Bandsägen an Oldtimer-Traktoren?

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Eicherfreund
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Bandsägen an Oldtimer-Traktoren?

Beitragvon Eicherfreund » 01.09.2010, 08:08

Hallo Traktorfreunde!


Mich würde es interessieren, ob noch alte Bandsägen an Oldtimer-Traktoren eingesetzt werden! Zu sehen sind diese Teile ja relativ selten!

Gruß Markus
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Beitragvon ruppe01 » 01.09.2010, 19:45

hallo
also bei uns in der gegen fährt immer ein alter schlüter mit bandsäge rum.benutzen tut er sie auch noch.
mehr weiß ich von diesem aber leider nicht-hätte selbst gern eine!!!!
[font=Arial][/font]mfg Ruppe01

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Trecker D
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Beitragvon Trecker D » 01.09.2010, 20:09

Moin!
Das rundes Brennholz mit der Bandsäge sägen habe ich als Tischler nie verstanden. Schiebt man das zylindrische runde Brennholzstück an das Band, dreht sich das Stück gern nach vorn weg. Hält man die Daumen abgespreizt sind diese - zack ab. Die Holz BG hat dafür extra Vorrichtungen entwickelt. Da ich selbst eine große stationäre Bandsäge habe, ist mir auch nicht klar, wie man damit größere Mengen Brennholz sägen will. Die Standzeit eines solchen Bandes ist erheblich niedriger, als bei einem z.B. 700er Kreissägeblatt, dass man zudem auch noch Hartmetallbestückt bekommt. OK, bei großem Brennholzdurchmesser ist das 700er Blatt auch bald am Ende, aber dann ist es ohnehin besser die Stücke vorher zu spalten.
Aber gut irgendeinen Grund wird es wohl geben....?

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Beitragvon Dominik Stühler » 04.09.2010, 15:17

Bei uns gibt es noch einen Brennholzschneider, der gelegentlich noch mit seinem Haifischgüldner und fest angebauter Bandsäge bei Leuten Brennholz schneidet ! Ich habe bei einem Bekannten schon oft selbst mitgeholfen und bin der Meinung das es am schnellsten und effektivsten ist so Brennholz zu schneiden ! Wenn das Holz bereits gespalten ist und in Meterstücken aufgesetzt ist hat man mit 4 Leuten in einer halben Stunde einen ganzen Anhänger gesägt ! Ausserdem verklemmt das Sägeblatt nicht und die Schnittbreite ist wesentlich geringer als bei Kreissägen und es gibt nicht so viel Sägemehl :lol:

Ps.:Wenn wir das nächste mal Sägen, werde ich mal Bilder machen !
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Beitragvon Dominik Stühler » 04.09.2010, 15:33

Trecker D hat geschrieben:Moin!
Das rundes Brennholz mit der Bandsäge sägen habe ich als Tischler nie verstanden. Schiebt man das zylindrische runde Brennholzstück an das Band, dreht sich das Stück gern nach vorn weg. Hält man die Daumen abgespreizt sind diese - zack ab.

Chereeo

Genau das macht eben die Erfahrung aus der die Bandsäge bedient ! Wenn du das Rundholz krampfhaft festhälst wird es nichts, wenn du aber das Holz beim schneiden einfach leicht in das Sägeblatt reindrehst klappt es wunderbar ! :lol:
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Beitragvon Trecker D » 04.09.2010, 20:09

Moin!
Dominik, ich schlafe nicht aufm Baum. Natürlich weiß ich, wie es auch ohne Holz BG - Konforme- Vorrichtung geht. Zumindest sind durch meinen Hinweis Neulinge gewarnt.
Trotzdem würde ich eine Brennholz - Kreis- oder Wippsäge immer vorziehen.
Ist das Band einer Bandsäge mal etwas stumpf verläuft es. Wer dann nicht schärft und ggf. schränkt, erlebt den Riss des Bandes. Das kann auch mal zu Verletzungen führen - zumindest zum Löten des Bandes.
--- Insgeheim würde ich gern wissen, ob Ihr ein Bandsägeband zusammen legen könnt. Ich kenne drei Techniken.

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Beitragvon Dominik Stühler » 05.09.2010, 14:18

Trecker D hat geschrieben:--- Insgeheim würde ich gern wissen, ob Ihr ein Bandsägeband zusammen legen könnt. Ich kenne drei Techniken.

Chereeo

Die richtige Technik um ein Bandsägeband zusammenzulegen muss gelernt sein ! :roll: Komme wie du aus der selben Branche und habe auch Schreiner gelernt :lol: Ich kenne auch mindestens 2 Techniken ! Wenn man das beherrscht ist das ganz einfach :idea:
Zuletzt geändert von Dominik Stühler am 05.09.2010, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Dominik Stühler » 05.09.2010, 14:29

Trecker D hat geschrieben:Ist das Band einer Bandsäge mal etwas stumpf verläuft es. Wer dann nicht schärft und ggf. schränkt, erlebt den Riss des Bandes. Das kann auch mal zu Verletzungen führen - zumindest zum Löten des Bandes.


Chereeo

So weit dass das Band reisst darf man es garnicht erst kommen lassen ! Wen man merkt das Band wird stumpf oder verläuft und sägt dann weiter ist man selber Schuld ! Deshalb hat der Säger immer genügend Ersatzbänder dabei ! Wenn man dann wechselt wo liegt dann das Problem :?:
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Beitragvon Trecker D » 05.09.2010, 20:08

Moin!
Alles richtig Dominik! Worauf ich immer noch hinaus will ist, dass man für die Brennholzmenge X, die ein Kreissägeblatt schafft, bis es stumpf ist, bestimmt zehn Bandsägeblätter stumpft. Und wer nun die Schärfkosten berechnet oder wenn er ein Gerät zum Schärfen hat, die Zeit, wird doch irgendwann merken, dass die Bandsäge fürs Brennholz unwirtschaftlich ist. Warum trotzdem Leute dafür diese Säge nutzen, erschließt sich mir nicht.

