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 Betreff des Beitrags: Restauration eines Wesseler W38
BeitragVerfasst: 28.10.2011, 19:57 
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Hallo,

zuerst möchten wir uns vorstellen. Wir sind 14 und 12 Jahre alt und von klein auf mit dem Oldtimervirus befallen. Seit längerer Zeit lesen wir im Traktorhof mit und haben uns jetzt entschlossen uns anzumelden.
Jetzt zum Wesseler:

Daten: Hersteller: Wesseler
Typ: W38
Baujahr: 1965
35 PS aus Wassergekühlten 3-Zylinder MWM-Motor
Getriebe: ZF A208/III
Baas Kat.2 Frontlader
Zapfwellengeschwindigkeiten: 540 und 1000 U/min

Wir haben uns entschlossen den Wesseler zu restaurieren, weil er 'Zahnschmerzen' hatte. Vor längerer Zeit haben wir ein Ersatzgetriebe aus einen Güldner G30S erworben. Da wir jetzt etwas älter sind und Langeweile hatten, haben wir uns vorgenommen die Getriebe zu wechseln und ihn zu restaurieren. Unterstützung bekommen wir von unserem Vater und von unserem Nachbar der ebenfalls ein Oldtimerfreund ist.


Hier zwei Bilder vom Kaufzustand und ein Bild vom Ersatzgetriebe
Bild
BildBild

Hier noch zwei Links zu Wesseler Traktoren:

Museum in den alten Wesseler-Hallen
http://www.schlepper-museum-altenberge.de/

Wesseler Club
http://www.wesseler-club.de/

Wenn Interesse besteht berichten wir gerne weiter

Mfg Wesselerfahrer :D


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29.10.2011, 00:13 
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moin und herzlich willkommen hier!!

Aber bitte weiter berichten! Einen W38 sieht man schließlich nicht an jeder Ecke!

Ich hoffe ihr lasst den optisch so, oder?

mit freundlichen Grüßen
GTfan


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration eines Wesseler W38
BeitragVerfasst: 02.11.2011, 10:54 
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Hallo GTfan

Der Wesseler bleibt optisch nicht so ,da er schlecht "übergepinselt" wurde. Ebenfalls müssen in der Motorhaube Bleche eingeschweißt werden und das Austauschgetriebe ist ja auch rot.

Da wir Ende Mai schon angefangen sind erzählen wir das was wir bis jetzt schon geschafft haben nach.

Weiter gehts...

Kotflügel,Fritzmeierverdeck,Frontladerschwinge sowie Kraftheber wurden schon vor Jahren von unserem Vater abgebaut.

Als erstes wurde die nicht originale Frontladerkonsole von uns abgebaut.Bild
Hier noch ein Foto vom angebauten Zustand.
Bild
Danach haben wir die Motorhaube und einige Kleinteile abgebaut.
Bild
Dann haben wir die Motorhaube,Ackerschiene,Unterlenker und das Zugmaul zum Strahler gebracht .Bild

Nun haben wir das Getriebe soweit vorbereitet es zu wechseln.

Demnächst berichten wir weiter.

Mfg Wesselerfahrer


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration eines Wesseler W38
BeitragVerfasst: 03.11.2011, 10:38 
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Guten Morgen,

dann wurde das Austauschgetriebe von unserem Nachbar abgeholt. Es wurden alle Wellendichtringe und Simmeringe ausgetauscht und die schlechten Kugellager getauscht.

Hier ein paar Bilder
Bild
Bild

Danach haben wir den Wesseler für den Getriebewechsel vorbereitet.
Bild

Nun folgte der Getriebewechsel. Nach dem abnehmen das alten Getriebes sahen wir das die Fahrantriebswelle abgenudelt und wieder aufgeschweißt wurde. Die Hülse zur Verbindung mit der "Motorwelle" war auch abgenudelt.
Bild

Also hieß es erst einmal sauber machen und eine neue Hülse suchen.

Hier die Zwischenplatte die nur bei Wesseler verbaut wurde
Bild
Und hier der Getriebedeckel mit Schaltklauen
Bild

Als wir dann die neue Hülse hatten, kam das "neue" Getriebe dahinter.
Da die Bolzen krumm waren war es nicht ganz so einfach.
Bild
Bild

Dann wurde der Ölfilter erneuert, alle Öle erneuert und die Dieselleitungen entlüftet.
Nun wollten wir eigentlich die erste Probefahrt machen. Doch er sprang trotz vorglühen mit 100Ah Batterie und starten mit 120Ah Batterie nicht an.
Also mussten wir ihn leider mit dem Hanomag anschleppen.
Danach kam er nach knappen 200 Metern und starken qualmen endlich.
Bild

Doch er machte ein metallisch klackerndes Geräusch zwischen Kupplungsglocke und Getriebeeingang. Das Geräusch ging bei komplett durchgetretener Zapfwellenkupplung weg.
Deswegen kam das Getriebe sowie die Kupplungsglocke wieder ab.
Jetzt bauten wir die Kupplung, die Schwungmasse und den Motorflansch ab. Bei der Gelegenheit haben wir gleich die Kurbelwellendichtung erneuert und das Kugellager in der Schwungmasse erneuert.
Bild

