D-Check EKL15/II

Alles über den Wiederaufbau und die Restaurierung eures Schmuckstücks.

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GTfan
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon GTfan » 22.10.2018, 18:03

Moin moin,

oder du brätst eine richtig dicke Schweißraupe auf den Ring, wenn er eh neu gemacht werden soll. Dafür muss natürlich der Rest der Kurbelwelle absolut penibel vor Schweißspritzern geschützt werden, nicht dass du dir andere Lager- oder Gewindeflächen ruinierst. An 1-2 Stellen über den Umfang sollte dann eine Lücke bleiben. Das ist bei beiden Lagerringen eine mögliche Lösung.

Beim Außenring im Gehäuse zieht die Schweißnaht ihn beim Abkühlen so weit zusammen, dass er von selbst heraus fällt.
Beim Innenring auf der Kurbelwelle zieht die Schweißnaht den Ring auch stark zusammen und gibt dem sehr spröden Lagermaterial dadurch eine starke Eigenspannung. Wenn du dann mit einem halbwegs stumpfen Meißel und einem gewichtigen Hammer in die Lücke der Schweißnähte zielst, sprengt es den Ring. Dünnere Ringe springen manchmal auch schon beim Schweißen, dieser ist sehr dick und wird daher wohl den Meißel brauchen. Manche prellen auch zwei Hämmer aufeinander, was mir immer Bauchschmerzen bereitet, daher lieber der Meißel. Da die vorher genannten Lösungen mit der eingebrachten Schweißnaht definitiv ausfallen, wäre meine Lösung eher am Ende der Lösungsversuche zu sehen.

MfG
Fabian
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squiddy
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon squiddy » 22.10.2018, 20:06

Ich habs damals mit Sauerstoff/Propan probiert, da war die Wärme genauso schnell in der Kurbelwelle wie im Ring, die Auflagefläche ist zu groß, Acetylen hab ich nicht.
Schweißen kannte ich bis jetzt nur andersrum, aber interessanter Ansatz!

Die Außenring sitzt aber nicht sooo streng im Gehäuse, der geht auch so raus.
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Sam67
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 06.02.2019, 22:22

Hallo Leute,
nach langer dokumentarischer Abstinenz möchte ich euch wieder einmal über meine Fortschritte informieren.

Den Kampf mit dem Innenring des Kurbelwellenlagers haben wir nach Punkten gewonnen. Mein Freund und Werkstattmeister hat das Ding mit feinstem Schnitt durch eine Miniflex soweit aufgeschnitten, dass es sich danach bei leichtem Schlag mit einem Stemmeisen soweit aufgeweitet hat, dass es leicht runtergezogen werden konnte.

Damit waren dann alle Teile von der Kurbelwelle unten.
Bild

Die Kurbelwellenlager habe ich in Ganacker besorgt, da ich mir nicht sicher war, ob ich die korrekten Lager bei uns bekomme. War gut, denn da müssen C3-Lager rein (erhöhte Lagerluft). Hätte mein lokaler Händler glatt übersehen.

Nach dem Polieren der Laufflächen wurde die Kurbelwelle für 12h in meinen Getränkekühlschrank gesteckt. Am nächsten Tag wurden die Lager mit Heißluftfön erwärmt und auf die gekühlte Kurbelwelle aufgebracht. War eine einfache Sache. Genauso schnell waren die übrigen Teile drauf.
Beim Einpressen des großen KW-Lagers in den Kurbelwellenschild ist mir dann fast ein Hoppala geschehen. Gottseidank bin ich rechtzeitig drauf aufmerksam geworden, dass ich den großen Sicherungsring VOR dem kompletten Einpressen in Position bringen muss. Nach dem Einpressen kann man den Sicherungsring nicht mehr aufbringen!!

So war alles noch rechtzeitig an der korrekten Stelle, das Einpressen konnte beendet und das alles durch den Sicherungsring gesichert werden. Damit war die Kurbelwelle wieder einbaufertig.

Bevor ich das angegangen bin habe ich den Motorblock innen noch einmal gründlich gereinigt, damit ja alle alten Ablagerungen rauskommen.
Bild
Auf dem Bild sieht man schön das im Web besorgte Verbindungsrohr zwischen Ölpumpe und Motorblockwand (wo dahinter der Ölfiter montiert ist).

Auf das Kurbelwellenschild wurde eine neue Dichtung aufgebracht. Der Filzring wurde ebenso erneuert. Das Einbauen der Kurbelwelle hat durch gleichmäßiges Anziehen der Schrauben problemlos funktioniert. Das kleinere Kurbelwellenlager wurde duch die beiden Arretierbleche gesichert.
Auch das zusammenbauen der Steuerräder für Kurbel- und Nockenwelle waren kein Hokuspokus. Wichtig dabei nur, dass die Markierung auf den Zahnrädern zur Ausrichtung berücksichtigt werden.

