habe ich mir das Ringrillenlager angesehen. Das hat in der Bewegung lauter kleine Stopp-Momente. Daher ebenfalls Austausch. Wird auch hier die gesamte Nockenwelle aus dem Motorgehäuse (nach Demontage des Reglerflansches) einfach rausgezogen / gehebelt?
Da ich die Nockenwelle im Sitz des Motorblocks durchaus anheben und bewegen kann, wird das Lager auch nicht mehr das Beste sein.

Das war's für dieses Wochenende.
Liebe Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 12.04.2018, 12:42

Hallo Leute,

jetzt habe ich es aus Ganacker amtlich. Die bei meinem Motor verwendeten Zuganker sind zu lang (Originallänge 407mm).
Damit darf ich die auf jeden Fall austauschen, denn sonst komme ich mit Nuss und Drehmomentenschlüssel nicht rauf. :cry:

Die ersten beiden Lager habe ich schon runtergezogen (mit Heißluftfön klappt das wunderbar) und bei meinem Lagerdealer bestellt.

Hat jemand einen Tipp, wie ich den Reglerflansch von der Kurbelwelle runter bekomme? Ist das Ding nur aufgesteckt?

Liebe Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Eicherfreund » 12.04.2018, 14:07

Hallo,

zum Reglerflansch: Ich würde sagen, Lager runter und dann evtl. Reglerflansch ebenfalls erwärmen und abziehen!


Viel Erfolg!

Grüße Markus
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon RobertB » 12.04.2018, 16:49

Sam67 hat geschrieben:jetzt habe ich es aus Ganacker amtlich. Die bei meinem Motor verwendeten Zuganker sind zu lang (Originallänge 407mm).
Damit darf ich die auf jeden Fall austauschen, denn sonst komme ich mit Nuss und Drehmomentenschlüssel nicht rauf. :cry:


Servus Sam, :)

wieder ein einfacher unkomplizierter Tipp von mir, einfach mit der Flex den Zuganker kürzen :lol:
oder noch einfacher Beilagscheiben beilegen :lol:
Je nachdem was die Geldtasche zulässt. :wink:

Bei mir reibt momentan der Keilriemen am Kühlerschlauch, das werd ich mir heute ansehen. :?

Schönen Abend. :)
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Sam67
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 12.04.2018, 21:43

Hallo Robert,
prinzipiell kann man das machen. Aber wer sagt mir, dass die Zuganker überhaupt von Eicher sind und somit die korrekte Festigkeit haben?
Ich bin schon so weit in die 'Eingeweide' des Traktors vorgedrungen. Da will ich eigentlich aus Prinzip keine halben Sachen mehr machen.
Die Frage nach dem Geldbörsel ist dabei nicht außer Acht zu lassen. Wird die Restauration halt ein bisserl länger dauern müssen, damit sich der Cash-flow wieder einstellt. :wink:

Liebe Grüße und viel Spaß mit deinem Kühlerschlauch,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 15.04.2018, 11:56

Schönen Sonntag an den Traktorhof.

Die Erfolgsmeldung des Tages:
Der Reglerflansch ist demontiert. Aber so einfach mit Erwärmen und Abziehen war nicht. Da hat sich nämlich ein Gewinde auf der Kurbelwelle und unter dem Ölleitring versteckt. Und weil's logisch ist, kein Rechts- sondern ein Linksgewinde.
Bild

Nachdem ich den Reglerflasch mit dem Heißluftfön gut angewärmt hatte und sich trotzdem abziehertechnisch nichts bewegte, habe ich mir das Innenleben des Flansch (mit viel Licht) genauer angesehen. Und da kam mir vor, als ob ich einen Gewindegang gesehen hätte. Rasch ein Stück Holz und ein Fäustel genommen und an die Seite des Flansches geklopft. Natürlich, wie es sich gehört, gegen den Uhrzeigersinn. Da hat sich nur wenig bewegt, aber es hat sich bewegt. Daher überlegt und im Uhrzeigersinn punktuelle Krafteinwirkung eingeleitet. Siehe da, der Reglerflansch hat sich auf einmal ganz locker zu drehen begonnen.
Bild

Also für alle, die nach mir auf einem ED1-Motor den Reglerflansch runterbauen müssen..
Das Ding einfach mit dem Uhrzeigersinn runterschrauben!

