Qualität von Händler TÜV bei Gebrauchtschlepper

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ihcpower
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Qualität von Händler TÜV bei Gebrauchtschlepper

Beitragvon ihcpower » 09.10.2017, 21:32

Hallo Leute

Habe mir im Mai einen gebrauchten MB Trac bei einem Landmaschinenhändler gekauft der den TÜV neu machen lies.
Da sollte man sich doch darauf verlassen können dass der Schlepper verkehrssicher ist?
Zufällig ist mir aufgefallen dass die Achsschenkel recht viel vertikales Spiel haben hat man nur bei angehobener Vorderachse gemerkt.
Also habe ich angefangen die Achsschenkel neu zu lagern auf der rechten Seite war die Gelenkbüchse schon teilweise gebrochen und auf der linken Seite ist der Achskörper schon teilweise eingelaufen.
Dabei stellte ich fest dass die Spurstangenköpfe nur noch Kernschrott sind und auch ein Kugelkopf von einem Lenkzylinder ausgelutscht ist. Die Bremsschläuche werde ich auch neu machen da diese rissig und sich teilweise schon auflösen konnte man aber erst erkennen als man diese sauber gemacht hat.
Also bei dem TÜV Prüfer von Autowerkstatt wo ich immer den TÜV machen lasse hätte den Schlepper keinen Stempel gegeben wenn nicht wegen dem Zustand der Spurstange sogar stillgelegt.
Mein Vertrauen in diese Werkstatt ist nun endgültig weg da es in der Vergangenheit zwar nur Lappalien dagegen waren aber es ist immer der letzte Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt.
Denn gerade bei Bremsen und Lenkung sollte man sich die Arbeit der Werkstatt verlassen können.

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Re: Qualität von Händler TÜV bei Gebrauchtschlepper

Beitragvon F20GH » 10.10.2017, 08:31

Hallo ihcpower,

was hat der Prüfer denn in seinen Bericht reingeschrieben, den Du ausgehändigt bekommen hast?

Das, was man "früher" als "Bauern-TÜV" bezeichnet hat, gibt es bei uns schon lange nicht mehr!
Mein 20er Dieselross haben die im Frühjahr sooo genau geprüft (inkl. Probefahrt und Bremsproben),
dass mir schon Angst und Bange wurde ....
Mit Lenkungsteilen an der Verschleissgrenze gibt es bei uns keinen Stempel.

Gruß, F20GH.
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Re: Qualität von Händler TÜV bei Gebrauchtschlepper

Beitragvon ihcpower » 10.10.2017, 19:13

Hallo

Hallo ihcpower,

was hat der Prüfer denn in seinen Bericht reingeschrieben, den Du ausgehändigt bekommen hast?

Das, was man "früher" als "Bauern-TÜV" bezeichnet hat, gibt es bei uns schon lange nicht mehr!
Mein 20er Dieselross haben die im Frühjahr sooo genau geprüft (inkl. Probefahrt und Bremsproben),
dass mir schon Angst und Bange wurde ....
Mit Lenkungsteilen an der Verschleissgrenze gibt es bei uns keinen Stempel.

Gruß, F20GH.


Laut dem mir vom Händler ausgehändigten TÜV Bericht ging der MB Trac fehlerfrei durch die Prüfung. Wenn man sich darauf nicht mehr verlassen kann ist das Ding nicht einmal das Papier wert auf dem es steht.
Die Spurstange ist schon über die Verschleißgrenze hinaus ausgeleiert diese hätte ich schon in eigenem Interesse schon viel früher erneuert.

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Re: Qualität von Händler TÜV bei Gebrauchtschlepper

Beitragvon HakoT6T8 » 10.10.2017, 20:40

Den Frust hast Du Dir jetzt von der Seele geschrieben :mrgreen:

Was können wir sonst tun? Passte der Preis zum Zustand...?
Falls nicht, war der MB Trac 100% überteuert?
Sonst wird es wohl unter Lebenserfahrung und Warnung für andere
zu verbuchen sein...

