D-Check EKL15/II

Alles über den Wiederaufbau und die Restaurierung eures Schmuckstücks.

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wink
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon wink » 25.09.2017, 10:33

Sam67 hat geschrieben:Hallo Leute,
bin wieder ein wenig zum Schrauben gekommen.

Aufgabe Nr. 4 - Also zur Bremstrommel...
Das Ergebnis lautet 'Operation gelungen, Patient tot'.


Oje. Das ist blöd.
Hast du die Trommel aufgeschnitten oder der LaMa?
Viel Erfolg bei der Suche nach Ersatz!
MfG
Christoph
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Sam67
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 25.09.2017, 17:05

Schönen Nachmittag!

@3085
Du hast mit dem 5. Gang natürlich recht. Habe in der Hitze des Schreibens nicht aufgepasst. Ich meine natürlich das Antriebsrad des Vorgeleges.

@Christoph
das war das Werk des LaMa :cry:
Aber Ersatz ist in Sicht!!!

Beste Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 26.09.2017, 11:30

Jubelmeldung!!
Ich habe die letzten Teile von der Antriebsachse runterbekommen.
Ich habe die gesamte Achse einfach über Nacht in ein Zitronesäurebad eingelegt und dann mit leichter Hitze auf die Buchse diese relativ zügig runterbekommen. Interessanterweise kam das dahinterliegende Rollenlager komplett locker runter.
Somit habe ich alle Teile der Portalachsen auseinanderbekommen.
Geschafft! :D

Auch das Zahnrad für den Zapfwellenantrieb habe ich von der Hauptwelle nach Anwärmen runterziehen können. Bei der Kontrolle habe ich den verbliebenen Teil der eingeschliffenen Passfeder in der Welle gefunden. Da stellt sich jetzt die Frage, wie ich den eingeschliffenen Rest aus der Welle rausbringe?
Bohren, Gewinde schneiden, rausheben??? oder einfach neu fräsen lassen?? :?:

Beste Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon wink » 26.09.2017, 11:39

Magst du mal ein Bild machen?
Ich kann mir unter eingeschliffen grad nichts sinnvolles vorstellen.

Widerspenstige Passfedern bohre ich i.d.R. an und schneide ein Gewinde rein, dann kriegt man die mit dem Gleithammer ganz gut raus.
MfG
Christoph
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Eddi » 26.09.2017, 21:48

Hallo Sam, die Passfeder bekommst du mit Loch bohren und Gewinde Schneiden raus. Hab ich bei meinem Eicher auch mehrfach machen müssen.
funktioniert.
Gruß Frank
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 27.09.2017, 08:55

Guten morgen Leute!

Der Wunsch von wink ist mir Befehl.
So sieht die Welle mit eingeschliffener Passfeder aus.
Bild
Man erkennt recht schön den Umriss der Passfeder. Was man auch sieht, ist die Spur des Zahnrades auf der Welle. Hoffentlich habe ich da nicht zu viel Spiel durch Abrieb bekommen. Was meint ihr dazu?

So sollte es eventuell aussehen, wenn die Passfeder nicht abgerissen wäre.
Bild
Ich habe einfach den gefundenen Rest auf die Welle raufgelegt.

Das Ganze hat eine Dimension von ca. 11x6 mm (muss ich noch genauer mit der Schiebelehre nachmessen). Spannend ist die Frage, wie tief die Passfeder in der Welle drinnen sitzt. Wenn die nur 4mm tief drinnen ist, ist das mit Gewinde schneiden halt so eine Sache. Viele tragende Gewindegänge werde sich da nicht ausgehen, weil die Schneideisen auf den ersten Milimetern nicht wirklich schneiden. Meine Überlegung geht daher in die Richtung, als dass ich ein Loch bohre und dann einen Schraubenausdreher reinsetze. Da brauche ich kein Gewinde vorher schneiden.

Beste Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Bungi81 » 27.09.2017, 09:50

Moin,

wäre es ein Option, eine Bohrung zu setzen, die etwas in die Welle hinein geht? So könntest du in jedem Fall ein Gewinde schneiden. Wenn du dann eine passende Schraube reindrehst und bei dieser vorne die ersten Gewindegänge abschleifst (je nach tiefe der Bohrung und Dicke der Passfeder), dann kannst du den Rest vom Passstift auch durch Anziehen der Schraube herausdrücken...
Hast du genaue Bezeichnungen von der Passfeder? Wenn ja, dann besorge dir erst eine neue, damit du weißt, wie viel noch in der Welle ist.
Gruß, Stefan

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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon wink » 27.09.2017, 10:40

Servus,

so eine Passfeder habe ich auch noch nie gesehen muss ich gestehen.
Sicher das dass kein Scherstift ist/war?

Wegen den Gewindegängen, falls der Tipp vom Stefan nicht geht (Schraube zu weich zB): einen Gewindebohrer opfern und nach dem anschneiden mit einem normalen GeBo diesen planschleifen und bis zum Grund fertigschneiden.
Wenn das nicht geht/du keinen GeBo hast zum opfern könnte man noch versuchen den Rest des Teils raus zu fräsen.
Wenn du da keinen hast der das machen kann/will kann ich das theoretisch machen, allerdings bin ich ab Freitag erstmal eineinhalb Wochen im Urlaub, vorher wird das nichts mehr.
MfG
Christoph
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Bungi81 » 27.09.2017, 10:57

Obwohl ich aufgrund des Schadensbildes vermute, dass es nicht geht, gibt es doch noch eine Möglichkeit...
Probiere mal, mit Druckluft in den Spalt zu kommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt, ist ziemlich gering, aber ein Versuch wäre es mir Wert. Hat bei mir auch schon mal funktioniert.
Gruß, Stefan

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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sierra » 27.09.2017, 12:35

Als nächst härteren Schritt nach der Druckluft würde ich Fett reinpressen ...
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 27.09.2017, 12:37

Hallo Leute,
heute habe ich zufällig einen pensionierten Werkstattmeister bei mir zu Besuch. Da werde ich wohl mit ihm in meiner kleinen Hobbywerkstatt vorbeischauen
:lol:

@Stefan
Das mit der Druckluft kann ich dann gleich probieren. Obwohl ich glaube, dass da zu wenig Spalt dafür da ist.