Nachdem das getan war, konnte ich gleich danach die Nockenwelle ausbauen. Zu Beginn natürlich vorher mit einem Lackstift die zu dem Moment eingreifenden Zahnräder von Nocken- und Kurbelwelle markiert, damit ich beim Zusammenbau wieder richtig einsetzen kann. Das Innenlager hat sich passungstechnisch noch ein wenig gewehrt, aber letztendlilch wurde das Ding rausgehebelt. Das Innenlager war definitiv noch schlimmer beieinander als das Außenlager. Es holperte richtig beim Durchdrehen. Beide Lager waren rasch abgezogen und durch neue Lager ersetzt.
Bild

Ebenso ist auch schon das Lager auf der Reglermuffe ein Neues.
Bild
Nach leichtem Erwärmen mit dem Heißluftfön rutschen die Lager recht leicht auf die Lagersitze. Danach eine gute Portion Öl auf die Kugeln und sachtes Drehen und alles flutschte.

Weiters habe ich alle Zuganker ausgebaut. Da die Innen im Motorgehäuse mit Zahnscheibe und Mutter gesichert waren, benötigte ich ein Werkzeug zum Lockern der Mutter, denn Platz ist da nicht wirklich dafür.
Bild
Wer sagt, dass Chromvanadium nicht gebogen werden kann? :D
Damit konnte ich den Ringschlüssel durch die Zylinderöffnung ansetzen und mit Klopfen des Fäustels die Muttern öffnen.

Da ich jetz beim Motor ohne Ersatzteile nicht weiterkomme, habe ich mich meinem zweiten 'Lieblingsthema' gewidmet. Dem Entrosten und Grundieren.
Da wurden die Achgehäuse und die Achskörper mit Zopf- und Reinigungsscheibe und Nadelhammer blank gemacht und anschließend grundiert.
Bild
Bild

Weiter habe ich das Schwinghebelgehäuse entrostet und die unmöglich zu erreichenden Stellen von meinem Freund sandstrahlen lassen (hinter der Schraubenaufnahme für die Befestigung der Einspritzdüse). Danach ebenso Grundierung drauf und gut.
Bild
Dazu habe ich noch eine Frage: Gibt es bei den Deckeln für das Schwinghebelgehäuse unterschiedliche Größen? Der Deckel meines Traktors folgt nicht der Kontur des Hebelgehäuses. Gut zu sehen auf dem Bild vor dem Ausbau.
Bild
Der breite Teil des Deckels zieht sich wesentlich weiter Richtung Mitte Gehäuse als beim Gehäuse selbst. Dafür schließt der Deckel an der Seite der Einspritzdüse sehr knapp. In der Ersatzteilliste schaut das aber alles recht bündig aus.
Frage an die Spezialisten:
Kann es sein, dass das ein Deckel eines ED-Motors mit größerer/anderer Bohrung ist?

Als Letztes habe ich den Ölbadluftfilter entrostet. Da der im oberen Drittel neben dem Anschlussstutzen einen Riss hat, werde ich das Teil wohl aufmachen, flicken und dann wieder verlöten müssen. Außerdem wurde durch das Entrosten und Entölen sichtbar, dass sowohl das Ansaugrohr als auch die Bodentasse einige Löcher aufweisen. Da kommt noch Arbeit auf mich zu.
Bild

Soweit der Bericht aus dem Burgenland.
Liebe Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon wink » 15.04.2018, 12:51

Fleißig fleißig.
Gut dass du dir die Lager angesehen hast. Das hätte glaube ich böse geendet über kurz oder lang.
MfG
Christoph
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon 3085 » 16.04.2018, 10:12

Dein Ventildeckel ist noch einer der alten Ausführung, bei denen war das wohl so. Schwinghebelgehäuse gibts soweit ich weiß nur eins. Du hat wahrscheinlich noch die Ölablassschraube des Motors nach unten?
Ohne Eicher?? Ohne mich.

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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 16.04.2018, 19:30

Hallo 3085,
Die Ölablassschraube geht zur Seite raus.
Ich habe den Deckel, glaube ich, gerade in der kleinen elektronischen Bucht bei einem ED22 gesehen.
Du kannst mit dem ‚alte Ausführung‘ durchaus recht haben.

Liebe Grüße,
Sam
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