Bei einem Fähnchenhändler heißt eine neue HU Plakette auch nicht
zwingend, dass das Fahrzeug mängelfrei ist... :roll: Und ich weiß
auch welche Mängel meine Fahrzeuge haben und wie ich die vorstelle,
damit gerade kein Prüfer drüber fällt,... Das wird der Händler auch
wissen...
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Re: Qualität von Händler TÜV bei Gebrauchtschlepper

Beitragvon tegl » 11.10.2017, 20:21

HakoT6T8 hat geschrieben:Bei einem Fähnchenhändler heißt eine neue HU Plakette auch nicht
zwingend, dass das Fahrzeug mängelfrei ist... :roll: Und ich weiß
auch welche Mängel meine Fahrzeuge haben und wie ich die vorstelle,
damit gerade kein Prüfer drüber fällt,... Das wird der Händler auch
wissen...



Das ist m.E. wissentlicher Betrug und somit strafbar !!!!!!!!!!
Gruß Ralf

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Re: Qualität von Händler TÜV bei Gebrauchtschlepper

Beitragvon ihcpower » 11.10.2017, 21:18

Hallo

Dass der Prüfer einen Fehler übersieht mag ja sein aber 3 auch für ein weniger geschultes Auge erkennen kann bezweifle ich. Da ist ein blinder Reflektor am Hauptscheinwerfer noch das harmlosere eine schlecht ziehend Bremse die ausgelutschte Spurstange und die defekten Stoßdämpfer sollte man erkennen.
Hatte auf der Heimfahrt Probleme mit Ölverlust wo mich ein lieber Verkehrsteilnehmer aufmerksam gemacht hat als ich anhalten wollte hatte ich fast keine Bremswirkung auf der Fußbremse konnte den Trac nur noch mit der Handbremse zum Stehen bringen.
War angeblich nur etwas Luft im System.
Nach dem Zustand der Bremsschläuche ist nur eine Frag der Zeit gewesen bis es wieder nur einem Bremsausfall gekommen wäre.
Klar jedes Fahrzeug reagiert etwas anders beim Bremsen, Lenken und im Fahrverhalten allgemein.

Das ist m.E. wissentlicher Betrug und somit strafbar !!!!!!!!!!


Dass der Händler von den Mängeln gewusst hat dürfte auch nicht so leicht zu Beweisen sein.


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Re: Qualität von Händler TÜV bei Gebrauchtschlepper

Beitragvon ihcpower » 27.10.2017, 13:10

Hallo Leute

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.nach-plakettenbetrug-grosser-aerger-ueber-tuev-anweisung.d55d165c-9f05-4074-994b-16bbe41e3328.html
Dieser Vorfall war zwar bevor ich mir den Trac gekauft habe wurde aber von dieser TÜV Stelle geprüft mir kommt es aber vor als ob der Prüfer das Fahrzeug auch nicht gesehen hat.
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Re: Qualität von Händler TÜV bei Gebrauchtschlepper

Beitragvon fendtman » 27.10.2017, 20:35

Hi,

beim Kauf eines gebrauchten alten Schleppers braucht man sich sicher nicht auf die Tüv-Plakette verlassen ... :roll: :lol:

Ein PKW kommt auf die Bühne und Bremsenprüfstand etc. und wird durchgecheckt - ist gründlicher und einfacher als beim Schlepper.

Ein alter Schlepper wird meist am Hof vorgefahren...
Während man beim 40 PS Hinterradschlepper noch halbwegs per Muskelkraft herausfinden kann, wie es um die Achslagerungen steht, rüttelst du beim 80PS Allradler schon nicht mehr die Welt...wenn du hier Lagerspiel per Hand merkst, ist übel was hinüber.

Ich kann dir ein Lied singen ...

Der Tüvler kommt ja nicht überraschend.
Also wird der Schlepper ungewaschen vorgeführt, der Dreck verdeckt das ein oder andere ... (z.B. deine Bremsleitungen) ... und Lagerstellen werden frisch geschmiert, das verbessert bzw. beseitigt diverses Spiel - zumindest die paar Minuten und Meter bis die Prüfung um ist. Dann wird beim alten Schlepper auch ein gewisses Maß an Lenkspiel toleriert.

Als ich meinen Favorit 3 Allrad gekauft habe, war noch 1 Jahr Tüv drauf, letzter Tüv ohne Mängel.