Die Schwungscheibe wurde mit dem Werkstattkran auf die Kurbelwelle gehievt und mit der 60er-Mutter angezogen. Zuletzt wurde die neue Kupplung mit einem Zentrierdorn in der Schwungscheibe positioniert und verschraubt. Auch da gab es nichts Aufregendes zu melden. Und weil das alles so leicht von der Hand ging, habe ich auch nicht daran gedacht, von diesen Handgriffen Fotos zu machen. Sorry!

Damit ich den Motorblock mit Schwungscheibe in die Kuppunglglocke reinbekomme, habe ich mir dementsprechend große Ringmuttern besorgt und an die alten Zuganker aufgeschraubt. Damit konnte ich den Motorblock mit dem Werkstattkran in die Kupplungsglocke reinbugsieren. Das hat mehrere Anläufe benötigt, da es doch immer wieder auf die letzten Zentimeter gehakt hat. Durch das Zuhilfenehmen längerer Schrauben konnte ich Motorblock und Kupplungsglocke dazu bringen, dass sie sich korrekt "vereinten" :wink:

Das Ergebnis war dann nachstehendes:
Bild

Das alles wurde von mir anschließend nochmal gereinigt und entfettet und mit der Spritzpistole lacktechnisch nachgebessert.
Mit dem Ergebnis war ich zufrieden:
Bild
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Sam67
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 06.02.2019, 23:35

Nächster Arbeitsschritt war das Zusammenführen von Kolben, Zylinder, Pleuelstange und Kurbelwelle.

Den Zylinder habe ich innen mit einem Hohnschliff versehen, damit der Ölfilm einen Halt hat. Danach penible Säuberung und Einölung.
Der Kolben und das Pleuel wurden sanft durch das Pleuelauge verbunden. Dabei habe ich erst gesehen, dass ich keine passenden neuen Sicherungsringe habe.
Das war genau in der ersten Jännerwoche, wo bei uns viele Werkstätten Betriebsurlaub haben. Ich bin zwei Tage in der Gegend umhergefahren, um die Sicherungsringe zu bekommen. Denn ohne hätte ich in meiner Urlaubswoche nichts weiter machen können. :o Aber geschafft und es konnte weiter gehen.

Die Kolbenringe habe ich mit einer Kolbenringzange aufgebracht, den Kolben selbst unter Zuhilfenahme eines Kolbenringspanners von unten in den Zylinder eingeführt. Die neuen Zuganker wurden im Motorblock gesetzt und von innen verschraubt. Ein Paket von Ausgleichsscheiben wurde um den Zylinderfuß gelegt, damit nach Ausmessen das Maß zwischen Kolbenoberseite und Zylinderoberkante auf 1mm eingestellt werden kann.
Dabei haben mir die Anleitungen von Andi & Co sehr geholfen. Mit einer selbsgebastelten Brücke und Alublock habe ich den Zylinder niedergespannt und mit einem Tiefenmesser ausgemessen. Das ist recht gut gegangen. Letztlich sind von fünf Ausgleichscheiben vier rausgezwickt worden.
Nach dem Vorgang wurde das Rohr für die Stößel eingesetzt, der Zylinderkopf aufgesetzt und alles angezogen.
Bild

Danach ging ich zu meinem Arbeitstisch, holte die Stößelstangen und wollte diese einsetzen. Doch so einfach ging das nicht, denn ich hatte beim Auseinandernehmen des Motors alles so zusammen am Tisch abgelegt, wie die Sachen beim Zusammenbau wieder zusammengehören. Und da waren am Ende der Stößelstangen noch immer die Steuerstößel beigelegt. :cry: Die hätten zu dem Zeitpunkt aber schon im Steuergehäuse eingebaut sein sollen. :twisted:

Somit Abbau Zylinderkopf, Stößelrohr, ESP und Steuergehäuse. Nur um die zwei kleinen Steuerstößel an ihren Platz zu bringen. In der Stunde war ich nicht gut drauf! Danach wieder Zusammenbau und Anziehen der Zylinderkopfschrauben und der Schraube für die Einspritzdüse mit den vorgesehenen Drehmomenten. Auch hier hat der Traktorhof bereits tolle Infos parat gehabt. Das Montieren der Halterung für den Ölbadluftfilter und des Starters waren ein 0815-Job.