@Christoph,
wäre für mich auch eine Option.
Auf jeden Fall wünsche ich dir einen schönen Urlaub.


@Sierra
...wie gesagt, wenn der Spalt da ist... :oops:

Beste Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 02.10.2017, 17:08

Einen schönen Nachmittag!
Am Wochenende konnte ich die Überlegungen der Woche in die Tat umsetzen.
Ich habe die Passfeder auf der Hauptwelle angebohrt und danach die Welle mit einem Bunsenbrenner leicht erwärmt. Und siehe da, aus der fast nicht sichtbaren Spalte ist leicht Öl hervor gekommen. Damit war klar 'das Ding sitzt nicht so fest'.
Da wurde schnell der Schraubenausdreher reingepackt, mit Gewebeklebeband auf dem Lagerabzieher festgemacht und mit leichten Stößen rausgeholt.
Bild

...und sauber ist die Nut für die Minipassfeder!
Bild

Weiters konnte ich am Samstag die Zapfwelle aus dem Getriebegehäuse rausnehmen, den Zapfwellenhebel ebenso und auch das Zahnradpaar für den Rückwärtsgang. In der Vorgelegewelle ist das Nadellager sogar noch recht schön in Ordnung. Die Reste vom Nadellager in der Antriebswelle fand ich am Grund des Getriebes im verbliebenen Ölschlick.

Dann war es soweit! Ich musste den Traktor in der Mitte öffnen.
Dazu baute ich mir aus den Materialien, die man in einer Scheune so hat, einen Portalkran. Damit war es ein Leichtes, das Getriebe- und Kupplungsgehäuse anzuheben und nach hinten wegzuschieben.
Bild

Jetzt steht das Trennen der beiden Gehäuseteile an, damit ich die Antriebswelle rausbekomme. Für die Vorgelegewelle muß ich mir eine passende Sicherungsring-Zange besorgen. Da komme ich mit meiner Gekröpften nicht hin. :|

Beste Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 07.10.2017, 10:17

Einen schönen Vormittag wünsche ich.

Wie vorgesehen habe ich die letzten Tage die Gehäuseteile getrennt und die Einzelteile separiert. Ich kann jetzt voller Stolz sagen, dass mein halber Traktor durch eine normale Tür in den Keller reingepasst hat :D .

Mittlerweile sind die Teile auch schon Zitronensäuregereinigt und teilweise grundiert (Kupplungspedal, Anschlag Kupplungswelle).

Da habe ich jetzt eine Frage:
Ist das Ausrücklager auf der Welle des Kupplungspedals ein Verbrauchsgegenstand?

Als nächstes steht an, dass ich alle Lager, Wellendichtringe und Sicherungsringe mit Gummiband und Schildchen versehe, damit ich die Muster zum Einkauf in das Kugellagergeschäft mitnehmen kann.

Da die nächste Frage:
Verwendet ihr zum Aufbringen/Einpassen der Lager spezielle Fette? Oder genügt Ausdehnung durch Erwärmung bzw. Zusammenziehen durch Kälte. Es sind ja alles offene Lager.

Nachdem das Nadellager in der Antriebswelle Geschichte ist und ich auch andere Berichte im Traktorhof verfolge habe ich eine letzte prinzipielle Frage:
Ist es so, dass es seitens Hurth/Eicher die generelle Empfehlung gibt, dieses Nadellager gegen eine Buchse auszutauschen oder ist das nur die Alternative, sollte das Nadellager nicht mehr verfügbar sein?

Beste Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon 3085 » 08.10.2017, 11:23

Moin,
Zu den Lagern: sonderlich fest sitzen die normal nicht, bisher hat immer ein Durchschlag zusammen mit vorsichtigen Hammerschlägen auf den Innen, bzw. Außenring (je nachdem wie es eingebaut ist) genügt.
Dein Ausrücklager ist ein Graphitring, dieser ist als Verschleißteil ausgelegt.
Nadellager: Das eingebaute Lager ist ohne weiteres nicht mehr zu beschaffen. Meist ist auch der Lagerzapfen eingelaufen und/oder unrund, sodass ein neues Lager allein nicht genügt. Da das Lager bei Fahrten im 5. Gang permanent unter Volllast steht und sich nicht dreht, ist in meinen Augen eine Buchse sowieso die bessere Wahl. Eine Umbauaktion, z.B. ZF A5 / A6 ist es jedoch nicht.
Ohne Eicher?? Ohne mich.

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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 08.10.2017, 23:15

Hallo 3085,
danke für die rasche Antwort.

Dann werde ich mal schnell das Ausrücklager bestellen. Das ist leicht zu finden.
Interessanterweise habe ich auch das Nadellager gefunden. Mit den Angaben zu Dimension und DIN aus der Hurth-Dokumentation zum G85 habe ich es auf der agrolager-Homepage gefunden. Sogar auch die kleinere Version für die Lagerung der Zapfwelle. Aber ich lasse mir noch deinen Vorschlag zur Nutzung einer Buchse durch den Kopf gehen.

Beste Grüße,
Sam
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