Die Warnblinkanlage wurde vor xx Jahren nachgerüstet und falsch angeschlossen, beim Bremsen ging immer der rechte Blinker mit ... sicher ewig schon.
Spurstangenkopf verschlissen, Ölverluste, Abgaskrümmer total hinüber - Motor, Motorhaube deutlich sichtbar alles schwarz.

Als ich meinen 611er Fendt 2010 von einem größeren JD Händler gekauft habe ... da galt noch der alte Tüv Katalog ... wurde ebenso noch frischer Tüv gemacht, alle festgestellten Mängel vor Ort beseitigt. :lol: :lol:

Bei der Besichtigung war die linke Bremse absolut tot ... auch entlüften brachte nur für wenige Minuten Besserung. Massefehler am Rücklicht weiterhin vorhanden. Druckluftkompressor total verschlissen, Abschaltdruck wurde lange nicht erreicht und auch der nötige Bremsdruck kaum, die Vorderachse war wohl mindestens so Elend wie bei deinem Trac, eher schlechter (Lager hin, Lageraußenring hin ... Achskörper angefressen).

Zumindest die Reparatur der Bremse für gut 1500 EUR hat damals der Händler noch nachträglich übernehmen müssen da ich im Kaufvertrag vereinbart hatte, dass die Bremse i.O. gebracht wird...beim Rest bin ich selbst Schuld.

Heute geh ich nur noch mit Wagenheber, Rollwagen u. Taschenlampe zum Schlepper ansehen ...

Also so viel zur Aussagekraft der Tüv-Plaketten beim Schlepper...

Bei den alten Krücken muss man schon mehr als ein gutes Auge drauf werfen, was für ein Elend man sich kauft...
Du kannst ja mal mit deinem Händler reden, erwarten würde ich 0,0 ... und ob der Händler das wirklich wusste?
Der wird sich kaum massiv für den Trac interessiert haben und wird froh gewesen sein, wie der Hobel vom Hof war ...
Evtl. hat der Stift den Trac schnell 5Min den Tüvler vorgeführt ... kann alles sein.

Beim Schlepper sind die Toleranzen beim Lenkspiel auch noch ein Mü größer als beim PKW ...

Auch wenn es unschön ist und normal nicht so sein sollte, du hättest deine Augen auch besser auf machen sollen

Verbuch es unter Lehrgeld und freu dich am Trac - wenn er sonst okay ist.
Die Fendt Prospekte-Homepage
http://fendt-prospekte.jimdo.com/


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Re: Qualität von Händler TÜV bei Gebrauchtschlepper

Beitragvon Deutz 4006 » 28.10.2017, 12:58

Hallo,

bei mir hat noch kein TÜV-Prüfer beim Traktor bei der HU die Achslagerung kontrolliert, Spurstangen dagegen immer. Bremsprobe immer auf dem Hof vor dem TÜV-Gebäude, also nichts mit Prüfstand und Werte vergleichen.

Das mit der HU gegen Bezahlung ohne Vorführen des Fahrzeugs ist für Leute mit guten Kontakten (wie z.B. Autohändler oder zwielichte Werkstätten) auch bei mir in der Gegend früher möglich gewesen - vermutlich (zumindest vermute ich es) gibt es das in ganz Deutschland.

Selbstverständlich halte ich absolut nichts von solchen Praktiken und meine HU's sind alle auf legalem, offiziellen Weg durchgeführt worden.
Viele Grüße

Simon


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Re: Qualität von Händler TÜV bei Gebrauchtschlepper

Beitragvon ihcpower » 28.10.2017, 22:03

Hallo Leute

bei mir hat noch kein TÜV-Prüfer beim Traktor bei der HU die Achslagerung kontrolliert, Spurstangen dagegen immer. Bremsprobe immer auf dem Hof vor dem TÜV-Gebäude, also nichts mit Prüfstand und Werte vergleichen.


So kenne ich es auch bei meinem Güldner G30 wurde schon mal die Lagerung an der Vorderachse geprüft die Lenkung aber bei jedem anderen Schlepper immer gründlich da wäre so etwas nie durchgegangen.

https://www.youtube.com/watch?v=qVK7gbHYDeY&feature=youtu.be

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