Zustands Einschätzung Kramer K15

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Kramer K15
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Zustands Einschätzung Kramer K15

Beitragvon Kramer K15 » 13.03.2018, 17:26

Hi Leute,
Ich wollte mal eure Meinung zu folgendem hören.

Hab mich in eine Kramer K15 verguckt, da ich aber noch nicht vielen Ahnung von der Materie hab, bin ich mir unsicher ob man mich nicht irgendwo übern Tisch ziehen will.

Ich würde mir gerne den K15 kaufen , soll 2000 VB Kosten, hat laut Vorbesitzer keine Frostschäden erlitten und auch so sind ihm keine größeren Mängel bekannt. Was ich noch weiß, die bremswirkung ist links etwas schwach, er ölt irgendwo leicht( 1-2Tropfen am Tag), die Elektrik
Bis auf Anlasser und Lichtmaschine fehlt und Papiere hat er sich keine.
Mach ich einen Fehler, wenn ich da Zuschläge?

Würde gerne ein Foto anhängen, bekomm es aber nicht hin.

Gruß David
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Schraubergottchen
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Re: Zustands Einschätzung Kramer K15

Beitragvon Schraubergottchen » 13.03.2018, 19:08

Hallo David,

hier über Preise zu philosophieren ist quatsch...da könntest du auch zum Wahrsager auf dem Jahrmarkt gehen.
Wenn dir der Schlepper zusagt, dann fahre dort hin und schau dir den Zustand genau an! Zustand der Reifen, Spiel in der Vorderachse und Lenkung, Startverhalten im kalten Zustand, Durchzugskraft, Dichtheit, Rost, usw.
Wenn du selbst nicht so vertraut bist mit der Materie, dann nimm jemanden mit, der was davon versteht. Hast ja bestimmt so jemand im Bekanntenkreis. Ansonsten zum nächsten Oldtimerverein, hier im Forum fragen ob sich wer aus der Nähe Zeit nimmt oder im Zweifelsfall in eine Landmaschinenwerkstatt und den Meister/Gesellen für seine Zeit bei der Besichtigung bezahlen...
Aus der Ferne kann hier im Forum keiner was dazu sagen. Schon gar nicht ohne Bilder.

Und am Ende des Tages ist der Schlepper das wert, was du bereit bist dafür zu zahlen!
Gruß
Maik

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F20GH
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Re: Zustands Einschätzung Kramer K15

Beitragvon F20GH » 14.03.2018, 07:27

Guten Morgen David,

ich sehe es genauso wie Maik. Wenn DIR der Schlepper das wert ist, dann ist es in Ordnung so!

Anbei ein paar Ratschläge und Einschätzungen aus meiner Erfahrung:
Bremsen neu machen ist sowohl finanziell als auch von der Arbeit her gut realisierbar.
Da können sich an anderen Stellen noch ganz andere Baustellen auftun die es erfordern, nochmal über einen
vertretbaren Aufwand (zeitlich und finanziell) nachzudenken ... aber da steckt man vorher nie drin.
Und manchmal ist es gut, wenn man es vorher nicht weiß!
Du darfst nie vergessen, dass Du Dir eine ungefähr 60 Jahre alte Arbeitsmaschine an Land ziehst.
Da ist halt schon mal damit zu rechnen, dass da erheblicher Verschleiß vorhanden ist.

Und nach so vielen Jahren und entsprechenden Betriebsstunden geh ruhig davon aus, dass die meisten
Simmerringe nicht nur ihren Weichmacher verloren haben, sondern auch einen großen Teil Ihrer Dichtfunktion.
Da das aber fast ausschließlich DIN-Teile sind ist der finanzielle Aufwand sehr begrenzt.(Vom Arbeitsaufwand
rede ich jetzt aber nicht, das können schon mal gerne 1-2 Tage werden, je nachdem wo der Übeltäter sitzt.)

Dass der Schlepper keine Papiere hat ist nicht schön, aber kein Beinbruch. Wenn Du die Fahrgestellnummer
hast kannst Du theoretisch vor dem Kauf schon prüfen, ob der Schlepper Hehlerware ist oder nicht.
(Ich komme aus NRW, da können sowas sowohl das Strassenverkehrsamt als auch die Polizei überprüfen,
da gibt es aber länderspezifische Abweichungen).
Falls nicht gestohlen, ist auch die Ausstellung der Ersatzpapiere kein Problem, in NRW geht das aber
komischerweise erst, wenn man den Schlepper zur Vollabnahme wieder beim "TÜV" vorführt.

Ohne das Objekt Deiner Begierde gesehen zu haben kann ich Dir aus meiner persönlichen Erfahrung folgendes sagen:
Ich habe 4 "alte" Schlepper zuhause, den 108er Fendt lasse ich bei der Betrachtung mal aussen vor, der ist ja noch
neu (Baujahr ´75, 8900 h) und hat nur neuen Bremsen und eine hydr. Gerätebetätigung am FL bekommen!
Die 4 anderen haben mich jeder einzelne bestimmt nochmal das 1 - 2 fache vom Kaufpreis gekostet, bis ich die so
hatte, wie ich es wollte - und restauriert im eigentlichen Wortsinn sind die nicht, sondern lediglich technisch und
optisch instand gesetzt!
Das solltest Du halt nicht vergessen. Wenn mit dem Kaufpreis Dein Budget quasi ausgereizt ist, dann lass es lieber bleiben,
sonst ist der Frust später groß.

Gruß, F20GH.
Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fendt F15G6 1955; Fahr D90H 1956

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