Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon Commander89 » 03.06.2018, 10:55

Hallo Leute! Ich suche immer noch nach der schon gezeigten Südrad-Felge. Ich habe leider schon einen Fehlkauf über Ebay-Kleinanzeigen hinter mir - dort wurde mir eine 3,25x16 als 3x16 verkauft...
Hat nicht evtl. einer eine passende Felge über?

@Hendrik:

Erst einmal Danke für den Tip! Ich habe direkt mal im Baumarkt nachgefragt. Dort sagte man mir, dass sie Farbe nach Muster anmischen können aber die Farbe schon noch sichtbar von dem Farbton abweichen kann??? Gibt es da Erfahrungen wie stark es abweicht? Sollte ein Fachladen es genauer hin bekommen als der Baumarkt?
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon Commander89 » 03.06.2018, 11:55

Hier nachträglich noch ein kleines Video vom ersten Start nach der Demontage:

https://youtu.be/hmn-hSo4Eq4
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon Commander89 » 02.11.2018, 22:29

Ich melde mich auch mal wieder - nachdem lange wenig am Traktor gemacht wurde und ich viel mit meinen Zweirädern beschäftigt war XD

Das Problem mit der Felge scheint gelöst. Ich konnte meine falsche gegen eine scheinbar richtige tauschen.

Nun habe ich direkt ein neues Anliegen. Aus einem der Froststopfen am Kopf sickert ein wenig Wasser (Rost oder Riss). Meine Frage ist, ob Froststopfen genormt sind und wo ich einen her bekomme. Von außen gemessen hat er einen Durchmesser von 60mm ... zur Not könnte man sich was selber drehen?
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon GTfan » 02.11.2018, 22:47

Moin moin,

Froststopfen mit 60mm Durchmesser gibts jede Menge im Internet, einfach mal "Froststopfen 60mm" suchen ;)

MfG
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon Commander89 » 03.12.2018, 08:54

Hallo!

Ich melde mich mit einem neuen Problem den Kühlkreislauf betreffend. Ich konnte Kühlwasser im Öl feststellen und bin auf Fehlersuche gegangen. Da die Kopfdichtung ja neu war, dachte ich mir schon, dass es daran nicht liegt. Scheinbar bestätigt sich das nun auch. Ich habe den Kopf demontiert und den Block mit Wasser gefüllt, um zu sehen ob sich meine Vermutung (Laufbuchsendichtung) bestätigt. Seither ist schon etwas aus der offenen Ölablauföffnung getropft. Vorher hatte ich den Motor mehrere Tage leer tropfen lassen ... Natürlich ist hauptsächlich Rest-Öl abgetropft aber es war auch deutlich die Kühlflüssigkeit zu erkennen. Ich werde es noch weiter so stehen lassen um sicher zu sein.

Dieses Problem ist meiner Meinung nach neu - in einem ersten Ölwechsel den ich vor dem ersten Betrieb nach der Montage gemacht habe, war noch kein Wasser im Öl zu erkennen. Kann es sein, dass die Dichtung aufgegeben hat, als der Motor komplett entleert war und somit ausgetrocknet ist? Eine andere Art von neu auftretender Undichtigkeit z.B. Riss oder so kann ich mir nicht vorstellen - oder hat noch jemand Ideen?

Ich werde jedenfalls nicht drum herum kommen die Büchsen zu ziehen ... :weinen:
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon Commander89 » 06.12.2018, 21:04

Hallo nochmal!

Ich würde mich über ein paar Erfahrungen und Tips echt freuen, da ich sowas auch noch nicht gemacht habe...

Was muss ich besonderes beachten?
Gibt es Probleme beim Ziehen von Laufbuchsen durch Rost, Alter etc. ?
Was sollte ich auf keinen Fall tun? :mrgreen:
Was sollte ich auf jeden Fall tun (auch evtl. zusätzliche Arbeiten)?
Sinnvolle Werkzeuge?
Habe ich was vergessen?

Gruß
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon Commander89 » 07.12.2018, 17:39

Hallo nochmal!

Ich habe heute schon einmal angefangen den Motor weiter zu zerlegen. Hinter dem Seitendeckel der nächste Beweis für meine Theorie ...

IMG_20181207_143502.jpg


Die Pleuel sammt Kolben habe ich auch entnommen. Sobald ich Werkzeug habe kann ich also die Buchsen ziehen.
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon Commander89 » 26.01.2019, 16:23

Hallo,

zugegeben ein wenig enttäuscht war ich schon, dass sich niemand mit ein paar Tips gemeldet hat. So habe ich mir nun selber geholfen und nach bestem Wissen gearbeitet....

Erst einmal an Hand der technischen Zeichnung die Lage eingeschätzt...

IMG_20181103_174715.jpg


Da ich nichts erkennen konnte, was man groß demontieren muss bevor man die Büchsen zieht und auch sonst keine Anzeichen zu erkennen waren warum es zu besonderen Problemen kommen sollte, habe ich mir dann Gedanken gemacht wie der Abzieher aussehen muss. Hierbei war es enorm von Vorteil, dass der 2DN den großen Deckel an der Seite hat. So muss das Werkzeug nicht von oben durch die Zylinderbohrung eingesetzt werden und man kann eine einfache Scheibe mit Absatz nehmen. Um oben anständig halt zu haben, habe ich mich entschieden eine Traverse über die Stehbolzen des Zylinderkopfs zu setzen - so kann die selbe Vorrichtung auch genutzt werden um die Büchsen wieder in den Block zu setzen. Das ganze sieht dann so aus...

