Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

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Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon wink » 07.01.2019, 09:21

Servus,

leider plagt mich gerade bei meinen Heizölvorräten das Problem Dieselpest. Verursacht wohl durch Kontamination mit Diesel und jahrelangem offen lagern des Heizöls (nicht bei mir).
Lange Rede kurzer Sinn: Bis vor 6 Wochen hätte ich gesagt: Grotamar rein, alles durchspülen und fertig.
Da Grotamar und alle mir bekannten Mittel gegen Dieselpest seit 1.12. nicht mehr an Privatpresonen verkauft werden darf, wollte ich mal fragen, ob schon Alternativen bekannt sind? Wenn alle Stricke reißen werde ich wohl ein Gewerbe anmelden müssen um das Zeug zu bekommen.
MfG
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon Sierra » 07.01.2019, 10:37

Der Lama Deines Vertrauens hat doch ein Gewerbe.
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon wink » 07.01.2019, 10:42

Grundsätzlich ja. Allerdings habe ich bisher noch keinen LaMa des Vertrauens am neuen Wohnort. Und er darfs mir nicht geben. Aber probieren werde ichs trotzdem. Danke. Manchmal ist das naheliegende so fern. Ich werde berichten.
MfG
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon HakoT6T8 » 07.01.2019, 11:04

Moin!

In Holland teils noch verkäuflich und fast jeder größere Bootshandel / -Werkstatt hat das auch
noch 'frei verkäuflich' im Regal stehen (da offiziell "ältere Ware... vor dem 1.12.18",...
das Abgabeverbot des Wirkstoffs MBO aus der Biozidverordnung ist ja noch recht jung...)

Alternativ Suchanzeige in den Kleinanzeigen aufgeben, vielleicht möchte das jemand aus
der Garage gerade dringend loswerden... :roll:

Sonst Alternativprodukte wie von Liqui Moly probieren...

Soll das vorbeugend sein oder 'wächst' schon was im Tank?
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon wink » 07.01.2019, 12:01

HakoT6T8 hat geschrieben:Soll das vorbeugend sein oder 'wächst' schon was im Tank?


wink hat geschrieben:leider plagt mich gerade bei meinen Heizölvorräten das Problem Dieselpest. Verursacht wohl durch Kontamination mit Diesel und jahrelangem offen lagern des Heizöls (nicht bei mir).


Das Zeug von Liqui Moly (und auch von allen anderen mit dem gleichen Wirkstoff) hat das gleiche Problem wie Grotamar: Darf an Privatkunden nicht mehr abgegeben werden.


Bevor ich nach Holland tingel, melde ich lieber ein Gewerbe an, das ist günstiger. :D
MfG
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon HakoT6T8 » 07.01.2019, 12:11

Moin!

Naja, wenn schon ausgebrochen, musst Du ja eh Filtern und kannst sehen, ob es
Bakterien, Pilze oder Hefen sind und einen gezielten Wirkstoff statt des
Breitband-MBO kaufen...

Neben Gewerbe bräuchtest Du ja auch einen Sachkundenachweis gemäß Biozidverordnung,
da Du Dein Gewerbe nach dem Abgabeverbot gründest, gilt für Dich keine
Übergangsfrist wie bei anderen Händlern / Werkstätten, die vorher solche
Produkte benutzt / vertrieben haben...
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon Sierra » 07.01.2019, 12:57

Nein, ein Gewerbe anzumelden ist keinesfalls günstiger. Es kommen umgehend aus allen Ecken Blutsauger angekrochen, die Dich aussaugen. Finanzamt, Berufsgenossenschaft, Gewerbeaufsicht, Gema-Nachfolger. Auch, wenn Du etliches abwehren kannst, der Formularverhau ist immens.
Wenn Du beim FA keine Gewinne erwirtschaftest, bist Du nach einer Weile in der Liebhaberei und alle Deine Betriebsausgaben werden nicht mehr anerkannt.

Dein Lama darf Dir sehr wohl Grotamar verkaufen. Es darf an privat nicht übers www versandt werden, aber aus dem Giftschrank mit Unterweisung darf Du es erwerben. Wie andere Giftmittelchen auch. Und das kann Dein Lama leisten. Google mal, was die Bootseignerforen darüber schreiben.