Nach langen suchen haben wir den Grund für das Geräusch endlich gefunden. Da das Getriebe einen Schnellgang hat und das Getriebeeingangsstück für den Zapfwellenantrieb nicht vorhanden war haben wir ein mit 24 Zähnen von unserem Nachbar eingebaut. Die Zähne griffen nur minimal in das andere Rad ein. Jetzt unsere Frage: Hat jemand von euch eine ZF A208/III Ersatzteilliste oder weiß jemand wieviele Zähne das Rad hat? Es muss mehr als 24 Zähne haben.
Hier das gemeinte Zahnrad.
Bild

Das äußere Teil in der Mitte ist gemeint.
Bild
Vielen Dank schon mal im voraus.
Mfg Wesselerfahrer


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration eines Wesseler W38
BeitragVerfasst: 03.11.2011, 11:30 
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Servus,

warum springt der Wesseler denn so schlecht an?
Dass die Getriebeeingangswelle kaputt ist bzw. war ist mir jetzt auch klar geworden. Das Anschleppen machen diese Wellen in der Regel nicht lange mit. Da haben schon viele Eingangswellen ihr Leben ausgehaucht.
Vor allem, wenn ihr die Welle jetzt repariert habt, würde ich so schnell wie möglich den Motor zerlegen und aufarbeiten, um unnötiges Anschleppen zu vermeiden. Ihr wollt doch sicher den Schlepper nicht noch ein drittes Mal trennen, oder?

Ansonsten schöner Beitrag!
Was ist das für ein Hanomag? Könntest du von dem mal bitte ein paar Bilder einstellen?

Viele Grüße
Sebastian

_________________
IHC 824S (in der Restauration)
IHC Cub Cadet 123 (frisch aus den USA)
2x Eicher EKL 15/II (Sonntagsfahrzeuge)
Eicher ED 16/II
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Eicher Pflüge AG5W1L und AG5W1R für Eicher EKL 15/II
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Agria 2400 mit Zubehör


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration eines Wesseler W38
BeitragVerfasst: 03.11.2011, 11:59 
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Moin,

@IHC824S 1. Der Wesseler stand ca. 10 Jahre.
2. Die langen Starthilfekabel haben viel Strom abgenommen.
3. Nach dem anschleppen haben wir ihn wieder ausgestellt, die Batterie eingebaut und
dann sprang er sofort an.
4. Außerdem haben wir die Kompression gemessen ein Zylinder hatte nur 12 bar die beiden anderen waren mit 18 und 20 noch so grade im Rahmen.

Der Hanomag ist ein Robust 800 s. Hier ein paar Bilder.
Bild
Bild

mfg Wesselerfahrer


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration eines Wesseler W38
BeitragVerfasst: 03.11.2011, 12:24 
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Bauer
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Hallo,
der MWM KD 110.5 D soll bei gebrauchten Motor für zuverlässiges starten mindestens 23 bar betragen. (in der Anleitung von Fendt steht das zumindest so)
Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber ich glaube, neue Motoren müssen sogar 27-29 bar aufweisen.
Alles was unter diesen Werten gemessen wird, zeigt einen defekten, bzw. sanierungsbedürftigen Motor. Bei den gemessenen Kompressionswerten , wo keine Zylindereinheit den Mindestwert nur annähernd erreicht, sollte eigentlich Sternenklar sein, was zu tun ist.

Zum Getriebe:
Nur so ganz nebenbei, dein Foto zeigt meiner Meinung nach, kein A208/III Getriebe. Ich würde eher ein A208/II vermuten.
Dein Nachbar ist ja echt ein Spezialist! Man kann doch nicht einfach irgend etwas da vorne reinstecken, was nur so ähnlich aussieht. !

Um zu bestimmen welche Eingangswelle dort hinein muss, müsste man mindestens wissen, wieviele Zähne das Zahnrad hat, wo dieses eingreifen muss. Dann könnte man in der ZF-Ersatzteilliste sicher eine entspr. Paarung finden.
Zähle also mal die Zahnräder an dem Zahnrad im Getriebe.

Auch wird es sicher helfen, wenn du angibst, von welchem Traktor mit welcher Ausführung und mit welchem Baujahr das Getriebe abgebaut wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration eines Wesseler W38
BeitragVerfasst: 03.11.2011, 13:36 
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fritzp hat geschrieben:
Dann könnte man in der ZF-Ersatzteilliste sicher eine entspr. Paarung finden.

Hallo,

haben sie eine Ersatzteilliste von einem A208?
Das Zahnrad, wo die Eingangswelle eingreifen muss, hat 39 Zähne.
Das Getriebe, wie oben schon geschrieben, stammt aus einen Güldner G30S Baujahr wissen wir nicht.

Mfg Wesselerfahrer


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration eines Wesseler W38
BeitragVerfasst: 03.11.2011, 20:15 
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Schönes Projekt... kann es sein dass der Wesseler vor einigen Wochen oder Monaten im Wochenblatt stand? Da war nämlich auch mal einer mit Getriebeschaden zu verkaufen....

Gruß Lars


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration eines Wesseler W38
BeitragVerfasst: 03.11.2011, 20:54 
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@schraube Nein das war nicht unser, aber der Wesseler ist uns bekannt. Er ist nicht mehr so ganz in Ordnung(auch vom Motor her).

MfG Wesselerfahrer


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