IMG_20190126_152953.jpg


Dann konnte ich mich an die eigentliche Arbeit machen. Als erstes die Buchse ziehen welche die defekte Dichtung hat. Also die Traverse über den Zylinder montieren, die Scheibe von unten in die Zylinderbohrung setzen und den Gewindestab mit Muttern fixieren.

IMG_20190126_104027.jpg


Dann erst einmal Spannung auf die Konstruktion gegeben und schauen ob sich etwas rührt. Erst einmal passierte nichts. Also wie nachhelfen? Mit Temperatur! Ich habe also den Motorblock mit kochendem Wasser gefüllt, gewartet bis er schön warm war und dann das Wasser wieder abgelassen. Da jetzt logischer Weise die Buchse ebenfalls warm war, habe ich nun die Zylinderbohrung mit Eiswasser gefüllt (ganz dicht war es natürlich nicht aber musste es ja auch nicht sein. Nun konnte ich die Buchse mit relativ geringem Kraftaufwand ziehen.

IMG_20190126_122116.jpg


Sobald die Buchse aus dem Passsitz gezogen ist, kann man die Vorrichtung entfernen und die Buchse von Hand aus dem Block entnehmen.

IMG_20190126_122649.jpg
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon Commander89 » 26.01.2019, 16:27

Im Block sieht man nun den Bereich in dem das Kühlwasser seine Wirkung tut...

IMG_20190126_122600.jpg


Die Mischung aus Rost und Schmodder landete dann Teilweise auch in dem Kurbelwellengehäuse...

IMG_20190126_122626.jpg
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon Commander89 » 26.01.2019, 16:41

Gleiches Spiel dann auch mit der anderen Laufbuchse? Nein leider nicht! Der Motor war schon wieder kalt und die Buchse wollte nicht kommen. Da ich die Vorgehensweise mit kochendem Wasser jedoch nicht mehr anwenden konnte musste hier die Lötlampe her. Dann ging es irgenwann doch, wenn auch nicht gut und mit viel Kraftaufwand.

IMG_20190126_150838.jpg

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IMG_20190126_151156.jpg


Eine Buchse habe ich schon gereinigt und entrostet. Ich weiß jedoch nicht ob ich diese Buchsen wieder verbauen sollte. Einen Kreuzschliff gibt es nicht mehr die Laufbahn sieht eher wie poliert mit leichten Riefen aus. Außerdem ist am Ende der von dem Kolben genutzten Bahn eine Kante entstanden welche auf der Krümmer- bzw. Ansaugstutzen- Seite minimal ist und auf der anderen wohl locker ein Zehntel hat. Ich gehe davon aus dies ist das Resultat der höheren Anpressung des Kolbens bei der Verbrennung geschuldet.
Ich werde damit wohl mal bei einem Motorenbauer vorbei schauen... was haltet ihr davon?
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon jweitzel » 26.01.2019, 21:23

Ich habe zu wenig konkrete Erfahrung, um Dir hier verwertbare Empfehlungen zu geben. Von anderer Herrichtung von Zylinder/Kolben her weiß ich, es wäre zu prüfen, ob Du die Einlaufkante am OT und überhaupt die Laufbahnen gehohnt bekommst (bzw aufs nächste Übermaß ausgedreht und gehohnt). Die Laufbahnen werden aufgrund der Kräftegeometrie im Arbeitstakt an der den sich nach unten drehenden Kurbelarmen gegenüberliegenden Seite stärker beansprucht und verschlissen.
Also wäre für mich zu prüfen: Haben die Büchsen genug Substanz, um von außen aufgearbeitet und neu mit Dichtflächen versehen zu werden (kenne ich
mich nicht aus), und um von innen gehohnt/aufs nächste Übermaß ausgedreht zu werden.

Warum sich hier im Forum die Cracks grad nicht melden, weiß ich nicht. Vielleicht noch auf Magerkur von Weihnachten?

Viel Erfolg!
Johannes
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon Hinnerk » 27.01.2019, 09:32

Moin,

die weitere Vorgehensweise würde ich von der Verfügbarkeit neuer Laufbuchsen abhängig machen. Ein wenig gegoogelt, und siehe da, es gibt sie. Vielleicht nicht billig, aber immerhin gibt es sie neu zu kaufen. das entspannt deine Situation erheblich.

Da du die Altteile erfolgreich herausoperieren konntest, würde ich in den sauren Apfel beissen und eine komplette neue Laufgarnitur einbauen. Dann ist Ruhe für die nächsten 5.000 Betriebsstunden. Wichtig ist hierbei, dass du die Auflagefläche des Buchsenkragens oben im Motor akribisch reinigst, sonst steht die Buchse später zu weit über. Ebenso wichtig ist die Reinigung der Dichtfläche des O-Rings unten im Block. Da sickert dir sonst das Kühlwasser ins Kurbelgehäuse. An dieser Stelle benutze ich stets etwas Silikon-Dichtmasse.

Gruß, Hendrik
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Re: Ein Güldner ADN 16 Ps von 1956 soll wieder schick werden...

Beitragvon Commander89 » 27.01.2019, 19:30

Hallo,

die Option alles neu zu machen halte ich, rein von der optischen Einschätzung her, auch für möglich. Hinzu kommt, selbst mit dem Wissen, dass er noch gut gelaufen und gestartet ist, baue ich ungern etwas zusammen von dem ich nicht vollends überzeugt bin. - Gerade mit der Vorgeschichte, dass ich den Motor nicht angerührt habe weil er scheinbar perfekt war.
Der Preis für 2x Zylinder, Kolben und Lagerschalen (ca.1200€) ist wie schon erwähnt nicht ohne - aber dann wäre es halt getan...

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