Sachkundenachweis? Ob das die Verkäuferinnen in unserem Verbrauchermarkt tatsächlich haben? :roll:

Das Irre dran ist wieder mal, dass Diesel selbst tatsächlich krebserregend ist, der Stoff in Grotamar und anderen nur krebserregend sein könnte.

Gruß
Michael
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon wink » 07.01.2019, 14:07

HakoT6T8 hat geschrieben:Naja, wenn schon ausgebrochen, musst Du ja eh Filtern und kannst sehen, ob es
Bakterien, Pilze oder Hefen sind und einen gezielten Wirkstoff statt des
Breitband-MBO kaufen...


Wie erkenne ich was es ist? Habe den Regler gereinigt, war alles voller Schlamm. Dachte erst, es handelt sich um normalen Ölschlamm.
Allerdings hat sich dann beim Blick in den Tank gezeigt, das Zeug ist überall. Oben auf schwimmt so eine durchsichtige Haut.
Ich will halt das Öl wenns geht noch nutzen. Ganz abgesehen davon, dass ich keine 500l Heizöl entsorgen will. Einfach in den Gulli laufen lassen könnte zu leichten Problemen führen :D


Vor den ganzen Ämtern habe ich keine Angst, arbeite ja selber in einem. Gema, und BG gehen mich erstmal nichts an. Ich bin weder Musiker noch habe ich Angestellte.
Gewerbeaufsicht kommt normal auch nur wenn die jemand auf mich hetzt. (Ich weiß wovon ich rede, ich kenne den zuständigen Sachbearbeiter aus der gemeinsamen Ausbildung^^)
Und Gewinn muss ich nicht machen. Ich muss es nur ernsthaft versuchen. ;-)
Dazu muss ich aber sagen, der Gedanke mit dem Gewerbe ist nicht alleine dem Grotamar geschuldet. Ich spiele schon länger mit dem Gedanken ein Gewerbe anzumelden ;-)
MfG
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon HakoT6T8 » 07.01.2019, 14:36

wink hat geschrieben:...war alles voller Schlamm. Dachte erst, es handelt sich um normalen Ölschlamm.
Allerdings hat sich dann beim Blick in den Tank gezeigt, das Zeug ist überall. Oben auf schwimmt so eine durchsichtige Haut.


Das wirst Du nicht wieder verwendbar machen, sprich 'das Zeug auflösen',
indem Du da ein bisschen Grotamar o.ä. draufkippst...

Scheint mir alles etwas unüberlegt aber die Diskussion driftet mit Gulli und Gewerbe
inzwischen eh etwas weit ab...

Filtern, den transparenten Rest konservieren und mit etwas Glück kurz vor Nutzung
verschneiden. Filterkuchen fachgerecht entsorgen (oder...)!

Dein 'Schlamm' spräche für Hefen, deine 'Haut' eher für Pilz...
Referenzfotos u. Identifizierungstipps gibt es doch im Netz genug...
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon wink » 07.01.2019, 14:59

HakoT6T8 hat geschrieben:Das wirst Du nicht wieder verwendbar machen, sprich 'das Zeug auflösen',
indem Du da ein bisschen Grotamar o.ä. draufkippst...

Das war auch nicht meine Intention. Sondern filtern und den gefilterten Rest frei von dem Zeug halten.
Ich hab dies als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Ich kenne das nur so und habe mich daher unklar ausgedrückt.



HakoT6T8 hat geschrieben:Scheint mir alles etwas unüberlegt aber die Diskussion driftet mit Gulli und Gewerbe
inzwischen eh etwas weit ab...

Der Teil mit dem Gulli war ironisch. Der Grinsesmiley war wohl nicht deutlich genug.
Und wie bereits geschrieben: Wenn ich keine andere Quelle finde, dann beschleunigt halt die Grotamarbeschaffung meinen Entschluss ein Nebengewerbe anzumelden. Ich melde das nicht nur an, um an Grotamar zu kommen. Keine Angst


HakoT6T8 hat geschrieben:Filtern, den transparenten Rest konservieren und mit etwas Glück kurz vor Nutzung
verschneiden.

