Oldtimer - Leidenschaft erklären...

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maschi
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Oldtimer - Leidenschaft erklären...

Beitragvon maschi » 15.09.2018, 10:10

Moin,

die Tage bekomme ich einen kleinen Krieger KS 20. Auch wenn hier der Eine oder Ander die Nase rümpfen wird,
mehr gibt mein Platz nicht her. Ich freue mich schon riesig darauf. Ich!
Gestern bei meinem Bruder und einem Gespräch über Oldtimer fragte mich meine Schwägerin
was ich mit dem alten Ding will? Steht doch immer im Weg rum und nimmt Platz weg, ausserdem
stinken die Dinger und für das Geld kann man doch viel lieber in Urlaub fliegen.
Mein Nachbar: für was brauchst du nen Traktor? Willst du jetzt Äcker bestellen? Und dann so
nen Alten der doch sicher bald ganz kaputt ist?

Wie begegnet Ihr solchen Fragen? Ich habe versucht meine Freude daran solch Schätzchen zu erhalten
und den Spass damit zu fahren, das Schrauben, sich einfach nur mal drauf setzen die Gedanken in
Richtung Vergangenheit zu lenken wie die Menschen früher ihr Brot verdienen mussten und die
Erleichterung die sie durch die ersten Landmaschinen bekamen...

Genau wie ich nicht verstanden werde, kann ich diese Ansichten nicht verstehen.
Wie sieht das in Eurem Umfeld aus? Würde mich mal interessieren.
Schöne Grüße aus der Wetterau


Wenn's nich klappt, keine Gewalt. Nimm lieber den größeren Hammer...
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HakoT6T8
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Re: Oldtimer - Leidenschaft erklären...

Beitragvon HakoT6T8 » 15.09.2018, 11:42

Dann frage die Schwägerin doch, warum sie 35 Paar Schuhe braucht und den Nachbarn,
ob er keine eigenen Hobbies und Interessen hat, der er sich mies machen kann...

Realistisch brauchen die meisten von uns hier einen alten Traktor wie ein Loch im Kopf...
Nämlich gar nicht. Spaß macht es trotzdem... Wir brauchen ganz viele Dinge nicht,
zu viel Wohnraum, zu viele Klamotten, zu viel Konsum, zu viele Urlaubsreisen mit all den
schädlichen Emissionen und vorlaute Nachbarn und Schwägerinnen im Übrigen auch nicht.

Deine Schwägerin hat recht, davon kann man einmal in den Urlaub fahren. Dieses
"einmal" ist schnell vorbei und ersetzt eben nicht die hunderte kleinen Alltagsflüchte,
mit dem Traktor mal eine kleine Runde zu drehen und aus dem Tagestrott kurz auszubrechen...

Das diebische Freuen, ein seltenes Ersatzteil gefunden zu haben oder die Freude des
Augenblicks, irgendein Bauteil oder Funktion reanimiert zu haben... Und siehe da, wenn
der Urlaub längst vorbei ist, stellt man fest, der Traktor ist immer noch da, erfreut den
Besitzer und hat in aller Regel auch keinen Wertverlust mehr, das bisschen Standfläche...

Und, so ein Krieger KS20 ist einfach riesig verglichen mit so manch anderen Ackermoped :P
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Kawaschrauber
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Re: Oldtimer - Leidenschaft erklären...

Beitragvon Kawaschrauber » 15.09.2018, 11:52

Moin,
es ist grundsätzlich schwierig ein intensiv gelebtes Hobby anderen bei zu bringen. Die zehnte Angel des Anglers, die dritte Flinte des Sportschützen oder das Zweit-Rennrad in Carbon-Ausführung usw. usw. usw..
Lebe Dein Hobby und lass die Kritik der anderen an Dir abprallen. Es gibt viele Gleichgesinnte.
Ich setze mich manchmal alleine in meine Scheune und lasse einen Standmotor oder einen Traktor laufen. Dann mach ich mir eine Flasche Bier auf und freue mir ein Loch in die Mütze.
Wirkliche Freunde akzeptieren Dich und Dein Hobby.
Gruss Ralf

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