Damit mein Eicher auf geradem Boden stehen kann wurde die Riemenscheibe und die Vorderschüssel mit Achse montiert. Das Ergebnis hat mich für die Arbeiten seit Juni 2017 entschädigt.
Bild

Bild

Das Einstellen des Ventilspiels mit 0,1mm und des Dekowegs (0,4mm) habe ich gemeinsam mit meinem Onkel gemacht (er war im Berufsleben LaMa-Meister im hiesigen Raiffeisen Lagerhaus).

Beim Einstellen haben wir die Kurbelwelle einmal gut eingeölt und dann mit der Kurbel gedreht, um die Totpunkte zu spüren. Dabei ist uns aufgefallen, dass die Kurbelwelle schwer zu drehen war. Ich habe daraufhin die Dehnschrauben im Pleuel um 3 NM weniger streng angezogen und es hat gepasst.

Jetzt war der Moment gekommen, wo der Motor nach Jahres das erste Mal wieder laufen sollte. Batterie war da und aufgeladen. Der Starter war montiert. Der Tank angeschlossen, der Diesel vorhanden, die Leitung entlüftet, den großen Schraubenzieher in der Hand.
Ich bereitete meinen ED1-Motor wie im Traktorhof schon oft beschrieben auf den Start vor (Handgas, Vorpumpen, Dekohebel gezogen - es war gerade um die 0 Grad), legte den großen Schraubenzieher am Starter auf die beiden Pole an und.... NIX!!!! :x
Der Starter gab keinen Mukser von sich. Den hatte ich vor einem Jahr komplett herrichten lassen und jetzt das!

Nachdem uns in der Scheune schon wirklich kalt war und der Frustpegel ganz oben angestanden ist, haben wir den Hut drauf geschmissen und haben den Traktor in Ruhe gelassen. Mir hat es natürlich keine Ruhe gelassen. In der Nacht bin ich in Gedanken alle Möglichkeiten durchgegangen. Am nächsten Morgen war klar, dass ich den Starter ausbauen und in meinem Keller eine Teststellung aufbauen muss. Gesagt, getan.
Starter wurde im Schraubstock fixiert, eine Batterie hingestellt und das alles mit Starterkabeln verbunden. ... und das Ding funktionierte! :o

Also statt in die Starterwerkstatt wieder zurück zum Traktor und Starter eingebaut. Batterie mit Starterkabel an den Starter verbunden. Schraubenzieher hingehalten ...und NIX. Daraufhin habe ich die Starterkabel der Teststellung genommen und damit Batterie und Starter verbunden. Schraubenzieher hingehalten und das Ding funktioniert. Damit war klar, dass das Problem im Stromkreis liegen muss. Schnell war klar, dass ich keine Masse hatte, da ich die Vorderschüssel mit Batteriehalter zu gut lackiert hatte. Mit der Bürstenscheibe schnell den Lack weggeschliffen, Masseband neu angeschraubt und die Welt war in Ordnung. Der Starter drehte sich.

Jetzt gab es kein Halten mehr. Alles für den ersten Motorstart in Position und den Starter mit dem Schraubenschlüssel in Bewegung gebracht.
Was soll ich sagen? Mein EKL15 begann sein erstes Leben am 20.1.1955, sein zweites Leben am 5.1.2019. :D
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 07.02.2019, 00:19

Ich ließ den Motor ca. 15 Minuten laufen, um zu sehen, was sich da so tut. Der Motor lief ruhig, nur bemerkte ich, dass es subjektiv betrachtet bei der Einspritzdüse rausrauchte. Ich erinnerte mich, dass ich die Messingscheibe ein zweites Mal verwendet habe (nach dem Ab- und nochmaligen Aufbau des Zylinderkopfes). Das hätte ich nicht tun sollen. Also nach Motorstopp und Auskühlphase neue Messingscheibe rein und angezogen. Kurzer Start des Motors - kein Rauch mehr.

Nach weiterem Motor-Aus habe ich den Zylinder genau kontrolliert und dabei festgestellt, dass ich auf Höhe des Zylinderkopffußes auf der Kühlrippe auf drei Seiten Rußspuren hatte. Sch... der Zylinderkopf dichtete nicht korrekt gegen den Zylinder ab. :cry:
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In einem kurzen Gespräch mit meinem Onkel kam die Frage "hast du den Zylinder eh mit dem Zylinderkopf eingeschiffen?" So a blede Frage; natürlich nicht! :o

Also dann:
*) Demontage Kraftstoffleitungen
*) Demontage Zylinderkopf
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*) Demontage Pleuel mitsamt dem Zylinder
*) Fixierung Pleuel/Kolben im Zylinder mit massig Klebeband
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*) Fixierung Zylinderkopf
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...und dann eine dreiviertel Stunde händisches Schleifen mit Grob- und Feinpaste.
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Durch Einstreichen mit einem Edding-Stift und Abschleifen habe ich gut sehen können, wo es nicht passt. Danach sorgfältige Reinigung mit Pressluft, mehreren Lappen und Öllagen. Danach mit dem Krempel wieder zurück zum Traktor und Einbau vorbereitet.
Dabei viel mir auf, dass die beiden linken Zuganker im Motorblock locker waren. Da hatten sich die Muttern im Motorinneren gelockert. Wahrscheinlich war das auch der Hauptgrund für der Undichtsein am Zylinder.

