Trockenheit und Ernteausfall

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Einsiedler
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Trockenheit und Ernteausfall

Beitragvon Einsiedler » 05.08.2018, 11:10

Ich habe mir ein Video bei YouTube angesehen, in dem Bericht wird genau das zum Ausdruck gebracht,
was ich selbst seit einigen Jahren beobachte und auch immer wieder feststellen muss.
Das dieses Jahr die seit langen anstehenden Probleme schlagartig für jedermann offensichtlich macht, dass ist der lang aussetzenden, fehlende Regen
und die extremen Temperaturen.

Nur ein Kommentar am Rande, auch wenn man mir diesen verübeln wird.
Ich bin gegen jede finanzielle Unterstützung um diese über Jahrzehnte praktizierte Bodenvergewaltigung mit den jetzt daraus auch resultierenden Missernten
wieder zu deckeln. Wobei ich davon ausgehe, dass diese finanziellen Mittel eh' nur den Großbetrieben zufließen, die können ja nicht satt bekommen und ihre Gier muss befriedigt werden.
Wenn solche Unterstützung gewährt werden wird oder werden soll, dann bitteschön an die Kleinbauern, kleinen Landwirtschaftsbetriebe, aber die will man ja weiter platt machen.

Also, an alle Interessierten und Aufgeschlossenen, hier das Video https://www.youtube.com/watch?v=fTS1TytmiN0

Ich denke mal, über das Thema sollte schon diskutiert werden.
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Re: Trockenheit und Ernteausfall

Beitragvon HakoT6T8 » 05.08.2018, 12:08

... und dafür hast Du Dich jetzt extra hier im Forum angemeldet?
Keine Vorstellung Deiner Person aber gleich mal politisch loswettern...?
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F20GH
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Re: Trockenheit und Ernteausfall

Beitragvon F20GH » 05.08.2018, 15:38

Hallo namenloser Einsiedler,

was soll man Dir denn verübeln? An Sachlichkeit mangelt es Deinem Beitrag so sehr, dass Du selber den darin verborgenen Widerspruch
scheinbar gar nicht bemerkt hast.
Und die jetzt "resultierenden Missernten" als Folge "jahrzehntelanger Bodenvergewaltigungen" darzustellen zeigt mir eigentlich nur, dass es
für einige Leute bei diesen derzeitigen Temperaturen nicht mehr möglich ist, folgerichtig zu denken!
Es ist aber auch wirklich heiß heute!
Besser einen kühlen Kopf bewahren und dann nochmal versuchen.

Schönen Sonntag noch! (Nicht zu viel in die Sonne gehen, und wenn, dann vorher nochmal lesen, was man schreibt,
bevor man auf "Absenden" klickst!)

Gruß, Jörg.
Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fendt F15G6 1955; Fahr D90H 1956
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Schraubergottchen
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Re: Trockenheit und Ernteausfall

Beitragvon Schraubergottchen » 06.08.2018, 18:33

Moin,

ich denke Jörg hat Alles gesagt...
Es ist richtig, das Thema sollte diskutiert werden. Aber mit diesem Start wird da nie eine sachliche Diskussion draus. Leider. Ich versuche mich trotzdem, weil mir das Thema am Herzen liegt:

Natürlich funktioniert Landwirtschaft nicht weiter so wie bisher. Und natürlich müssen ganz andere Konzepte für die Bewirtschaftung her (solange die ohnehin großenteils unwirtschaftliche Landwirtschaft in Deutschland erhalten bleiben soll).
Aber sowas ist so stark regional unterschiedlich, lässt sich nicht vom einen ins andere Jahr umstellen, kostet nicht vorhandenes Geld und lässt sich schon gleich gar nicht durch ein Gesetz zufriedenstellend regeln (z.B. wegen zu großen regionalen Unterschieden, das hat aktuellst die DüVO reichlich gut bewiesen).
Wer also glaubt, ein einziges Video gibt für ein so hochkomplexes Thema die eine, für jedermann plausible und auch noch wirtschaftliche Lösung, der ist wohl auch für populistische Problemlösungen anderer politischer Bereiche mehr als anfällig. Ganz davon abgesehen, dass die bisherige Bewirtschaftung zwar nicht anteilslos am "Klimawandel" ist, aber doch sicher nicht für die Wetterextreme der letzten Jahre verantwortlich gemacht werden kann.