Das verschneiden geht halt leider nicht mangels Lagermöglichkeit. Ich habe nur einen einzigen 1000l Tank in der Werkstatt. Zum Filtern würde ich das kurzzeitig in alten Ölfässern zwischenlagern, aber auf Dauer ist mir da Unwohl wegen Leckage. Sonst hätte ich das versucht.

HakoT6T8 hat geschrieben:Filterkuchen fachgerecht entsorgen (oder...)!

Natürlich. Der bisherig ausfiltrierte Gubbel ist sauber in einem verschlossenen Kanister und wird im April bei der Problemmüllsammlung abgegeben. Ist bisher etwa ein halber Liter.


HakoT6T8 hat geschrieben:Referenzfotos u. Identifizierungstipps gibt es doch im Netz genug...

Die Referenzbilder habe ich bisher nur für Dieselpest gefunden. Aber die passen recht gut. Nur das mein gubbel halt rötlicher ist (Wegen der Farbe im Heizöl).
Für die Haut habe ich bisher nichts gefunden. Wenn du da ein paar Schlagworte hast: Bitter her damit.
MfG
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon Sierra » 07.01.2019, 16:40

Sorry, Gema war natürlich falsch, ich meinte GEZ-Nachfolger. Deutschlandradio? Die verlangen für jede Betriebsstätte, außer sie ist direkt in Deinen Haushalt integriert.

Gewerbeaufsicht kommt bei uns immer turnusmäßig. Alle 5-10 Jahre. Letztes Mal angeschwärzt durch den TÜV Süd (hat der Gewerbeaufsichtler freimütig zugegeben), dem ich die Druckprüfung des Kompressorkessels verweigert hatte. Aber bis die kamen, stand der schon monatelang ausgebaut in ebay Kleinanzeigen. :mrgreen:
Der Gewerbeaufsicht hatte ich übrigens auch schon Monate vor dem Auftauchen der Gewerbeaufsicht den Entfall des Kessels angezeigt, hat aber nicht interessiert. Einmal mit Profis arbeiten ...

Man stelle sich vor, dass sich eine privatwirtschaftliche Aktiengesellschaft wie der TÜV Süd staatlicher Stellen bedient, um Aufträge zu "generieren".

Natürlich hast Du auch ohne Angestellte erstmal Bürokratie mit der BG. Verlaß Dich drauf, die kommen schon. Und dann musst Du erstmal beantragen, aus der Unternehmer-Pflichtversicherung austreten zu dürfen. Nichts sonderlich wildes, nur wieder eine Schippe Bürokratie auf den großen Haufen drauf.

Ach ja, Dein bequemes Direktbank-Privatkonto darfst Du auch nicht gewerblich benutzen. Da muss ein teures Geschäftskonto her ...

Sorry für OT, aber ich hab von diesem Staat dermaßen die Schnauze voll...
Kleine Unternehmen sind politisch nicht mehr gewollt.

Gruß
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon wink » 07.01.2019, 21:14

Joa. Ist zum Teil schon wares dabei. Aber wie gesagt: stresst mich etz weniger. Liegt aber dran, dass ich den ganzen Tag mit so Zeug zu tun ab als Kleinstzahnrad im Staate Bayern. :-)

Btw: warum kriege ich keine Mails mehr bei neuen Beiträgen?
MfG
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Re: Dieselpest: Alternative zu Grotamar?

Beitragvon wink » 09.01.2019, 15:27

So, inzwischen habe ich noch 2 Flaschen bekommen. Damit bin ich hoffentlich erstmal versorgt bis es Alternativprodukte gibt.

Samstag werde ich mal das ganz Heizöl umpumpen, den Tank reinigen und dann alles durch einen Feinstfilter wieder zurück und mit Grotamar versetzen.

Ebenso am Ölofen. Dann ist hoffentlich Ruhe mit verstopften Filtern im Ofen. :roll:
MfG
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