D-Check EKL15/II

Alles über den Wiederaufbau und die Restaurierung eures Schmuckstücks.

Moderator: Traktorhof Team

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Sam67
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 04.09.2018, 10:33

Guten Morgen Leute,
das Problem hat sich mittlerweile manifestiert.
Da fehlt tatsächlich das Ölrohr zwischen Ölpumpe und Motorblock-Wand. Scheinbar wurde mein EKL15 noch wesentlich mehr gefleddert als von mir erwartet.
In der kleinen elektronischen Bucht habe ich das Teil ausfindig gemacht und bestellen können.

Liebe Grüße,
Sam
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Sam67
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 05.10.2018, 21:54

Liebe Traktorhof-Gemeinde,
ich benötige die Hilfe der Wissenden!

Ich bekomme die Mutter auf der Kurbelwelle nicht auf. Ich kämpfe schon mehrere Tage damit, das Ding in Bewegung zu bringen. Heiß machen, WD40 drauf, leichte Schläge, Nuss mit langem Hebelarm. Das alles bringt bisher nichts.
Jetzt habe ich eine Prinzipfrage:
In welche Richtung muss man die Mutter drehen, damit sie von der Kurbelwelle runter geht?
Bild

Dreht man das Ding im oder gegen den Uhrzeigersinn?

Ich persönlich bin der Meinung, dass die Mutter im Uhrzeigersinn runter geht?
Liege ich damit richtig?

Danke im Voraus für eure Fachhilfe.
Liebe Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Bulldogfahrer » 06.10.2018, 08:36

Servus,

sollte ein ganz normales Rechtsgewinde sein --> http://www.traktorhof.com/forum/viewtopic.php?t=18834

Gruß, der Bulldogfahrer
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon GTfan » 06.10.2018, 08:37

Moin moin,

zur Drehrichtung werden sich die Eicher-Spezis sicher noch äußern, ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass sie wie eine normale Mutter gelöst wird, also entgegen dem Uhrzeigersinn.

Über das weitere Vorgehen findest du hier etwas:
viewtopic.php?f=28&t=18623&hilit=Eicher+Mutter
Das Bild auf der zweiten Seite vom Anziehen der Mutter deutet stark darauf hin, dass dort mit den Uhrzeigern fest gezogen wurde.

MfG
Fabian
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon squiddy » 06.10.2018, 09:26

Wie meine Vorredner schon sagten: "normales Gewinde", also gegen den Uhrzeirsinn öffnen.

Eigentlich hilft da nur ein Schlagschlüssel und rohe Gewalt mit dem Handfäustel und Schlägen. Mit Kraft geht da nix.

Hier ein Foto von mir:
Bild

Das ist zwar vom Anziehen, aber hinter dem Drehmomentschlüssel sieht man den Eigenbau-Schlagschlüssel, auf das Flacheisen kann man mit dem Hammer drauf. Ich habe halt noch zwei SW50-Muttern draufgeschweißt, das war die größte Nuß die ich hatte, aber das nur zum anziehen.

Oben am Bild (in alpenbau lackiert ;)) sieht man einen Blockierer für die Kurbelwelle/Schwungscheibe, auch ein Eigenbau.

Angezogen wird übrigens mit 80mkg, also knapp 800Nm. Die "alten" Mechaniker lachen bei der Angabe, die ziehen auch mit dem Schlagschlüssel an, "bis die Mutter halt fest ist" ;)

Gruß,
Andi
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 06.10.2018, 10:12

Hallo Leute,
Danke für die Info. Ich war wirklich verunsichert, weil sich in beide Richtungen nichts getan hat.

Ich werde jetzt dem Rat von Andy folgen und an meine Selbstbaunuss ein Flacheisen anschweißen, damit ich hier mit dem Fäustel draufschlagen kann.

...auf geht‘s!

Liebe Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Eicher-Diesel-13 » 06.10.2018, 19:07

Servus Sam!

Hier mal meine Vorgehensweise, gut ich hab auch dementsprechendes Werkzeug. Und ja es ist ein Regelgewinde, wurde ja bereits erwähnt.

Bild

Und zum wieder anziehen dann meinen Prototyp :mrgreen:

Bild

Mfg Tobi
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon eicher110/8 » 07.10.2018, 07:09

Servus Sam .

Ist ein ganz normales Gewinde. Links auf rechts zu . Du musst auf jeden Fall den Schwung ordentlich arretieren , sonst bringst du keine Kraft auf die Mutter . Ich hab sie mit einem langen Drehmomentschlüssel und der passenden Nuss geöffnet . Habe mich mit meinem Gewicht auf den Schlüssel gelegt und etwas gewippt zack war das Ding auf . Viel Erfolg

Gruß Wastl
Ohne Eicher ?? Ohne mich .