Dass Wissenschaft und Forschung schon lange auf der Suche nach Lösungen für solche Probleme sind, ist kein Geheimnis. Denn es ist alles nur nicht neu, dass wir uns umstellen werden müssen. Dass aber viele Lösungsansätze schlichtweg gesellschaftlich und politisch nicht gewollt werden (wegen Fehlinformation!?), oder wegen Gesetzen aus dem zwanzigsten Jahrhundert durchs Raster fallen, zeigt der Beschluss vom 25.07.2018 vom EuGH zum Thema Crispr/Cas9. Das ist meiner Meinung nach ein Puzzlestück zur Problemlösung, aber nun leider in der EU verboten. Und nein, ich bin kein Gentechnikfreund nach dem System USA - die die neue Methode übrigens zulässt. Wer sich informiert hat, wird die mehr als deutlichen Unterschiede der beiden Methoden kennen.
Auch die DLG arbeitet daran, die Betriebe in der Praxis nachhaltig auf neue, zukunftsträchtige Systeme umzustellen und leistet da einen enormen (größtenteils ehrenamtlichen!) Beitrag zur Evolution der Landwirtschaft. Wird leider oft missbilligend als Agrar-Lobby abgetan.

Ich möchte dem Herrn im Video sein Fachwissen gar nicht absprechen. Aber was er präsentiert ist nur ein Ansatz, der vielleicht mal für manche Betriebe ein Teil der Lösung sein kann. Vielleicht auch nicht. Mit Mikroorganismen haben schon viele experimentiert, auch das ist nichts Neues. Die mir bekannten Versuche haben zwar die Wirksamkeit der Präparate bescheinigt, aber eben nicht in dem Maße, dass sich der Preis und der Aufwand dafür rechtfertigen würde. Das Video nehme ich ihm trotzdem nicht übel. Er möchte das Produkt bewerben...andere versprechen Flügel nach dem Konsum ihres Produktes...der gesunde Menschenverstand lässt einen normalerweise ein Gefühl für Werbung entwickeln bzw. haben.
Der Titel ist unglücklich gewählt...vielleicht ein Versehen, vielleicht Unprofessionalität...beides nicht tragbar für einen Unternehmer, aber wollen wir an dieser Stelle nicht allzu hoch bewerten.

Eine Anmerkung noch zu Einsiedler:
Einsiedler hat geschrieben:die Kleinbauern, kleinen Landwirtschaftsbetriebe, aber die will man ja weiter platt machen.


Schau dir mal den Maßnahmenkatalog für die GAP2020 und die entsprechenden Wunschlisten der Parteien an und sag mir dann nochmal, ob hier wer platt gemacht wird...

Und bevor mir jetzt vorgeworfen wird, ich sei eben einer dieser Lobbyisten oder gar selbst eigenbrödlerischer, alter und zukunftsscheuer Landwirt:
Nein, ich stamme nicht von einem Hof, studiere gerade, und sehe Landwirtschaft hierzulande, aber auch in anderen Teilen der Welt so wie sie momentan (noch) betrieben wird mehr als kritisch. Und auch ich bin kein Freund der Subventionierung der Landwirtschaft, weil ich wohl weiß, dass es auch anders geht. Aber nicht unter diesen Rahmenbedingungen und nicht wenn gesellschaftlich und politisch Landwirtschaft gefordert wird, die eben niemals mehr wirtschaftlich werden kann, weil sie aus längst vergangenen Zeiten stammt. Das geht ohne staatlichen bzw. öffentlichen Gelder nicht.

Und nun könnte man hier noch etliche Seiten schreiben, Thema für Thema beleuchten, Schlagworte aus den Medien diskutieren und am Ende ist der Ausgang doch jetzt schon gewiss - wie in so vielen Debatten in der letzten Zeit (nicht nur in der Landwirtschaft):
Die überzeugten Leute werden sich von ihrer Meinung nicht abbringen lassen (egal für welche Seite sie argumentieren), eine sachliche Diskussion wird aufgrund mangelndem Interesse und Informationswillen nicht möglich sein und so verläuft es sich im Sande.
Eigentlich schade um unsere Zeit...aber vielleicht denkt ja doch jemand über meine Worte nach, informiert sich und geht dazu über, nicht mehr jede Nachricht zu glauben, ohne ihren Inhalt und die Quellen zu hinterfragen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Gruß
Maik

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