Ich bin dann hergegangen und habe alle vier Muttern im Motorblock-inneren gegen selbssichernde Muttern ausgetauscht und gut angezogen. Dann den Zylinder mit Kolben wieder eingebaut, alles mit den korrekten Drehmomenten angezogen, neue Messingscheibe bei der Einspritzdüse eingelegt, alle Kraftstoffleitungen montiert und entlüftet, das Ventilspiel und Dekoweg neu eingestellt. Die Sache hat mich zwei ganze Tage gekostet!

Ein Probelauf mit Hinhalten eines weißen Zettels hat ergeben, dass da alles dicht ist. Damit war der Weg frei, dass ich weitere Anbauteile wie Ölbadluftfilter, Lichtmaschine, Auspuff und Lüfterrad montiere.
Bild

Bei der Montage des Luftleitblechs erkannte ich, dass ich das schon lange besorgte Schildchen zum Motorstart erfolgreich verlegt hatte. Ein nachträgliches Aufnieten des Schildchens geht nicht, da man mit der Nietzange nach Montage nicht mehr richtig dazukommt. Somit Stopp beim Zusammenbau und krampfhaftes Suchen des Schildchens. Nach einer Woche habe ich es aufgegeben und im Web nach Ersatz gesucht. Dass Fr. Schimmer ihren Shop zwischenzeitlich nicht mehr führen kann, hat die Sache noch verschärft. Gottseidank hat ein Eicher-Spezi zwischenzeitlich mit einem Schild aushelfen können.

An dem Sonntag, an dem der Zusammenbau gestoppt werden musste, habe ich meine Nerven mit künstlerischer Tätigkeit beruhigt. Ich habe mir das Eicherschild vorgenommen und aufbereitet.
Ausgangszustand:
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Nach der Grundreinigung und Entfernung der Hintergrundfarbe:
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Nach Beendigung der Arbeiten mit Klarlackversiegelung:
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon wink » 07.02.2019, 15:45

Schön das es hier weitergeht. Schaut schon wieder richtig gut aus!
MfG
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon 3085 » 08.02.2019, 09:02

Freut mich dass es voran geht!
Wie hast du denn jetzt das Kegel/Tellerrad eingebaut? Würde mich da über Rückmeldung sehr freuen =)
Ohne Eicher?? Ohne mich.

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Eicher 3???
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Re: D-Check EKL15/II

Beitragvon Sam67 » 08.02.2019, 14:30

Hallo 3085!
Ich habe es so gehalten wie du vorgeschlagen hast. Probieren mit Touchierfarbe.
Ich habe mehrere 0,1mm-Scheiben aufgezogen und das Ganze zusammengebaut. Damit die Vermessung funktioniert, musste ich auch das Differenzialgetriebe soweit einbauen und mit den Achstrichter-Kugellagern in Stellung halten.

Die erste Touchiermessung hat ergeben, dass ich mit dem Kegelrad zu tief im Tellerrad drinnen war. Daher Achstrichter raus, Differenzialgetriebe soweit bewegen/anheben, dass ich die Welle mit dem Tellerrad soweit rausziehen konnte, um eine 0,1er-Scheibe rauszuzwicken. Das Spiel ging dreimal.
Letztlich blieb eine 0,1er-Scheibe übrig.

Hat mich einen guten Tag gekostet. Da ich diese Arbeit mit Widerwillen im Bauch gemacht habe, habe ich natürlich auch gleich auf Foto-Dokumentation vergessen. Der Vorteil bei Nutzung dieser Messeinrichtung wurde mir klar gemacht. Das Achstrichter rein/raus und Differenzialgetriebe einfädeln/ausfädeln hätte es nicht gegeben. Andererseits solange ich auf dem Kegelrad nicht ablesen kann, welche Abweichung vorgesehen ist, nutzt mir die beste Messeinrichtung nichts. :roll:

Für meinen Mammut muss ich mir was überlegen. Dort will ich das so nicht nochmal machen müssen.

Liebe Grüße,
Sam
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