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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 07.10.2018, 19:53

Hallo Leute,
ich bin jetzt dabei, eine geeignete Arretierung zu basteln. Meine Kaufvariante hält das Drehmoment nicht aus und lässt die Schwungmasse drehen.
Beispiele habe dankenswerterweise durch euch genügend.

Liebe Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 21.10.2018, 17:37

Hallo Leute,
es gibt einen neuen Zwischenstand.

Nachdem sich meine selbstgebaute Nuß begann 'auszunudeln' hat es mir gereicht. Nach einem kurzen Gespräch mit meinem Freund war klar, da muss ein schweres Gerät ran. Woher bekommen? Natürlich von der nächsten LKW-Werkstatt. Kurz die Verbindungen dorthin gecheckt. Am nächsten Tag hatte ich das Prachtexemplar daheim.
Bild

Ich konnte das Ding von Donnerstag 19:00 bis Freitag 08:00 haben. Also ran an die Nachtschicht. Um 22:20 hat die 80er Kurbelwellenmutter K.O. gegeben.
Ausschlaggebend war, dass die Nuß einen Zollanschluß und somit auch eine massive Querstange hatte, an die man mit einem Fäustel wuchtige Schläge abgeben konnte.

Als nächstes folgte ich den Tipps aus dem Forum und gab genauso wuchtige Schläge auf die Kurbelwelle ab (natürlich Alublock dazwischen), damit sich die Schwungscheibe lockert (die zu dem Zeitpunkt natürlich schon mit Lastschlinge und 2to-Kran gesichert war). Typischer Fall von 'denkste'. Die Zeit verstricht, die Schwungscheibe blieb, wo sie war. :evil:

In meiner Verzweiflung beschloß ich, das Gewicht des Motorblocks selbst als Zuggeschicht zu verwenden. Ich ging also her und drehte zwei Ösen in die Gewindelöcher der Schwungscheibe, hakte dort den 2to-Kran mit zwei Zughaken ein und hob den gesamten Motor unter 90Grad-Drehung nach oben.
Somit hing der gesamte Motor an der Kurbelwelle und diese im Schwungrad. Die 80er-Mutter hatte ich natürlich vor der Aktion bis auf einen Milimeter zugedreht. Ich setzte eine Alustange oben auf die Kurbelwelle ab und schlug mit dem Fäustel drauf. Nach ca. 30min. und zweimal Caramba in die Verbindung Kurbelwelle / Schwungscheibe machte es nach einem weiteren Schlag kurz 'klack' und der Motor hing auf der 80er-Schraube.
Mit der Hilfe eine Freundes wurde der Motorblock wieder nach unten gelassen, um 90Grad gedreht und verzurrt. Danach die 80er-Mutter gelöst und die Schwungscheibe von der Kurbelwelle sachte runtergeschoben. Da war auch diese Aufgabe gelöst.
Bild


Als nächstes stand die Entfernung des Lagerschildes am Plan. Vom Baujahr her hatte ich bereits damit gerechten, dass ich ein einteiliges Lagerschild habe.
War dann auch so...
Bild
Nach dem Entfernen der Schrauben dachte ich naiverweise, dass ich das Ding mit einer Öse ein wenig rausziehen kann. Natürlich nicht!!

An dieser Stelle möchte ich ein dickes Lob an den Traktorhof (TH) geben. Alle Lösungsansätze zu den weiteren Schritten sind in der einen oder anderen Weise bereits im Traktorhof beschrieben worden. Das war eine spitzenmäßige Steilvorlage zur Zielerreichung.

Ich habe also den TH zurate gezogen und bin draufgekommen, dass hier ein Seegering sein Unwesen treibt (Innenseite des Lagerschildes). Ich habe alle meine Seegerringzangen ausgepackt und mir fast die Finger gebrochen in der Hoffnung, dass ich den Ring aufmachen kann. So kam ich nicht weiter.

Also weiter im TH geforscht, was meine Vorgänger so angestellt haben. Dabei las ich, dass ich die Ausgleichsgewichte von der Kurbelwelle so und so runternehmen muß. Nachdem ich das (weil sonst eh nix gegangen ist) abgebaut hatte, sah ich links oberhalb der Ölpumpe ein Arretierungsblech, welches das vordere Kurbelwellenlager im Motorblock fixierte. Das wurde kurzerhand gelöst. Somit konnte ich mit Fäustel und Alublock und Schlägen auf die Kurbelwelle diese mitsamt dem Lagerschild nach hinten austreiben, ohne dass ich den Seegerring lösen musste. Das ging einfacher als gedacht.
Ergebnis...
Bild
In dieser Stellung war es ein Leichtes, den Seegerring mit Kraft zu lösen und rauszuheben.