Beste Grüße vom Dirk!
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Beitragvon Hanomagfahrer » 05.09.2010, 21:20

[img]Warum%20trotzdem%20Leute%20dafür%20diese%20Säge%20nutzen,%20erschließt%20sich%20mir%20nicht.[/img]
Vielleicht weil sie Spaß daran haben?
Oder weil sie so eine Säge noch im Familienbesitz haben bzw. günstig erwerben konnten.
[font=Comic Sans MS]Traktorist aus Leidenschaft[/font]
:trecker7:

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Beitragvon Trecker D » 05.09.2010, 22:23

Moin!
Bester Hanomagfahrer das ist natürlich ein Grund, den ich gut verstehen kann.
Und doch ist da eine Anzeige in der aktuellen Schlepperpost, in der eben neue Bandsägen für den Schlepperbetrieb angeboten werden -- also die rund 2000 Eureten sind dann für den Spass? Sehr interessant!

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Beitragvon Hanomagfahrer » 07.09.2010, 07:08

Trecker D hat geschrieben:Moin!
Bester Hanomagfahrer das ist natürlich ein Grund, den ich gut verstehen kann.
Und doch ist da eine Anzeige in der aktuellen Schlepperpost, in der eben neue Bandsägen für den Schlepperbetrieb angeboten werden -- also die rund 2000 Eureten sind dann für den Spass? Sehr interessant!

Chereeo

Danke,aber es gibt sicher noch bessere Hanomagfahrer als mich.
Auch wenn meine Nichte der festen überzeugung ist,dass ich der beste Treckerfahrer bin :D
Okay,im Vergleich zu einer Wippsäge ist das schon gutes Geld,aber wenn da kein Markt für da wäre würden die sicher nich angeboten.
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Beitragvon Kobold AS 15 » 07.09.2010, 22:41

Hallo zusammen,

ich hatte jahrelang eine Wahl Anbau-Bandsäge an einem 15er Schlüter. Weil das Gespann doch recht lang und unhandlich war, habe ich sie letztes Jahr wieder abmontiert. Sie steht jetzt auf Rollen und hat eine Dreipunktaufnahme. Auf kurzen Strecken kann ich sie schieben, auf langen Wegen mit Schlepper und Kraftheber befördern.

Ich behaupte immer, in der gleichen Zeit doppelt so viel Holz zu schneiden wie meine Nachbarn mit ihren Wippsägen. Dabei habe ich dann halb soviel Strom verbraucht sowie Krach und Dreck erzeugt.

Außerdem ist eine Bandsäge vielseitiger. Ich schneide darauf auch Platten oder Blechtafeln. Außerdem kann man Stämme der Länge nach auftrennen oder Zaunpfähle anspitzen - das soll mal einer mit seiner Wippsäge vormachen.

Vielleicht ist die Standzeit von Widia-Blättern zehnmal so hoch wie bei Sägebändern, aber sie kosten ja auch zehnmal so viel. Wenn mir beim Sägen ein Band stumpf wird, habe ich es in zwei Minuten gewechselt und kann weitersägen. Wie lange dauert ein Sägeblattwechsel, sofern man überhaupt ein zweites hat?

Gruß Reinhard (bekennender Bandsägen-Fetischist)
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Beitragvon Dominik Stühler » 08.09.2010, 21:16

Endlich mal jemand, der gleicher Meinung ist wie ich :thumbs:
Es geht wesentlich schneller, und Zeit ist eben Geld !!! :idea:
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Beitragvon Trecker D » 08.09.2010, 22:33

Moin!
Hehe- Ok, die Vielseitigkeit der Bandsäge ist natürlich ein gutes Argument. Die Standzeit, wie von Reinhard beschrieben, ist schlichtweg falsch. Ein Widia (Hartmetallbestücktes)-Sägeblatt hält vielleicht zehn mal solange wie ein Normales. Und ein Normales hält ( beim Brennholzsägen ) zehn mal solange wie ein Bandsägeblatt. Und nu den Taschenrechner raus und mir die Wirtschaftlichkeit erklären! Das Wechseln des Bandes ist ja nicht der einzige Kostenfaktor. -- Nein das Schärfen ( und ggf. das Schränken ) kosten Geld. Dies wird pauschal pro Zahn abgerechnet. Na, was hat mehr Zähne ( und mehr Kosten ), ein Bandsägeblatt oder ein Kreissägeblatt?
Jetzt zur Geschwindigkeit. Wir bleiben beim Brennholztypischen Durchmesser von ca. 25 cm ( ggf. gespalten). Selbst die Baumarktsägen oder die hölle stumpfen Sägen von den ex Kleinbauern aus der Nachbarschaft sind mindestens gleich schnell. Meine Kippsäge mit doppelter Drehzahl (3000 U/min) schafft das Vierfache. Hat sich im Ort rum gesprochen und wird ungläubig aber begreifend bestaunt. Soetwas mit ner Bandsäge = no way!

Aber wie es in so vielen Diskussionen immer ist, es liegt an den eigenen Möglichkeiten und Umständen. Deshalb ist besonders im Brennholzbereich keine allgemein verbindliche Aussage möglich. Zumindest Anregungen sind möglich.

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