Wie nun weiter?
Kurz im TH reingelesen und die Info gefunden, dass man das hintere Kurbelwellenlager aus dem Lagerschild mittels zwei Schrauben rausdrücken kann. Dazu muss man nur zwei lange Schrauben passenden Durchmessers nehmen und in die beiden Gewindelöcher im Lagerschild reindrehen (und ich dachte mir schon beim Herausschrauben, welche Funktion die beiden kurzen Schrauben an der Stelle haben - 'Stoppel' war die Antwort :) ). Bei gleichmäßigem Vorgehen kommt das Lager ohne Probleme frei.

Bild

Nächster Schritt war das Abziehen der schrägverzahnten Zahnrades. Mit dem geeigneten Werkzeug (hatte ich bereits aus der Getriebe-Schlacht) war das kein Problem. Mit Wärmebehandlung und Alustange und Fäustel waren dann die letzte Sicherung und die beiden Lager schnell unten.

Was mit hier jedoch aufgefallen ist,
1) dass im Motorblock noch immer der Aussenring des vorderen Kurbelwellenlagers...
Bild

und
2) auf der Kurbelwelle der Innenring der hinteren Kurbelwellenlagers verblieben sind
Bild

Das Austreiben von 1) kann ich mir noch irgendwie vorstellen (Stange und Fäustel).
Für das Abziehen von 2) fehlt mir gerade jede Vorstellung. Da gibt es nix zum Anpacken. :o
Müssen die beiden Teile unbedingt getauscht werden? Das Laufflächenbild sieht sehr gut aus.

Die Lager habe ich bei meinem hiesigen Lagerhändler schon angefragt. Sollten bis Ende kommende Woche (wenn alles passt) da sein.
Da kann ich dann eine Trockenpassung mit den verbliebenen Teilen machen.

Soweit mein Bericht.
Liebe Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon PD108 » 21.10.2018, 18:51

Hallo,
erstmal Danke dafür wie Du uns hier am D Check teilhaben lässt - sehr schön.
Ich fange mal gleich mit
Abziehen von 2) fehlt mir gerade jede Vorstellung

an.
mit sowas:
https://www.ebay.de/itm/12tlg-Lagerabzieher-Set-Trennmesser-Satz-Polradabzieher-Lager-Abziehersatz-AL-2-/401358738192
oder etwas improvisierten Werkzeug in der Art würde ich Druck in den Spalt zwischen Ring und KW geben. Dann sollte ich beim Erwärmen mittels Gasflamme schon was tun. Dann wieder Druck und wieder warm usw.
Durch die relativ grossen Duchmesser hat man eine ausreichende Ausdehnung des Ringes, so das die Spannung weg geht.
Viel Erfolg
Andreas
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 21.10.2018, 19:00

Hallo Andreas,
danke für den Tipp. So ein Werkzeug habe ich, nur nicht für den benötigten Durchmesser. Und dann muss es noch einen Spalt geben, wo man mit der 'Trennlippe' angreifen kann. Natürlich kann ich mit einem scharfen Stemmeisen dazwischen rein gehen, nur da regt sich bisweilen noch ein Widerstand in mir. :roll:
Schau ma mal...

Liebe Grüße,
Sam
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon PD108 » 21.10.2018, 19:54

scharfen Stemmeisen

sowas habe ich mir nicht getraut zu schreiben. Nur eben nicht mit Schlägen arbeiten. Also Druck aufbauen und dann Wärme.
sinngemäß so:
https://www.rs-werkzeuge.de/Lager-Innenring-Abzieher-68-mm?curr=EUR&gclid=EAIaIQobChMIr7PY5IyY3gIVxed3Ch0OywQ_EAQYAyABEgJLXPD_BwE
vielleicht mit einer Schraubzwinge und entsprechenden Keilstücken den Druck auf bauen und dann mit der Gasflamme...

mfg
Andreas
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon squiddy » 21.10.2018, 20:22

Also:
Wenn die Lager vom Spiel her i.O. sind können die bleiben. Aber ein neues Lager auf den alten Innenring (oder vorne Außenring) würde ich nicht machen.
Allerdings kosten die schon ein paar Teuros....

Ich hatte den Ring runter, was eine besch*** Arbeit, ein Distanzring ist auch noch dazwischen.
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon t16franz » 22.10.2018, 15:25

Hallo
Stell die Kurbelwelle hin, sodass der Ring runter rutschen kann. Dann mit ner Gasflamme oder Acetylen/Sauerstoff den Ring wärmen... Wichtig ist das du die Welle immer drehst. Dann rutscht er von alleine runter.
Mfg Franz

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